Intelligente RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto50/09500529/b150x150.jpg Wenn Liebe so einfach wäre

Filmdetails

Wenn Liebe so einfach wäre

Intelligente RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt.


Wenn Liebe so einfach wäre
Start: 21.01.2010

Originaltitel: It's Complicated

Komödie

USA 2009
Laufzeit: 120 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Meryl Streep
Steve Martin
Alec Baldwin

Regie: Nancy Meyers
Verleih: Universal

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Jane Adler, Mutter dreier erwachsener Kinder und Eigentümerin einer erfolgreichen Bäckerei, pflegt nach rund einem Jahrzehnt der Trennung mit ihrem Ex-Mann Jack eine freundschaftliche Beziehung. Er, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen eine viel jüngere Frau geheiratet, die ein Kind von ihm will. Da landen die beiden nach einem feuchtfröhlichen Abend wieder miteinander im Bett. Plötzlich ist Jane die "andere Frau". Erschwert wird die heikle Situation durch den liebenswerten Architekten Adam, der ihr gerade den Hof macht.


Kritik

Wenn Liebe so einfach wäre

Nancy Meyers überzeugt mit einer intelligenten RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt.

Jane Adler (Meryl Streep), erfolgreiche Betreiberin einer Bäckerei mit angeschlossenem Speiselokal, ist geschieden und unterhält eine Affäre mit ihrem Ex-Mann Jake (Alec Baldwin). Der, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen die viel jüngere Agness (Lake Bell) geheiratet, Mutter eines anstrengenden Jungen. Dann ist da noch der liebenswerte Architekt Adam (Steve Martin), der Janes Haus umbauen soll und gern Teil ihres Lebens wäre. Mit anderen Worten: "It's Complicated", was sich im deutschen Titel als "Wenn Liebe so einfach wäre" liest. Kopf hinter dem verqueren Liebesdreieck ist Nancy Meyers, seit Hits wie "Was das Herz begehrt" oder "Was Frauen wollen" Hollywoods Fachfrau in Sachen Beziehungschaos.

Dabei fand die Filmemacherin es besonders kompliziert, den richtigen Titel zu finden. "Die andere Frau" war angedacht und auch "Geschieden" - mit einem Werbeplakat, das das entfremdete, in die Jahre gekommene Paar im Bett zeigt. Mit dem Poster wird inzwischen beiderseits des Atlantiks geworben und es ist guter Verweis darauf, womit man es hier zu tun bekommt: einer sophisticated comedy in der Tradition von Howard Hawks und George Cukor. In Zeiten von kruden, im College-Milieu angesiedelten Saufexzessen und Sexkaspaden sind "erwachsene" Komödien selten. Weil sie schwierig zu schreiben sind, gutes Gefühl für Timing voraussetzen und zurückhaltend inszeniert werden müssen. Nur eine Handvoll Filmemacher bekommt diese Art Stoff aktuell in den Griff, James L. Brooks ("Besser geht's nicht") zum Beispiel, Nora Ephron ("Schlaflos in Seattle") bedingt und eben Ms. Meyers.

Viel Wert legt die Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin auf geschliffene Dialoge, auf sorgfältiges Produktionsdesign und erlesene Fotografie. In Sachen Kamera brilliert Oscar-Preisträger John Toll ("Braveheart"), der im establishing shot das noble Santa Barbara in glasklaren Bildern einfängt, so die Parameter definiert, in denen der Geldadel sich bewegt. Man kreist um sich selbst, beschäftigt Psychologen und Physiotherapeuten, fährt Ferrari und schlürft zum Champagner Austern. Finanzielle Probleme bleiben außen vor, die Wahl der richtigen Kleidung scheint das schwerwiegendste aller Probleme. Kino funktioniert hier, wie in besten Tagen, als perfekte Illusionsmaschine, bietet Eskapismus pur - und gleichzeitig nimmt man an den (Liebes-)Nöten der Helden teil, weil gut besetzt wurde, alle überzeugend agieren.

Meryl Streep, in Sachen Kochkunst auf den Spuren von "Julie & Julia" wandelnd, vermag mit dem Hochziehen einer Augenbraue mehr auszudrücken als viele Kollegen mittels einer Dialogseite, Alec Baldwin ("30 Rock") hält mit vollem Kampfgewicht und mächtiger Körperbehaarung dagegen, während Steve Martin ("Im Dutzend billiger") auf von ihm gewohnte Zappeleien verzichtet und traurig wie ein Clown dreinschaut. Fürs "jugendliche" Element sorgen derweil die drei erwachsenen Kinder der Adlers, die so gar nicht verstehen, was Mama und Papa so treiben - womit sie nicht alleine sind, denn die wissen es ja schließlich selbst nicht. Aber wie hieß es schon 1947 bei Irving Reis: "So einfach ist die Liebe nicht". geh.

Wenn Liebe so einfach wäre

Darsteller:  Meryl Streep   als Jane
  Steve Martin   als Adam
  Alec Baldwin   als Jake
  John Krasinski   als Harley
  Caitlin Fitzgerald   als Lauren
  Zoe Kazan   als Gabby
  Hunter Parrish   als Luke
  Rita Wilson   als Trisha
  Mary Kay Place   als Joanne
  Alexandra Wentworth   als Diane
  Nora Dunn   als Sally
  Lake Bell   als Agness
 
Regie:  Nancy Meyers  
Drehbuch:  Nancy Meyers  
Produzent:  Nancy Meyers  
  Scott Rudin  
Ausf. Produzent:  Ilona Herzberg  
  Suzanne Farwell  
Kamera:  John Toll  
Schnitt:  Joe Hutshing  
  David Moritz  
Musik:  Hans Zimmer  
  Heitor Pereira  
Produktionsdesign:  Jon Hutman  
Kostüme:  Sonia Grande  

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