12 heißt: Ich liebe dich

  1. Ø 5
   2008
12 heißt: Ich liebe dich Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

12 heißt: Ich liebe dich: TV-Drama nach der gleichnamigen Buchvorlage um die wahre Geschichte einer Liebesbeziehung zwischen einem Stasi-Mitarbeiter und einer inhaftierten "Landesverräterin".

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das packende Kammerspiel über die unmögliche Liebe zwischen einem Stasi-Vernehmer und einer Dissidentin verzichtet mutig auf künstliche Emotionalisierung.

    Dresden 1985: Bettina wird verhaftet. Doch der Stasi-Offizier, der sie in den nächsten Monaten beinahe täglich verhören wird, ist kein Fanatiker, den sie mit Hingabe hassen könnte, sondern ein freundlicher, junger Bürokrat, der sie immer wieder mit kleinen Gesten erfreut. Das Ungeheuerliche geschieht: Bettina (Claudia Michelsen) verliebt sich in den Mann, den sie als Repräsentant des Unrechtsstaats eigentlich verabscheuen müsste; und ihr Vernehmer scheint die Gefühle zu erwidern.

    Nur kurz hegt man Zweifel an der Ehrlichkeit des Beamten; schließlich kennt man die Geschichten jener „Romeos“, die einst im Auftrag der Stasi alleinstehende Frauen in Bonner Regierungsnähe umgarnten. Nicht die Regie, sondern der Darsteller lässt die Zweifel verfliegen: Der vortreffliche Devid Striesow stattet seinen Jan mit so viel Wärme, aber auch mit kleinen Belegen für seine Verunsicherung aus, dass man sich ohnehin wundert, weshalb sich dieser Mann in den Dienst des Systems gestellt hat. Später wird er es erklären: Er hat an den Sozialismus geglaubt und ansonsten getan, was von ihm erwartet wurde. Das Drehbuch (Scarlett Kleint) bettet die Geschichte in eine Rahmenhandlung: Zwölf Jahre nach der Verhaftung sucht Bettina nach ihrem Vernehmer. Als sie ihn endlich findet, verlieben sie sich erneut. Jetzt erst stellt sich Jan seiner Vergangenheit: Sie hat ihm die Augen geöffnet für das, was er immer verdrängt hat.

    Regisseurin Connie Walther verzichtet bei ihrer Umsetzung einer wahren Geschichte (das Drehbuch entstand nach dem gleichnamigen Buch von Regina Kaiser und Uwe Karlstedt) auf Emotionalisierung à la „Frau vom Checkpoint Charlie“. Ihr Film ist über weite Strecken ein Zwei-Personen-Stück, das zudem komplett ohne Musik auskommt. In den Rückblenden beschränkt sich die Handlung größtenteils auf die Szenen im Vernehmungszimmer. Kurze Momentaufnahmen genügen, um die Würdelosigkeit des Daseins im Untersuchungsgefängnis zu verdeutlichen, wenn Bettina nach der immergleichen Prozedur („Gehen Sie!“ – „Halt! Gesicht zur Wand!“) aus der Zelle geholt und zum Verhör gebracht wird oder wenn zwei Dutzend Frauen stundenlang in einen engen Duschraum gepfercht werden, weil sie sich weigern, im strömenden Regen zum Hofgang anzutreten.

    Die Rahmenhandlung verliert naturgemäß an Intensität. Andererseits hat Kleint einen geschickten Weg gefunden, weniger gut informierten Zuschauern vor Augen zu halten, wie es im Frauenknast zuging: Bettina führt mittlerweile Besucher durch das in eine Gedenkstätte umgewandelte Gefängnis. Und der Titel ist ohnehin genial. tpg.

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