Alien - Die Wiedergeburt

  1. Ø 4
   1997
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Filmhandlung und Hintergrund

Alien - Die Wiedergeburt: Vierte Auskopplung des "Alien"-Stoffes von Jean-Pierre Jeunet in toller Ästhetik präsentiert.

Ripleys Wiedergeburt funktioniert durch Klonen. Die Wunder der Wissenschaft machen aber auch die Nachzucht der aggressiven Aliens möglich, die prompt entkommen und eine ernsthafte Bedrohung für die Erde darstellen. Nur Ripley, die durch unsauberes Klonen auch Alien-Charakteristika abbekommen hat, und ihre bunt zusammengewürfelte Mannschaft können die Brut stoppen.

Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen gelingt es einer Gruppe von Forschern, die verstorbene Ellen Ripley als Klon wiederauferstehen zu lassen. Das Wunder der Wissenschaft macht aber auch die Nachzucht von Aliens möglich, die prompt entkommen können und alles vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Nur Ripley, die durch unsauberes Klonen auch Alien-Charakteristika in sich trägt, und eine bunt zusammengewürfelte Schmugglerbande können die außerirdische Brut stoppen.

Ripley wird als Klon wiedergeboren, mit ihr die aggressive Brut des Alien, die sich selbständig macht und zur Bedrohung der Erde auswächst. Vierte Auskopplung des erfolgreichen SF-Horrors „Alien“ von Jean-Pierre Jeunet in toller Optik präsentiert.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Trotz ihres Opfertodes im Flammenmeer vor fünf Jahren ist der Leidensweg der Ellen Ripley noch nicht zu Ende – der Gentechnologie sei Dank. Aus einem Blutstropfen geklont, muß sich die Prototypin der modernen Action-Heroin 200 Jahre nach ihrem Tod ein viertes Mal zum Kampf gegen die Titelmonster stellen. Im Ton nicht so sakral und wesentlich actionreicher als der beklemmende Vorgänger von David Fincher, ist Jean-Pierre Jeunets Beitrag zu der Science-fiction-Reihe keinesfalls weniger eigenwillig. Wenn nicht gerade in extrem aufwendigen Combat-Szenen auf engstem Raum ums Überleben gekämpft wird, frönt der Franzose seiner bekannten Vorliebe für das Abseitige und wirft für einen Film dieser Größe überraschend verstörende Freud’sche Elemente in den Mix.

    Wenn die Kamera zu Beginn des Films zärtlich über eine nur schwer identifizierbare Kreatur mit grausam entstellten Zügen fährt, gibt Jean-Pierre Jeunet auch gleich das Leitthema seines Hollywood-Debüts vor: Sympathie für die Freaks, Mutationen, Außenseiter, Pariahs – und letztlich auch Monster – ein Motiv, das den Regisseur nicht los läßt. Der Film selbst ist unschwer als Mutation der vorangegangenen „Alien“-Hits zu erkennen und greift immer wieder Elemente der Vorgänger verfremdet auf. Diese gigantische Materialschlacht mutet häufig wie eine perverse Mischung aus „Das Poseidon-Inferno“ und den besten Beispielen des Splatter-Films der achtziger Jahre (vor allem Stuart Gordons „From Beyond“) an.

    Wie in „Aliens – Die Rückkehr“ muß sich Ripley nun auch 200 Jahre später auf die Unterstützung kampferfahrener Desperados verlassen. Waren es in Camerons High-Tech-Schlacht noch schwer bewaffnete Marines, so ist es hier ein Trupp Piraten, der geradewegs aus Jeunets „Die Stadt der verlorenen Kinder“ entsprungen sein könnte und an Bord des gigantischen Raumschiffs Auriga kommt, um illegal Alien-Eier mit zugehörigem, menschlichen Gastkörper anzuliefern. Währenddessen ist es den Wissenschaftlern beim achten Anlauf gelungen, einen perfekten Ripley-Klon herzustellen, aus dessen Brust sie die Alien-Königin entnehmen, mit der Ripley im dritten Teil schwanger gegangen war. Ripley ist nur ein Beiprodukt der gesamten Operation und wird nur aus einer Laune am Leben erhalten. Doch die Genmanipulation hat auch bei ihr Mutationen bewirkt: sie hat heißes Alien-Blut in den Adern und ist, im wahrsten Sinne des Wortes, entschlossener, aber auch entspannter denn je. Das ist gut so, denn als kurz darauf die Aliens ausbrechen und ein blutiges Chaos auf der Auriga anrichten, übernimmt sie die Führung der kleinen Gruppe Überlebender, die die von Aliens verseuchte Raumstation durchkreuzen müssen, um das rettende Piratenschiff zu erreichen.

    Jeunet ist sich der Vielfalt der sich bietenden Möglichkeiten bewußt, behält aber auch die Action überraschend aufmerksam im Auge. Besonders eine Sequenz, in der Ripleys Truppe unter Wasser von Aliens angegriffen wird, ist atemberaubend. Gleichzeitig etabliert Drehbuchautor Joss Whedon, der dem „Alien“-Thema interessante neue Aspekte abgewinnt, spannende Motive. Nachdem Ripley die Alien-Königin auf die Welt gebracht hat, macht sie praktisch Jagd auf ihre eigenen Kinder. Zudem entdeckt sie ein Labor mit den grausam entstellten Überbleibseln der Genversuche mit ihrem Blut. Wenn Ripley sie in einer Referenz an „Alien 3“ mit dem Flammenwerfer beseitigt, tötet sie auch Teile von sich selbst. Starker Tobak, der letztlich von einem lachhaften Showdown, in dem es zur Vereinigung Ripleys mit ihrem Alien-Baby (sieht aus wie ein mit zittriger Hand gezeichneter „Casper“) kommt, beinahe entwertet wird. Der brillanten Sigourney Weaver ist es zu verdanken, daß „Alien – Die Wiedergeburt“ in diesem Moment nicht zur Karikatur gerät. Schwach dagegen die Vorstellung von Winona Ryder, die als Weltraum-Piratin mit Geheimnissen fehl am Platz wirkt. „Alien“-Fans dürfte dieser unglaublich blutige Film (FSK ab 16) dennoch gefallen, auch wenn Jeunet die spannendsten Ideen aufgrund des erbarmungslosen Action-Diktats immer wieder angedacht lassen muß und Autoritätsfiguren in diesem apokalyptischen Szenarios weitaus schlechter abschneiden als die Titelhelden. ts.

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