Tilda Swinton
John C. Reilly
Ezra Miller
Regie: Lynne Ramsay
Verleih: Fugu
Eva hat ihre Ambitionen im Job aufgegeben, um ein Kind zu bekommen. Doch die Beziehung zu ihrem Sohn Kevin ist mehr als schwierig. Mit 16 Jahren ist aus ihrem Wunschkind ein Schulamokläufer geworden. Sie ist schwer geschockt und fragt sich, inwieweit sie für die Tat ihres Sohnes verantwortlich ist.

Lynne Ramsay, die mit nur zwei Filmen, "Ratcatcher" und "Morvern Callar", im internationalen Festivalzirkus anerkannt ist und mit beiden und früheren Kurzfilmen in Cannes zu Gast war, adaptierte den gleichnamigen, erfolgreichen Roman von Lionel Shriver für die große Leinwand. Sie wirft hier einen authentischen Blick auf die Gefühlswelt einer Mutter. Gleichzeitig schildert sie die Befindlichkeit einer gefährdeten, modernen Gesellschaft. An Tilda Swintons Seite gibt auch John C. Reilly eine nuancierte Performance.
| Darsteller: | Tilda Swinton | als Eva | |
|---|---|---|---|
| John C. Reilly | als Franklin | ||
| Ezra Miller | als Kevin | ||
| Ashley Gerasimovich | als Celia | ||
| Siobhan Fallon | als Wanda | ||
| Lauren Fox | als Dr. Goldblatt | ||
| Paul Diomede | als Al | ||
| Alex Manette | als Colin | ||
| Ursula Parker | als Lucy | ||
| Jasper Newell | als Kevin als Kind | ||
| Regie: | Lynne Ramsay | ||
| Drehbuch: | Lynne Ramsay | ||
| Rory Kinnear | |||
| Produzent: | Luc Roeg | ||
| Jennifer Fox | |||
| Robert Salerno | |||
| Ausf. Produzent: | Steven Soderbergh | ||
| Christine Langan | |||
| Paula Jalfon | |||
| Christopher Figg | |||
| Robert Whitehouse | |||
| Michael Robinson | |||
| Andrew Orr | |||
| Norman Merry | |||
| Lisa Lambert | |||
| Lynne Ramsay | |||
| Tilda Swinton | |||
| Buchvorlage: | Lionel Shriver | ||
| Kamera: | Seamus McGarvey | ||
| Schnitt: | Joe Bini | ||
| Musik: | Jonny Greenwood | ||
| Produktionsdesign: | Judy Becker | ||
| Kostüme: | Catherine George | ||
| Ton: | Paul Davies | ||
| Casting: | Billy Hopkins | ||
An der Côte D'Azur werden nicht nur Goldene Palmen vergeben…
Großer Cannes-Coup als Produzentin und Hauptdarstellerin: Natalie Portman hat sich den Western "Janes Got A Gun" gesichert! (Foto: Kurt Krieger)
Das größte Filmfest der Welt in Cannes feiert nicht nur die besten bereits fertiggestellten Werke, es ist auch der wichtigste Handelsplatz für neue Projekte. Während dabei viele Drehbücher vergeblich nach einem Produzenten suchen, gibt es aber auch jedes Jahr Skripte, um die sich die Filmemacher regelrecht prügeln.
Dieses Jahr war das unter anderem beim Western "Jane Got a Gun" so - kein Wunder, denn seit man mit kauzigen Revolverhelden sogar wieder Oscars gewinnen kann, wie "True Grit" bewiesen hat, ist das vermeintlich überholte Genre wieder hoffähig.
Das Besondere an "Jane Got a Gun" ist die weibliche Titelheldin und so hat dann auch eine Frau das Rennen um das begehrte Projekt gemacht: Natalie Portman wird als Produzentin und Hauptdarstellerin im Wilden Westen aufräumen.
Denn "Jane Got a Gun" handelt von einer Frau, deren Ehemann eines Tages von Kugeln durchsiebt und gerade so eben noch am Leben zur gemeinsamen Farm zurückkehrt. