All Inclusive

  1. Ø 1
   2009

All Inclusive: Komödie über vier befreundete Paare, die an einem exklusiven Pazifik-Resort statt Funurlaub ein striktes Kursprogramm mit Beziehungsarbeit erwartet.

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Filmhandlung und Hintergrund

All Inclusive: Komödie über vier befreundete Paare, die an einem exklusiven Pazifik-Resort statt Funurlaub ein striktes Kursprogramm mit Beziehungsarbeit erwartet.

Eigentlich hatten Cynthia und Jason den drei Paaren, mit denen sie seit Jahren befreundet sind, einen Traumurlaub versprochen. Doch als die vier Paare in ihrem pazifischen Paradies eintreffen, entpuppt sich die Bungalowanlage als esoterische Therapieoase, in der ein versponnener französischer Guru besseres Karma für angeschlagene Partnerschaften erarbeitet. Statt Sonne, Spaß und Meer wartet auf die vier Paare ein striktes Kursprogramm, das alle Beziehungen auf den Prüfstand stellt – auch die vermeintlich glücklichen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn alles einfach wäre auf der Welt, dann könnte man direkt vom einen aufs andere schließen und daraus einen gewissen Unterhaltungsfaktor ziehen. Könnte von Bild über Bunte und Stern bis Spiegel darüber palavern und ein paar Seiten mit Druckerschwärze füllen. Man könnte sagen: Gut, OK, der Vince Vaughn ist jetzt auch schon ein bisschen älter, hat die Kind-im-Mann-Jahre, die „Old School“-Days, hinter sich, und jetzt kommt der private Alltagstrott, die kleinen Ehekonflikte, vielleicht sogar Krisen; also macht er einen Film daraus. Schließlich ist er bei „All Inclusive“ nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent und Co-Drehbuchautor.

    Aber das ist natürlich alles ganz haltlos, es ist nur der hilflose Versuch, einem Film einen Sinn zu hinterlegen, der nie so richtig in die Gänge kommt. Wo man nie weiß, was er eigentlich will. Eine Beziehungskomödie: Eine Komödie über eheliche Beziehungen, wo kleine und größere Probleme auftauchen, wo die Protagonisten unversehens mit den kleinen Abgründen ihres Lebens konfrontiert werden. Einerseits. Andererseits: Der Versuch, spaßig zu sein, hinter die Fassaden von bestimmten Menschentypen zu blicken und herauszufinden, wie die eigentlich ticken, wo’s bei denen eigentlich piept. Und dann natürlich ist der Film auch ein Vorwand, auf Bora Bora zu reisen und im sonnigen Südseeparadies ein paar Wochen Dreharbeiten zu verleben, so stellt man es sich ja vor: dass alles Spaß und Freude ist beim Komödiendreh.

    Aber eigentlich ist der Film vor allem unzulänglich. Man hat stets das Gefühl, das was draus werden könnte, wenn sich die Macher ein bisschen mehr anstrengen würden; aber es bleibt halt doch im Halbgaren stecken, sowohl der Witz, der ad hoc eingestreut wird und nie einen ausreichenden, stringenten Level von Komik erzeugt, als auch die Pärchentherapie, die der Film auch sein will, die übersteigerte, aber nicht unrealistische Betrachtung von Szenen vierer Ehen, die irgendwo mehr oder weniger im Schlamm stecken, im Schlamm der Bequemlichkeit, der Gleichgültigkeit, ja vielleicht gar der Abneigung.

    Drei Pärchen wollen nicht mitmachen beim Urlaub im Eden-Resort – Eden West wohlgemerkt, wo zum All Inclusive-Urlaubsprogramm verpflichtend Beziehungsfähigkeitstherapiestunden gehören. Nicht Eden East, die andere Seite der Insel, wo sich die Singles tummeln bei Party und Sex. Nur ein Pärchen, Jason und Cynthia, wollen so richtig an ihrer Beziehung arbeiten, und zwar richtig richtig, nach Plan, nach genauem Ablaufmuster, so wie’s auf ihrer vorbereitenden Powerpointpräsentation dargelegt war. Die anderen rutschen halt rein.

