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10 Fragen an den Dalai Lama

Kinostart: 08.05.2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentation, die tiefe Einblicke in die Ansichten des buddhistischen Religionsführers bietet.

Der amerikanische Filmemacher Rick Ray stellt sich kostenlos für eine Asiendokumentation zur Verfügung - denn sie beinhaltet ein Interview mit dem spirituellen Oberhaupt des Buddhismus, dem 14. Dalai Lama. Der Traum scheitert fast, denn vor Ort ist nichts organisiert. Doch eine simple E-Mail reicht für eine Audienz im Kloster, wo der 70-Jährige mit vielen Landsleuten im Exil lebt. Auf die drängenden Fragen weiß er oft verblüffende, weise und humorvolle Antworten.

Welche zehn Fragen würden Sie dem Dalai Lama stellen, wenn sie 45 Minuten mit ihm verbringen dürften? Ein Gedankenspiel, das flugs real wird, von der Möglichkeit des Weltfriedens im Angesicht eines chinesischen Mordregimes erzählt und an Aktualität kaum zu überbieten ist.

Nicht erst seit den Unruhen in Tibet im Vorfeld der Olympiade in China gilt der Dalai Lama als wichtigstes Sprachrohr des tibetischen Volkes. Der Dokumentarfilm bietet ihm aber auch jede Menge Raum, um seine universellen Weisheiten zu den Übeln unserer Zeit, der Gier nach Reichtum, der Intoleranz der Weltreligionen, Umweltverschmutzung und Überbevölkerung zum Besten zu geben. Der Film beschäftigt sich dabei auch mit dem Buddhismus und der Biografie des 1958 aus Tibet geflohenen Religionsführers.

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Darsteller und Crew

  • Rick Ray
    Rick Ray
  • Sharon Ray
    Sharon Ray
  • Peter Kater
    Peter Kater

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 10 Fragen an den Dalai Lama: Dokumentation, die tiefe Einblicke in die Ansichten des buddhistischen Religionsführers bietet.

    Ein Gebet für den Frieden im Angesicht der chinesischen Unterdrückung von Tibet ist Rick Rays Begegnung mit dem Dalai Lama, der tiefe Einsichten zu den Problemen unserer Zeit parat hat.

    Der als Erzähler in Wort und Bild auftretende Amerikaner Rick Ray gibt freimütig zu, sich als Regisseur eines Reisevideos über Fernost zur kostenlosen Verfügung gestellt zu haben - weil die Produktion ein Interview mit dem 14. Dalai Lama vorsah. Vor Ort in Indien musste Ray feststellen, dass nichts organisiert war. So erhielt er auf eine Email hin binnen weniger Tage eine Audienz beim geistlichen Oberhaupt einer Weltreligion - in einem Kloster im Himalaya, wo er mit vielen Landsleuten im Exil lebt.

    Vordringliche Fragen zu Menschheitsproblemen beantwortet der 70-jährige Dalai Lama mit dem gewohntem Scharfsinn, der Spontaneität und dem Humor, die ihn weltweit so beliebt gemacht haben. Nicht als König materieller Macht, sondern als einfacher Mönch ideeller Werte und vielleicht beliebtester Mensch der Welt, benennt er die Übel unserer Zeit, die Gier nach Reichtum, die Selbstzerstörung des Menschen durch Hass und Krieg, die Intoleranz der Weltreligionen, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung; zugleich weist er auf typisch schelmische Art Auswege auf, oft so einfach wie überzeugend. Ohnehin erhalten diese Aussagen aus dem Munde eines seit fast 50 Jahren im Exil lebenden Flüchtlings und Friedensnobelpreisträgers ein enormes moralisches Gewicht. Wenn die letzte Inkarnation Buddhas spricht, beschämt sie mit überwältigender Toleranz und Reife, die dem Großteil der Menschheit abgehen.

    Der kompetente Film beschäftigt sich mit dem Buddhismus, wesentlich intensiver mit der Biografie des Dalai Lama und der Historie des 20. Jahrhunderts, was einen Eindruck vom Ausmaß chinesischer Verbrechen in dem Bergstaat gibt: Wie die Großmacht 1950 das Land überfiel und seither unterdrückt, Maos antireligiösen Fanatismus, die Massaker an Mönchen, bis heute andauernde Folterungen, Kolonisierung und der kulturelle Genozid an den religiösen Heiligtümern der Tibeter.

    Erleuchtung und Meditation, aber auch fundamentale Einsichten für die Möglichkeit einer friedlichen Weltgemeinschaft lassen sich hier finden, auf einer spirituellen Reise, die einer Dokumentarausgabe von „Kundun“ nahekommt.

    tk.

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