Das Echo der Schuld (2008)

Das Echo der Schuld Poster
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Handlung und Hintergrund

Das Echo der Schuld: Zweiteilige TV-Verfilmung des gleichnamigen Psychothrillers von Charlotte Link.

Virginia hat alles, was das Herz begehrt: einen erfolgreichen Mann, zwei prachtvolle Häuser und eine entzückende Tochter. Doch sie wird regelmäßig von Panikattacken heimgesucht und zieht sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Als sie den Deutschen Nathan kennen lernt, sieht sie die Chance, aus dem Alltag zu entkommen. In diesem Moment bricht der Horror über die Familie herein: Tochter Kim wird von einem Triebtäter entführt, der schon mehrere Mädchen umgebracht hat.

Frederic und Virginia Quentin machen mit ihrer siebenjährigen Tochter Kim Urlaub an der britischen Küste. Dort lernen sie den Weltumsegler Nathan kennen, der kurz darauf auf hoher See verunglückt und offenbar ertrunken ist. Wieder zuhause auf dem mondänen Landsitz steht Nathan plötzlich völlig mittellos vor ihrer Tür. Obwohl Frederic dem attraktiven Abenteurer mit Misstrauen begegnet, nehmen sie ihn vorübergehend bei sich zuhause auf. Zusätzlich werden die Quentins von der Nachricht aufgeschreckt, dass ein Kindermörder in der Gegend sein Unwesen treibt. Und dann verschwindet Kim spurlos.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Sendeplatz ist durchaus angebracht: Mit seiner zweiten Verfilmung eines Romans von Charlotte Link (nach “Der fremde Gast”) gelingt es Marcus O. Rosenmüller verblüffend genau, den Naturalismus britischer Krimis zu treffen; und die zeigt das ZDF ja auch am späteren Sonntagabend. Eine weitere Parallele spricht eher gegen den Film: Die getragene Erzählweise der TV-Produktionen von der Insel ergeht sich mitunter allzu sehr in Landschaften und Milieus; auch “Das Echo aller Schuld” ist mit insgesamt 180 Minuten stellenweise etwas langatmig.

    Andererseits hat Rosenmüller auf diese Weise natürlich Gelegenheit, das Personal der Geschichte in aller Ruhe vorzustellen; und das gilt nicht nur für die drei Hauptfiguren, sondern auch für die Nebenrollen, die entscheidende Details zum Fortgang der Handlung beizutragen haben. Im Mittelpunkt steht die Engländerin Virginia (Anna Loos), die an der Seite ihres Gatten Frederick (Michael von Au), eines aufstrebenden Politikers, ein unbeschwertes Leben führen könnte. Das Paar hat ein entzückendes Töchterchen namens Kim und dank Fredericks florierender Anwaltskanzlei alles, was das Herz begehrt, unter anderem ein prachtvolles Domizil in Bristol sowie ein geräumiges Ferienhaus an der Küste.

    Doch Virginia wird regelmäßig von Panikattacken heimgesucht, weshalb sie sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Als ein deutscher Tourist (Daniel Morgenroth) ihre Tochter davor bewahrt, sich bei den Klippen in Lebensgefahr zu begeben, sieht sie die Chance, aus dem Alltag auszubrechen. Parallel zu diesen Szenen einer Ehe erzählt Autorin Annette Hess, die für Rosenmüller auch schon “Der fremde Gast” adaptiert hat, von verschiedenen Verbrechen, die offenbar zu einer Serie ausarten: Kleine Mädchen werden missbraucht und ermordet. Die Kinder waren ebenso alt, ebenso blond und ebenso hübsch wie Kim; und die verschwindet just in dem Moment, als sich Virgina von Frederick trennen will.

    Der Film ist trotzdem weniger Thriller, sondern in erster Linie Psychogramm: Erst dank der Konfrontation mit dem Allerschlimmsten ist Virgina in der Lage, sich endlich der titelgebenden früheren Schuld zu stellen. Aber weil Rosenmüller so viel Zeit hat, kann er auch die Arbeit der Polizei ausführlich dokumentieren, was dank der gegen den Strich besetzten Darsteller (Sophie Rois, Jürgen Heinrich, Oliver Bootz) durchaus seinen Reiz hat. Und wer den englischen Südwesten mag, wird dank vieler Flüge über die allerdings etwas eintönige Landschaft (Kamera: Stefan Spreer, auch er aus dem Team vom “Fremden Gast”) nicht enttäuscht. Störender ist allerdings die Verpflanzung deutscher Schauspieler; gerade der unüberhörbare brandenburgische Akzent von Anna Loos passt nun mal überhaupt nicht zu einer angeblichen Engländerin. tpg.

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