    Natürlich wäre das ein Aufhänger gewesen: Ehepaare, die unversehens mit ihren Problemen konfrontiert werden. Oder: Die Therapeuten, allesamt selbst anscheinend verklemmt, in ihrer Psychoschiene verfangen, die Probleme dahindichten, wo keine sind. Oder Monsieur Marcel, Chef der Insel und ideologischer Führer durch den Beziehungsdschungel, der so ungefähr alle Lösungen weiß, aber doch nur seinen üblichen Routinejob erledigt. Das wären alles Möglichkeiten der komischen Vertiefung gewesen, aber all das wird nur oberflächlich angekratzt, und dann geht’s huschhusch weiter.

    Dazu sind komische Szenen eingeflochten, die in jedem Film auftauchen könnten: Eine Panikattacke wegen Tigerhaien, das Erwischtwerden beim Masturbationsversuch, schlüpfrige Posen beim tantrischen Yoga, ein Guitar-Hero-Duell. Für sich ist das alles mal mehr, mal weniger komisch. Im Ganzen aber halt zuwenig, um wirklich gut zu sein.

    Fazit: Ein Film, so unterhaltsam wie der Urlaub der anderen.
  • Pazifische Urlaubsträume und das Comeback des „Swingers“-Duo Vince Vaughn und Jon Favreau bietet Peter Billingsleys stark besetzte Beziehungskomödie.

    Acht Jahre nach der Gaunerei „Made“ und 13 Jahre nach ihrem Kultpartyhit stehen die „Swingers“ in zentralen Rollen wieder gemeinsam vor der Kamera. Erstmals holte sich Favreau, der zu beiden Filmen die Drehbücher schrieb, Vaughn als Koautor ins Boot, unterstützt von Dana Fox als schreibende Repräsentantin einer starken Frauenfraktion. Denn anders als in „Made“ und „Swingers“ ist die Balance der Geschlechter im Regiedebüt von Produzent Billingsley ein wesentlicher thematischer Aspekt. Wer will, kann den Titel über die Urlaubsassoziation hinaus auf Ehen erweitern, auf das Komplettversprechen emotionaler und sexueller Erfüllung, bei dem man selbst nichts mehr einbringen muss, wenn der Express in Richtung Routine Fahrt aufgenommen hat. Wohin diese Illusion führt, zeigen vier Partnerschaften, die sich in unterschiedlichen Phasen der Auflösung befinden.

    Am harmonischsten gehen Dave (Vaughn) und Ronnie (Malin Akerman) miteinander um, am analytischsten die kinderlos gebliebenen Cynthia und Jason. Von verbalem Gift verseucht ist die Ehe von Joey (Favreau) und Lucy („Sex and the City“-Star Kristin Davis), während der kugelrunde Shane bereits verlassen wurde und sich mit einer 20-Jährigen tröstet. Von der Aussicht auf einen gemeinsamen Traumurlaub geködert, beziehen die vier Paare ein exklusives Bungalowresort im Südpazifik. Doch das erhoffte Funparadies entpuppt sich als esoterische Besinnungsoase, die ein versponnener französischer Beziehungsguru mit striktem Kursprogramm leitet. Der Urlaub entwickelt sich zur Arbeit, der erwartete Funfilm irgendwie auch. In Therapiesitzungen und merkwürdigen Entspannungs- und Erleuchtungsübungen werden alle Beziehungen seziert und am Ende harmonisiert. Weil Partnerschaftsanalysen beschränkten Unterhaltungswert besitzen, sollen bunte Outfits, exzentrische Programmleiter und Therapeuten, Kontakte mit Digitalhaien, Massagen mit erektiven Nebenwirkungen und ein Guitar-Hero-Duell unter Männern für Komik sorgen. Recht originell, wenngleich ein Klon von Hank Azarias Beau in „…und dann kam Polly“, ist ein muskulöser Yoga-Gott, der seine Kurse als Forum für Trockensexübungen missversteht. Die stärksten Momente hat „All inclusive“ in den ersten 30 Minuten, mit Verbalwitz und Situationskomik, und in der Postkartenpracht des Pazifikparadieses Bora Bora, das 31 Jahre nach Jan Troells „Hurricane“ wieder Schauplatz einer Hollywoodproduktion war. Über dieses Comeback kann man sich freuen. kob.

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