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Alles muss raus - Eine Familie rechnet ab (2014)

Alles muss raus - Eine Familie rechnet ab Poster
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Handlung und Hintergrund

Alles muss raus - Eine Familie rechnet ab: Der Zweiteiler um einen wankenden Einzelhandelsriesen in Familienbesitz ist inspiriert von tatsächlichen Ereignissen wie der Schlecker-Pleite.

Der Berliner Unternehmer Max Faber hat sich verspekuliert und Millionen verloren. Jetzt steht seine Drogeriemarkt-Kette vor dem Aus. Faber will sein Imperium mit Entlassungen und Billig-Ware retten, doch seine Tochter Kerstin, die als zweite Geschäftsführerin in das Familienunternehmen einsteigen sollte, hat andere Ideen. Auf der Gläubigerversammlung präsentiert sie ihren Sanierungsplan und überzeugt damit Gläubiger und Insolvenzverwalter, in ihrem Vater hat sie dagegen einen erbitterten Widersacher. Als Kerstin von einem Überfall auf eine der Faber-Filialen erfährt, spannt sie die verletzte Verkäuferin Janine Krause ein, um mit der Vorzeige-Faber-Frau Stimmung gegen ihren Vater zu machen. Janine kann jede Unterstützung gebrauchen, denn sie hat erfahren, dass sie von ihrem Freund schwanger ist, der gerade auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wurde. Während Janine erfolgreich gegen ihre Kündigung klagt, findet Kerstin Faber einen neuen Investor. Doch der starrköpfige Patriarch Max Faber droht die erfolgversprechenden Verhandlungen seiner Tochter endgültig zu torpedieren.

TV-Zweiteiler inspiriert durch die spektakuläre Schlecker-Pleite im Jahr 2012.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nichts geht mehr: Oliver Berben und Dror Zahavi erzählen eine große Pleite als zweiteiliges Wirtschafts- und Familiendrama mit namhafter Besetzung.

    Das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch seine Arbeit: Es ist nicht zu übersehen, dass Geschichten über familiäre Verwicklungen eine große Faszination auf Oliver Berben ausüben. Gerade in den Mehrteilern fürs ZDF standen regelmäßig Familienbande im Vordergrund. Stets ging es dabei auch um Macht und Geld. Kein Wunder, dass die großen Pleiten familiär geführter Konzerne in den letzten Jahren als Filmstoff wie geschaffen für Berben sind. Natürlich ließ sich Kai Hafemeister bei seiner Geschichte vor allem durch die Schlecker-Pleite inspirieren, aber auch andere große Insolvenzen der jüngeren Vergangenheit haben ihre Spuren hinterlassen. Der Reiz des Erzählkonzepts besteht vor allem in der Wahl der Perspektiven: Man erlebt den Untergang der Drogeriekette sowohl aus Sicht der Geschäftsführung wie auch aus dem Blickwinkel einer Verkäuferin. Dass die Sympathien nicht beim Firmengründer Max Faber (Robert Atzorn) liegen, versteht sich fast von selbst; der Mann ist ein Ausbeuter und lässt seine Angestellten dafür bluten, dass er an der Börse 200 Millionen Euro verzockt hat. Gegenentwurf ist Janine Krause (Josefine Preuß), die sich bei einem Überfall sogar für ihren Arbeitgeber anschießen lässt. Die Rollenverteilung wirkt schlicht, und letztlich ist sie es auch: hier der kaltblütige Kapitalist, dort die patente Proletarierin, arm, aber sexy. Die spannendere Figur ist daher die Frau in der Mitte: Kerstin Faber (Lisa Martinek), die Tochter des Patriarchen, nutzt die Gunst der Stunde, als der Konzern Insolvenz anmelden muss, und entmachtet den Alten. Der Reiz der Rolle liegt in ihrer Vielschichtigkeit: Kerstin scheint die Ausbeutermethoden ihres Vaters abzulehnen, erweist sich aber als ähnlich skrupellos. Dror Zahavi und sein bevorzugter Kameramann Gero Steffen haben dem Film ein visuelles Konzept gegeben, das der Figurenzeichnung entspricht: Die Welt Fabers ist konsequent in kühlem Graublau gehalten, das Leben der kleinen Verkäuferin ist etwas heruntergekommen, aber chaotisch bunt und behaglich. Davon abgesehen ist die fließende Bildgestaltung ungemein sorgfältig und wesentlich subtiler als die mitunter unnötig überspitzte Zeichnung gerade der Randfiguren. Im Vergleich zum Sat.1-Film “Schlikkerfrauen” ist “Alles muss raus” dennoch bedeutend komplexer; und das liegt nicht nur daran, dass Berbens Produktion doppelt so lang ist. tpg.

Darsteller und Crew

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