Originaltitel: White Oleander
USA 2002
Alison Lohman
Michelle Pfeiffer
Robin Wright
Regie: Peter Kosminsky
Verleih: Tobis
Ein Hauch von märchenhafter Magie liegt über der Kindheit von Astrid (Alison Lohman) im Hause ihrer allein erziehenden Mutter, der ebenso schönen wie starken Kunstmalerin Ingrid (Michelle Pfeiffer). Das (scheinbare) Idyll nimmt jedoch ein jähes Ende, als Ingrid ihren Liebhaber ermordet und ins Gefängnis wandert. Für die 13-jährige Astrid beginnt nun eine teilweise traumatische Odyssee quer durch die USA von Pflegefamilie zu Pflegefamilie.
Hollywoods geballte Frauenpower von Michelle Pfeiffer über Renee Zellweger bis zu Robin Wright Penn verleiht diesem auf dem gleichnamigen Bestseller von Jane Fitch basierenden Drama Kraft, Eleganz und psychologische Tiefe.
Brisantes Mutter-Tochter-Drama: Hollywoods Frontfrauen Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger und Robin Wright Penn garantieren grandioses Gefühlskino.
Mit ihren blonden langen Haaren erinnert sie an einen Engel, aber sie geht durch die Hölle. Die 15-jährige Astrid wächst bei ihrer exzentrischen Mutter, der Malerin Ingrid Magnussen auf, die sich nicht um den Kleinkram im Alltag kümmert, sondern radikal ihre Vorstellung von Leben durchsetzt. Eine normale Kindheit - Fehlanzeige. Als die Mama gar den unwilligen Liebhaber ermordet und in Handschellen abgeführt wird, muss das Mädchen innerhalb einer Viertelstunde seine Siebensachen packen. Auftakt zu einer Odyssee durch Pflegefamilien und Heime.
Die Pflegemütter wechseln, die Sehnsucht nach Zuneigung und einem festen Platz im Leben bleiben. Nach bitteren und wenig guten Erfahrungen entzieht sich Astrid dem Einfluss der Mutter, die auch aus dem Gefängnis jeden ihrer Schritte mit Argusaugen verfolgt. Sie tritt aus deren Schatten heraus, setzt die Bruchstücke des kaputten American Dream neu zusammen zu ihrem ureigenen Traum von Unabhängigkeit, wagt ein neues Leben und eine neue Liebe.
Aus Janet Fitchs Bestseller macht Peter Kosminsky ein aufregendes Mutter-Tochter-Drama, emotionsgeladen, verstörend, aber immer voll unterhaltend. Der Titel "Weißer Oleander" ist Programm. Denn diese Pflanze ist wunderschön, aber heimtückisch, produziert gefährliches Gift, um sich zu schützen. So wie Ingrid Magnussen, die mit Menschen umspringt wie mit Marionetten und erst sehr spät erkennt, dass sie Mutterliebe mit Machtlust verwechselt. Alle Figuren sind spannend und mit Psychologie erzählt.
Da strandet Astrid erst in der Pampa um Los Angeles bei einer Schlampe mit religiösem Fimmel (Robin Wright Penn), die eifersüchtig über ihren noch verheirateten Lover wacht und ausrastet, als sie merkt, dass sich zwischen ihm und Astrid etwas anbahnt. Dann schließt sie im feinen Malibu Freundschaft mit Claire (Renée Zellweger), einer Schauspielerin auf dem absteigenden Ast, deren Mann als Filmproduzent in der Welt herumjettet. Aber schnell kriegt sie die Eifersucht der Mutter zu spüren, die Claire bei einem Treffen im Knast so fertig macht, dass die nach einem Streit mit dem Ehemann Selbstmord begeht.
Trotz ihrer Verletzbarkeit gewinnt Astrid eine unglaubliche Stärke und innere Kraft - ob sie sich im Heim gegen gewalttätige Latinas behauptet oder bei einer russischstämmigen Heavy Metal-Anhängerin lernt, schnellen Reibach auf dem Flohmarkt zu machen. Ein Lichtblick: Der nette Paul (Patrick Fugit aus "Almost Famous") aus dem Heim, ein angehender Comic-Zeichner, in den sie sich zögerlich verliebt. Den Namen Alison Lohman sollten wir uns merken. Die Newcomerin nimmt es mühelos mit der geballten Starpower von Michelle Pfeiffer, Robin Wright Penn und Renée Zellweger auf, drei Hollywood Frontfrauen, die grandioses Gefühlskino garantieren.
| Darsteller: | Alison Lohman | als Astrid Magnussen | |
|---|---|---|---|
| Michelle Pfeiffer | als Ingrid Magnussen | ||
| Robin Wright | als Starr Thomas | ||
| Renée Zellweger | als Claire Richards | ||
| Svetlana Efremova | als Rena Crushenka | ||
| Patrick Fugit | als Paul Trout | ||
| Billy Connolly | als Barry Kolker | ||
| Cole Hauser | als "Onkel" Ray | ||
| Noah Wyle | als Mark Richards | ||
| Amy Aquino | als Miss Martinez | ||
| Liz Stauber | als Carolee | ||
| Kali Rocha | als Susan Valeris | ||
| Charles Constant | als Jerry | ||
| Marc Donato | als Davey | ||
| James Lashly | als Reverend Daniels | ||
| Taryn Manning | als Nikki | ||
| Allison Munn | als Hannah | ||
| Samantha Shelton | als Yvonne | ||
| M. Elizabeth Barrett | als Gebärdensprache- Übersetzter | ||
| Brian Mulligan | als Gerichtsvollzieher | ||
| Bree Michael Warner | als Mädchen in Apartment | ||
| Regie: | Peter Kosminsky | ||
| Drehbuch: | Mary Agnes Donoghue | ||
| Produzent: | Hunt Lowry | ||
| John Wells | |||
| Ausf. Produzent: | Kristin Harms | ||
| Patrick Markey | |||
| Stacy Cohen | |||
| Ed K. Gaylord II | |||
| Buchvorlage: | Janet Fitch | ||
| Kamera: | Elliot Davis | ||
| Schnitt: | Chris Ridsdale | ||
| Musik: | Thomas Newman | ||
| Produktionsdesign: | Donald Graham Burt | ||
| Anthony R. Stabley | |||
| Kostüme: | Susie DeSanto | ||
| Ton: | Steve Bowerman | ||
Der Kapitän geht zuletzt von Bord. In der Kittelserie "ER" wäre das demnach Noah Wyle: Sein Dr. Carter ist die letzte Figur, die seit Serienstart 1994 ununterbrochen operierte. Doch auch der personifizierte "Nice Guy" will die Hit-Serie nach der nächsten US-Staffel verlassen:
"Erstens ist es nicht gerade die aufregendste Rolle in 'ER'. Zum anderen finde ich an dieser Figur nicht mehr viel Neues. Deshalb wird mein Wunsch, mal etwas völlig anderes zu machen, mit der Zeit immer stärker."
Dabei hatten die Macher Dr. Carter einmal mit einem Messer angreifen lassen und ihm gar ein massives Drogenproblem auf den Kittel geschrieben.
In der laufenden US-Staffel hat auch Chefarzt Dr. Greene (Anthony Edwards) seinen letzten Zugang gelegt. Nicht zuletzt deswegen war "ER" in der Zuschauergunst hinter die Pathologen-Show "CSI" zurückgefallen.
Vielleicht findet Wyle dann demnächst mehr Zeit für seine Kino-Ambitionen. In "White Oleander" und "Genug" reichte es zuletzt nur für Nebenrollen.
Michelle Pfeiffer, geboren in Santa Ana, Kalifornien, belegte schon in der Highschool "Drama" als Hauptfach. Als typisches...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.