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6:3

   Kinostart: 27.07.2000

Filmhandlung und Hintergrund

Melancholisch angehauchte Komödie über den legendären Sieg der Ungarn gegen England 1953 im Londoner Wembleystadion.

Müllmann Tutti soll im heutigen Budapest die Sammlung eines Fußballfreaks entsorgen, fällt in Ohnmacht und wacht just am legendären Tag des Fußballspiels Ungarn gegen England 1953 im tiefsten Stalinismus auf. Er fliegt aus einem Fleischerladen, einem Friseur und einem Hallenbad , weil er die Torfolge voraussagt. Die Geheimpolizei hält ihn für einen Provokateur.

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Darsteller und Crew

  • Károly Eperjes
  • Ferenc Kállai
  • Tamás Cseh
  • András Kern
  • Attila Lote
  • Tamás Végvári
  • László Gálffi
  • Kriszta Szalay
  • Monika Ulmann
  • Györgyi Kari
  • Péter Tímár
  • Gábor Kálomista
  • Péter Szatmári
  • Péter Peterdi

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 6:3: Melancholisch angehauchte Komödie über den legendären Sieg der Ungarn gegen England 1953 im Londoner Wembleystadion.

    In Ungarn ist Peter Timar seit seinem Debüt 1986 mit „Egészséges Erotika“ der kommerziell erfolgreichste Regisseur der letzten 15 Jahre. Vor allem Dank überdrehter Komödien gelangen dem im Ausland nahezu unbekannten Regisseur Boxoffice Hits wie „Csinibaba/Zuckerpuppe“ seinem bis heute erfolgreichsten Film, der es 1997 auf 500.000 Zuschauer brachte. In Deutschland lief lediglich „Noch eh die Fledermaus ihren Flug beendet“ im Wettbewerb der Berlinale 1989, ein raffinierter Horrorthriller und Timars einziger Ausflug ins Genrekino.

    Timars 8. Spielfilm, die melancholisch angehauchte Komödie „6:3“ über den legendären Sieg der Ungarn gegen England 1953 im Londoner Wembleystadion ist wohl der erste rein ungarische Film nach der Wende, der regulär in die deutschen Kinos gelangt. Es geht um die Zeitreise des Müllmanns Tutti (in der Hauptrolle Ungarns derzeit größter Star Karoly Eperjes), der im heutigen Budapest die Sammlung eines Fußballfreaks entsorgen soll, in Ohnmacht fällt und just am legendären Tag des Fußballspiels wieder aufwacht. Das sorgt für Verwicklungen im tiefsten Stalinismus ungarischer Prägung unter Rakosi zumal dieser 25.November 1953 auch der Tag von Tuttis Geburt ist.

    Amüsant und kurzweilig will Timár in erster Linie unterhalten. Der politische und soziale Hintergrund eignet sich gut für zahlreiche „running gags“. So fliegt Tutti nacheinander aus einem Fleischerladen, einem Friseursalon und aus dem Budapester Gellert Bad hinaus, weil er immer wieder die Torfolge voraussagt. Für Aufregung sorgt auch ein 5000 Forint Schein aus dem Jahre 1993. In einer Zeit wo die Geheimpolizei AVO allgegenwärtig war, sieht man Tutti hauptsächlich als Staatsfeind und Provokateur an. Gegen Ende des Films verliert Timár ein wenig die Linie und es wird auf Grund der vielen Songs ein wenig sentimental. In Ungarn konnte „6:3“ im Vorjahr mit knapp über 100. 000 Zuschauern nicht ganz die hochgesteckten Erwartungen erfüllen, dafür gelang dem Film im Ausland u.a. auf den Festivals in Moskau und Hof ein Achtungserfolg. Ein Film der in Deutschland in den Arthouse-Kinos durchaus auf Anhänger stoßen sollte, nicht nur bei Fußball-Fans. jt.
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