28 Tage

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Filmhandlung und Hintergrund

28 Tage: Dramödie mit Sandra Bullock als auf Entzug geschickte Schriftstellerin und Partylöwin.

Wenn Schriftstellerin Gwen, von Alkohol und Tabletten euphorisiert, sich vom Spaß treiben lässt, vergeht dieser anderen häufig. Nach einem betrunken verschuldeten Autounfall versucht Gwen, in einem vom Gericht angeordneten Aufenthalt in einer Entzugs-Klinik ihr Problem zu verleugnen, bis sie ein tragischer Vorfall zur Einsicht bringt.

28 Tage Zwangsaufenthalt in einer Reha-Klinik wegen Alkohol am Steuer bekommt das lebenslustige Party-Girl Gwen aufgebrummt, nachdem es eine „geliehene“ Limousine unsanft auf der Veranda eines Reihenhäuschens geparkt hat. Für einen Monat ist es nun vorbei mit Parties, Koks und Karaoke. Unter fachkundiger Aufsicht soll Gwen bei Gesprächstheraphie, Gruppen-Gesangsstunden und Pferdestreicheln wieder lernen, dass die Welt ein wunderbarer Ort ist, der sich durchaus auch nüchtern ertragen lässt.

Party-Girl Gwen muss nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss 28 Tage in einer Reha-Klinik verbringen, um zu lernen, dass die Welt auch nüchtern lebenswert ist. Modernes Märchen aus der Feder von Susannah Grant („Erin Brockovich“), ganz auf die Hauptdarstellerin Sandra Bullock zugeschnitten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sandra Bullock kratzt an ihrem Image. Als alkoholsüchtige Gwen ist sie nicht das liebe Mädchen von nebenan, sondern eine Frau in einer relativ realen Filmwelt, die am Rand des Abgrunds steht. Von Anfang an ist natürlich klar, dass sie diesen Abgrund nicht hinunterfallen wird, so mutig ist Miss Bullock dann doch noch nicht und so bezaubert sie wie fast immer eigentlich mit ihrem Hauch von Natürlichkeit, der ihr aber mit jedem Film mehr und mehr verloren geht, während ihre Professionalität immer weiter zunimmt. Aber das weiß die gute Sandra anscheinend selbst, denn sie ist schon lange kein unverbrauchtes Talent mehr und so ist "28 Tage" ein guter Anfang, um sich doch noch als Charakterdarstellerin einen Namen zu machen.

    Dass "28 Tage" nicht zum Problemfilm mutiert, ist Drehbuchautorin Susannah Grant zu verdanken, die zwischendurch mit mildem, aber sehr lebensbejahendem schwarzem Humor und vor allem mit der Gegensätzlichkeit ihrer Charaktere arbeitet.
    Um Hollywoodtypisch zu bleiben, wird das Thema Entzug natürlich nicht allzusehr vertieft, oder will jemand Sandra Bullock sabbernd und zitternd, um ihren Whiskey flehend erleben? Mehr als den Kopf mal zwischendurch ins Klo zu stecken ist da natürlich nicht drin, die wirklichen Suchtprobleme bleiben Verschlusssache.

    Und so bleibt der Film im Endeffekt eine recht unbeschwerte Dramödie, die ihrem Thema zwar niemals gerecht wird, die aber durchweg sehr gut unterhalten kann und äußerst gut besetzt ist. Wer nichts gegen die rosarote Brille Hollywoods hat wird hier bestens bedient.

    Fazit: Unbeschwerte Dramödie für Bullock-Fans die seinem Thema nicht gerecht wird.
  • Vier Wochen Zwangsentzug für ein verantwortungsloses Leben im Rausch zwischen Disco, Tabletten, Sex und Alkohol sehen Regisseurin Betty Thomas („Dr. Dolittle“) und Autorin Susannah Grant als Medley aus komischen und dramatischen Momenten, in dem der Charme von Sandra Bullock den Ton angibt. Damit ist der Grad ihrer Popularität wohl auch das dominante Kriterium, ob diese unentschlossene, auf Nummer sicher gehende und somit in ihrer Wirkung verpuffende Dramödie ein Hit wird.

    Bullocks letzte Filme “ Eine zweite Chance“ und „Auf die stürmische Art“ blieben hinter den Erwartungen zurück, die man aufgrund des Stars und des romantischen Genres haben konnte. Ihr Charme mag Abnutzungserscheinungen zeigen, aber er bleibt auch in „28 Tage“ eine markante Sympathiegröße der Kinofee, die hier in kleinen dramatischen Häppchen eine andere Seite zeigen kann. „28 Tage“ wirkt wie ein klassischer Übergangsfilm für Komödienspezialisten wie Betty Thomas, die sich nach „Der Faust im Nacken“ strecken, aber bis zu diesem Ziel nicht zu viele Schritte auf einmal gehen wollen. Womit dieser Film seine Fühler zum Drama ausfährt, sie dann aber immer wieder einzieht. Nach Filmen wie „Auf immer und ewig“ und der Julia-Roberts-Show „Erin Brockovich“ hat Drehbuchautorin Grant ihr Händchen für (moderne) Märchen bewiesen, das sie im Grunde auch hier präsentiert. Nachdem Betty Thomas nicht gerade subtil Bullocks Schriftstellerin Gwen Cummings als Alkoholikerin und Party-Poltergeist etabliert hat, zieht der Film in die Reha-Klinik um, in der Bullock per Gerichtsbeschluss 28 Tage verbringen muss. Die weitere Handlung orientiert sich mit Verleugnung, Bewusstwerdung und Konfrontation an den typischen Stationen in der Beendung einer Drogenkarriere. Die dramatische Zäsur, die aus der widerwilligen Zwangsinsassin eine aktive Therapiearbeiterin macht, führt die unvorbereitete Suizidtendenz von Bullocks Mitbewohnerin herbei, die wie die anderen Figuren der Entzugsgruppe, unter denen sich auch das Klischee eines Schwulen findet, eine psychologische Skizze bleibt. Thomas‘ Versuch, das Beste beider Welten, der dramatischen wie auch der komischen, für ihren Film zu nutzen, führt zwangsläufig zu einem Oberflächenfilm, über dem man gelegentlich schmunzeln, aber den man in seriösen Momenten nicht wirklich ernst nehmen kann. Die Folgen sind eine Verharmlosung eines körperlichen Gewalteingriffs, der ein Entzug tatsächlich ist, und verpuffende biographische Schnipsel, die Bullocks Verhalten in Rückblenden familiär verständlich machen sollen. Weil dieser moralische Botschaftsfilm die kuriosen Therapieformen der Klinik, die vom Pferdestreicheln bis zu militärischen Übungen reichen, zwar anspricht, sie aber nicht satirisch zu hinterfragen traut, bleibt manche Chance für frechen Humor ungenutzt. Was insgesamt die kommerziellen Chancen wohl nicht verbessert. kob.

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