36 Jahre nach seinem letzten Kinoabenteuer kehrt Winnie Puuh in einem handgezeichneten Animationsfilm zurück und macht sich auf die Suche nach seinem spurlos verschwundenen Freund Christopher Robin. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto06/11060526/b150x150.jpg Winnie Puuh

Filmdetails

Winnie Puuh

36 Jahre nach seinem letzten Kinoabenteuer kehrt Winnie Puuh in einem handgezeichneten Animationsfilm zurück und macht sich auf die Suche nach seinem spurlos verschwundenen Freund Christopher Robin.


Winnie Puuh
Start: 14.04.2011

Originaltitel: Winnie the Pooh

Zeichentrick / Abenteuer

USA 2011
Laufzeit: 69 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Roland Hemmo

Regie: Stephen J. Anderson, ...
Verleih: Walt Disney

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Inhalt

Eigentlich ist die Tatsache, dass I-Aah mal wieder seinen Schwanz verloren hat, schon aufregend genug. Bei der Suche nach einem neuen Schwanz bemerken Winnie Puuh und seine Freunde im Hundert-Morgen-Wald allerdings auch noch, dass Christopher Robin spurlos verschwunden ist. Schnell sind sich die Tiere sicher: Er muss entführt worden sein. Guter Rat ist teuer, bis die Eule die Lösung hat: Puuh und die Bande müssen selbst losziehen und ihren guten Freund finden und befreien.


Kritik

Winnie Puuh

Die Neuinterpretation von A. A. Milnes klassischen Kinderbuchgeschichten kann auch ohne 3D-Effekte und aufwändigen CGI-Schnickschnack Charme, Witz und Originalität entfalten.

Der putzige Vorfilm über das legendäre Ungeheuer von Loch Ness und wie es eine Heimat und seinen Frieden fand, ist bereits eine wunderbare Einstimmung auf ein herrlich altmodisches Animationsabenteuer, das A. A. Milnes klassische Geschichten um Winnie Puuh, jenen berühmten Bären von sehr geringem Verstand und umso größerem Hunger nach Honig, wiederaufleben lässt. Dabei meistert das Regie-Duo Stephen J. Anderson ("Bärenbrüder") und Don Hall ("Küss den Frosch") die Gratwanderung, den leicht angestaubten Charme der Figuren und ihrer Erlebnisse auf erfrischend innovative Art und Weise zu interpretieren, ohne dabei die derzeit fast schon unvermeidliche 3D-Technik bemühen zu müssen.

Gleich zu Beginn finden wir uns in einem Winnie Puuh-Kinderbuch wieder. Als dieses geschüttelt wird, fallen dessen Zeichnungen und Texte im wahrsten Sinne aus dem Rahmen. So gerät nicht nur etwa der schläfrige Bär in Schieflage und purzelt kopfüber aus seinem Bett, auch die Buchstaben entwickeln ein Eigenleben und hüpfen mitten in die Handlung hinein. Diese wiederum ist überschaubar, kindgerecht und episodenartig aufgebaut. Wenn Winnie Puuh mit sichtbar hungrigem und hörbar knurrendem Magen durch den Hundertmorgenwald spaziert, nimmt man als mitfühlendes Publikum daran ebenso Anteil wie am Schicksal des Esels I-Aah, dem sein Schwanz abhanden gekommen ist. Die gemeinsame Suche nach dem Körperteil, an dem sich natürlich auch Freunde wie der lispelnde Tollpatsch-Tiger Tigger, das Angsthasenschwein Ferkel oder der erfinderische Hase Rabbit beteiligen, mündet in ein weiteres Abenteuer. Denn als ihr Menschenfreund Christoper Robin spurlos verschwindet und gleichzeitig ein ominöses Schreiben auftaucht, vermuten die Tiere des Waldes dahinter gar das Gewaltverbrechen eines Monsters - was sich gottlob als Missverständnis entpuppt.

"Winnie Puh" ist das erste Kinoabenteuer seit 35 Jahren, bei dem der kleine Bär wieder ins Zentrum der Story rückt. Dabei ließen die Animationskünstler nicht nur beim Spiel mit Buchstaben und Wörtern, die immer wieder pfiffig in die Handlung integriert werden, ihrer Fantasie freien Lauf - bestimmte Sequenzen erinnern an Disney-Meisterwerke wie "Fantasia": etwa die virtuos inszenierten Tafelkreidezeichnungen, wenn die Eule ihren Song über das vermeintliche Monster anstimmt oder die wunderbar choreografierte, goldgelbe Fantasie, wenn sich der halbverhungerte Winnie Puuh ein Honigparadies herbeiträumt und schließlich sehr abrupt im Dreck, sprich: in der Realität, landet. Darüber hinaus sind die Figuren liebevoll gezeichnet und jeder einzelne Charakter besitzt Eigenschaften, die als Identifikationshilfen für den Zuschauer dienen. So kann sich jeder für sich sein Lieblingstier heraussuchen und darin schwelgen, wie wichtig Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt, Vertrauen und Verzeihen sind. Derartige Botschaften werden spielerisch, ja beinahe beiläufig verkündet, denn im Vordergrund steht immer der Spaß, die Freude am Herumalbern, mal ganz plakativ wie Tiggers kurioser "Kampf" mit einem Luftballon, mal subtil über Wortverdrehungen oder Spielereien mit Begriffen, die gleich oder ähnlich klingen, aber eine andere Bedeutung haben (im Englischen etwa ladder/letter oder knot/not). Weil selbst im Abspann noch die Protagonisten zwischen den Buchstaben herumturnen, kommen Freunde der guten alten Zeichentricktechnik sprichwörtlich bis zur letzten Sekunde auf ihre Kosten. lasso.

Winnie Puuh

Darsteller:  Roland Hemmo   als Erzähler
 
Regie:  Stephen J. Anderson  
  Don Hall  
Drehbuch:  Don Hall  
Produzent:  Peter Del Vecho  
  Clark Spencer  
Ausf. Produzent:  John Lasseter  
Buchvorlage:  A. A. Milne  
Kamera:  Julio Macat  
Schnitt:  Lisa Linder  
Musik:  Henry Jackman  
  Hans Zimmer  

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