Filmhandlung und Hintergrund

Frühwerk des "Norderlingen"- Regisseurs, das sich skurril, komisch und einfühlsam einem einsamen Menschen nähert.

Abel, ein verschrobener 31jähriger Mann, hat noch nie die luxuriöse elterliche Dachwohnung verlassen. Den Kontakt zur Außenwelt hält der Sonderling mit einem Feldstecher aufrecht, durch den er das Treiben in den Straßen und fremden Wohnungen beobachtet. Als Abel dann schließlich nach einem Streit doch vor die Tür gesetzt wird, irrt er durch die Straßen bis er die Stripperin Sis kennen- und lieben lernt - jene Sis, die auch die Geliebte seines Vaters ist.

Frühwerk des „Norderlingen“- Regisseurs, das sich skurril, komisch und einfühlsam einem einsamen Menschen nähert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Abel: Frühwerk des "Norderlingen"- Regisseurs, das sich skurril, komisch und einfühlsam einem einsamen Menschen nähert.

    „Abel“, 1986 im Entstehungsland Holland eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen und im selben Jahr auch Beitrag in der Reihe „Settimana internazionale della critica“ der Filmfestspiele von Venedig, hat dank des kleinen Verleihs Kairos nun doch noch den Weg auf deutsche Leinwände gefunden. Der Mangel an großen Namen, das Fehlen spektakulärer Action sowie der Verzicht auf Werbeaufwand dürften es dieser Produktion schwer machen, ihre Zuseher zu finden. Gelingt es jedoch den Film in entsprechenden Kinos zu plazieren und ein gewisses, an etwas abseitigen Werken interessiertes Publikum anzusprechen, kann mit einem kleinen Geschäft gerechnet werden.

    Der 1952 geborene Autor, Maler, Schauspieler und Regisseur Alex van Warmerdam, der seine Wurzeln beim Theater hat und hier auch die Titelrolle spielt, erzählt die Geschichte eines verschrobenen 31jährigen Mannes, den mit seiner Mutter Dove ein nahes, fast inzestuöses Verhältnis verbindet. Noch nie hat der junge Mann, allen Versuchen seines geschäftlich erfolgreichen Vaters Victor zum Trotz, die luxuriöse elterliche Dachwohnung verlassen, noch keinen Tag gearbeitet. Den Kontakt zur Außenwelt hält Abel mit einem Feldstecher aufrecht, durch den er das Treiben in den Straßen und fremden Wohnungen beobachtet. Als er dann schließlich nach einem massiven Streit, der durch einen heimlich in die Wohnung eingeschmuggelten Fernseher entbrennt, doch vor die Tür gesetzt wird, irrt Abel durch die Straßen bis er die Stripperin Sis kennen- und lieben lernt, die auch die Geliebte seines Vaters ist.

    Formal streng, leider eher der Bühne als dem Film verpflichtet, hat van Warmerdam seine skurrile Farce „Abel“ in Szene gesetzt. Mit witzigen, vorzüglich fotografierten Bildern behandelt er die Themen Einsamkeit, Kommunikationsunfähigkeit sowie Verweigerung und wird dabei von einer groß aufspielenden Schauspielerriege unterstützt. Fehlt diesem vielversprechenden Spielfilmerstling auch der endgültige Kick, vor allem aber eine gute Schlußpointe, erinnert er mit all seinen Absurditäten und Verwicklungen in den besten Momenten doch an die Komödien eines Blake Edwards. geh.

News und Stories

  • Luna inszeniert Abel

    Schauspieler Diego Luna (Milk) hat sich als Regiedebüt das Familiendrama Abel ausgesucht. Produzieren wird er den Streifen mit seiner eigenen Produktionsfirma, die er zusammen mit Gael García Bernal (The Limits of Control) gegründet hat. Unterstützung bekommt er zudem von Pablo Cruz und John Malkovichs Produktionsfirma Mr. Mudd. Für seinen Film, über deren Inhalt noch nicht viel verraten wurde, kannte er José María...

    Kino.de Redaktion  

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