11th Hour - 5 vor 12

  1. Ø 4
   2007
11th Hour - 5 vor 12 Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

11th Hour - 5 vor 12: Engagierte Umweltdokumentation, in der Produzent und Sprecher Leonardo Di Caprio eindringlich vor der Zerstörung der Erde warnt.

Die Katastrophenmeldungen des Klimawandels sprechen eine deutliche Sprache: Für die Menschheit steht es fünf vor zwölf. Unsere Spezies bevölkert erst seit relativ kurzer Zeit den Planeten, hat ihn aber wie keine andere verändert und sein Gleichgewicht empfindlich gestört. Experten aus aller Welt analysieren diesen Zustand und zeigen Wege, aus der fatalen Situation zu kommen: Michail Gorbatschow, Stephen Hawking, Ex-CIA-Chef James Woolsey, Nachhaltigkeitsexperte William McDonough und 50 andere melden sich zu Wort.

Der als Umweltaktivist bekannte Hollywoodstar Leonardo DiCaprio produziert und führt im Original durch die Dokumentation über das bedrohte Ökosystem unseres Planeten. Der fundierte und aufrüttelnde Beitrag steht in der Tradition von Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit„.

Im Geiste der erfolgreichen Dokumentation „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore, bringt dieses Mal Hollywoodstar und Umweltaktivist Leonardo Di Caprio dem Zuschauer den möglicherweise bevorstehenden Untergang der Erde näher. Und wie schon bei Gore ist dafür vor allem der Mensch verantwortlich. Mit jeder Menge wissenschaftlicher Unterstützung liefert Di Caprio eine erschütternde Bilanz über den Zustand unseres Planeten ab und lässt dennoch Platz für Hoffnung auf einen Wandel.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „The 11th Hour“ will aufwecken, seine Zuschauer aufklären über den Zustand der Erde und will sie zur Mithilfe aufrufen. Experteninterviews mit Wissenschaftlern, Psychologen und vielen Anderen bilden das Kernstück des Films und warnen eindringlich davor den Klimawandel nicht mehr als eine Möglichkeit anzusehen an die man glauben kann oder es auch lassen kann, sondern als einen unumstößlichen Fakt. Brachiale Bilder, die den „infizierten“ Zustand der Welt zeigen, sind den Bildern gegenübergestellt, die ihre Schönheit zeigen.

    Leonardo DiCaprio hat diesen Film produziert und fungiert darin auch als Erzähler. Zusammen mit den Filmemacherinnen Nadia und Leila Conners hat er sein Anliegen, seine Mitmenschen aufzuwecken, in Bilder gepackt. DiCaprio, der sich seit seiner Kindheit für Umweltanliegen interessiert, ist heute im Vorstand zweier namhafter US-Umweltorganisationen und hat eine eigene Foundation gegründet, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt unseres Planeten einsetzt.

    Der Film steht in der Tradition von Al Gores‘ „Eine unbequeme Wahrheit“, nur dass DiCaprios Dokumentation eindeutig für ein jüngeres Publikum gemacht ist. Mit „hippen“ Grafiken werden in schnellen Schnitten, die Eingriffe des Menschen in das Ökosystem der Erde gezeigt. Wirkliche Neuigkeiten für einen durchschnittlich informierten Mitteleuropäer bietet dieser Film allerdings nicht. Die Interviews sind dennoch interessant und können einiges an Halbwissen besser beleuchten oder untermauern.

    Im Mittelpunkt steht die Unwichtigkeit des Menschen für die Erde. Immer wieder weisen die Experten darauf hin, dass wir in Erdenzeiten gemessen, erst seit wenigen Sekunden unseren Auftritt haben und wir durch unser Zutun den Abgang beschleunigen. Für die Erde wird das aber kaum eine Rolle spielen.

    Der Film wartet am Ende nicht mit allzu schnellen Lösungen auf, er überschüttet seine Zuschauer nicht mit Ratschlägen. Vielmehr ruft er dazu auf, verantwortungsvoller mit den Ressourcen der Erde umzugehen, bewusster einzukaufen (regional und ökologisch). Außerdem werden die Interessen hinter den nur langsam voranschreitenden Veränderungen aufgezeigt.

    Fazit: Klimakatastrophen-Doku im Stil von „Eine unbequeme Wahrheit“, die dem durchschnittlich informierten Europäer nicht viel Neues zu erzählen hat und dennoch ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung Vieler sein sollte.
  • Aufrütteln, den dramatischen Stand der Welt benennen und dennoch optimistisch bleiben: Leonardo DiCaprio führt durch eine engagierte Doku über den drohenden Kollaps des Ökosystems Erde.

    Schon der aufrüttelnde Anfang gibt die Richtung vor, wenn ein aus Newsberichten bestehender Bildersturm einzelne Naturkatastrophen miteinander verbindet und mithin eine Art „Koyaanisqatsi“ im Schnelldurchlauf bietet. Nicht die Umwelt braucht uns – wir brauchen sie, zerstören sie aber spätestens seit der Globalisierung mit schwindelerregendem Tempo. Eine klare Ansage, die Fluch und Segen unserer Intelligenz beleuchtet und sich aus erdgeschichtlicher Dimension mit der Hybris des Menschen auseinandersetzt, seiner Naturentfremdung, seinem Fehlverhalten, was Produzent und Sprecher Leonardo DiCaprio die Sorgenfalten ins Gesicht treibt. Der als Umweltaktivist bekannte Hollywoodstar, der dieses Jahr Davis Guggenheim den Oscar für die Klimawandeldoku „Eine unbequeme Wahrheit“ überreichte, geht in Nadia Conners‘ und Leila Conners Petersens Film einen umfassenden Schritt weiter und benennt jeden Frevel: Von Umweltverschmutzung über Ressourcenüberlastung, Artentod und Polkappenschmelze bis zum hemmungslos materialistischen American Way of Life und Raubtierkapitalismus. Dabei hält sich DiCaprio weitgehend im Hintergrund und fährt eine beeindruckende Legion von 50 Experten auf, deren Kommentare ein allumfassendes Kaleidoskop des Schreckens bilden. Renommierte Geistesgrößen wie Stephen Hawking, Koryphäen wie der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow oder Ex-CIA-Chef James Woolsey, die Nachhaltigkeitsexperten William McDonough und Bruce Mau oder Thom Hartman, Autor des essentiellen Buchs „Unser ausgebrannter Planet“, kommen zu Wort. Genügend Bilder sorgen dafür, dass daraus keine Talking-Head-Parade wird. Weitgehend übereinstimmend identifizieren die Denker und Meinungsbildner das Primat der Ökonomie als größtes Übel und fordern eine fundamentale Änderung unseres bisherigen Lebensstils. Trotz dem eindringlichen Tonfall partizipiert „The 11th Hour“ nicht an der grassierenden Klimawandel-Hysterie, sondern bleibt dem Optimismus verpflichtet. Mögen die Probleme sich auch zu einem Moloch auftürmen, sind sie doch eben eine Herausforderung an unsere Technik, Flexibilität und den Erfindungsgeist. Der fast schon trotzige Glaube an den Menschen ist ungebrochen und letztlich will die angesichts der globalen Situation eminent wichtige Doku nicht jammern, sondern Hoffnung verbreiten. tk.

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