Albino Alligator

  1. Ø 0
   1996
Albino Alligator Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Dovas, Milos und Laws Raubüberfall ging gründlich daneben. Doch damit nicht genug: Auf der Flucht verschanzen sie sich ausgerechnet in einer Kellerbar ohne Hinterausgang. Die Cops kreisen sie ein und ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Anwesenden als Geiseln zu nehmen. Ein Nervenkrieg beginnt, denn Anführer Dova kämpft lieber mit den Fäusten als mit Köpfchen, Bruder Milo ist schwer verletzt und Law ein ausgemachter Soziopath.

Der Raubüberfall missglückt und die drei Räuber verschanzen sich in einer Bar. Ohne Ausweg, müssen sie dort Geiseln nehmen und der Nervenkrieg beginnt. Coole Gangsterstory mit Atmosphäre und Spannung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der oscargekrönte Darsteller Kevin Spacey beweist, daß er hinter der Kamera genauso gut ist, wie davor. So ist sein Film eine äußerst gelunge Mischung aus Gangster-Film Noir und Psycho-Thriller, nur einige Wendungen des Drehbuchs erscheinen etwas unlogisch und übertrieben. Dies machen jedoch die guten Darstellerleistungen wieder wett. Gary Sinise gibt nach "Kopfgeld" wieder den Gangster, diesmal jedoch einen Guten. William Fichtner verkörpert den eiskalten Wahnsinn und Matt Dillon war noch nie so großkotzig und gleichzeitig unsicher wie hier. Daneben verblasst sogar die großartige Faye Dunaway.

    Fazit: Ein guter, kleiner Thriller für Zwischendurch.
  • Als talentierter Schauspieler hat sich Kevin Spacey (Oscar für „Die üblichen Verdächtigen“) allemal bewährt. Mit dem Kriminal-Kammerspiel „Albino Alligator“ über eine verfahrene Geiselnahmesituation beweist er sich nun ambitioniert erstmals auch als Regisseur: Obwohl Spacey gerade in punkto Darstellerführung jene Versiertheit an den Tag legt, die man von einem Schauspieler erhofft, kann er sich mit seinen erfolgreichen Kollegen Kevin Costner und Mel Gibson zunächst noch nicht messen: Zu genrespezifisch und speziell sind die Qualitäten dieser Noir-Fingerübung.

    Für das etwas unbalanciert zwischen vordergründiger Dramatik, Sentimentalität und einem Hauch Komödie schwankende Skript zeichnet mit Christian Forte ebenfalls ein Novize seines Fachs verantwortlich. Spacey wird der nicht immer makellosen Mixtur auch nur bedingt Herr, denn statt die angestrebte Vielseitigkeit zu demonstrieren, wirkt das Ergebnis über Strecken ohne rechten Rhythmus. Dabei kann er sich auf eine zuverlässige Darstellerriege verlassen, die neben Kultstars wie Matt Dillon, Gary Sinise, Viggo Mortensen und Veteranen wie Faye Dunaway und M. Emmet Walsh auch den gefragten Newcomer Skeet Ulrich („Scream“) umfaßt. Das perfekt aufeinander eingespielte Ensemble verpaßt dieser etwas zahnlosen Bestie Biss und jenen Hauch amphibienhafter Gefahr, die man von diesem klassischen Gangster-B-Stoff erwarten darf.

    Nach einem mißglückten Raubüberfall endet ein Gangstertrio, bestehend aus dem labilen, mäßig hellen Dova (Dillon), dem brutalen Hitzkopf Law (William Fichtner) und dem verletzten und halbwegs vernünftigen Milo, in der Dino’s Last Chance Kellerbar. Als draußen unter dem Kommando von Joe Mantegna als giftigem Detective ein beträchtliches Polizeiaufgebot Stellung bezieht, nehmen sie kurzerhand die fünf Anwesenden – Dunaway als stetig quasselnde Barmaid, Walsh als knorriger Kneipenbesitzer und die Barbesucher Ulrich, Viggo Mortensen und John Spencer – als Geiseln. Der klingende, aber zunächst wenig Sinn machende Titel entspringt einem Gleichnis, das von Law in einer ausgedehnten Szene ausgespuckt wird: Ein „schwacher und nutzloser“ Albino-Alligator wird von seinem Rudel als Köder für rivalisierende Alligatoren benutzt, um diesen mit einem Überraschungsangriff den Garaus zu machen. Stellt sich also nur die Frage, wer zum Opfer auserkoren wird…

    Bei der Inspektion der verschiedenen Personen und ihrer Beziehungen zueinander kommen einzelne Informations-Fragmente zu Tage; die Charakterzeichnungen und die Motivationen bleiben größtenteils lediglich angedeutet. Gefilmt wurde in warm-verrauchten Tönen mit etlichen schrägen Kamerawinkeln, darunter Overhead-Shots, 360-Grad-Kamerafahrten und vielen Nahaufnahmen. So zeigt die Neo-Noir-Übung in ihren Ansätzen einiges Potential. Daß sie letztlich aber nicht vollends überzeugen kann, liegt daran, daß der Payoff in diesem Hardboiled-Szenario nur wenig zu überraschen versteht: So bleibt die Selbstzerfleischung dieses Tarantino-inspirierten „Wild Bunch2 letztlich ohne rechten Zug. ara.

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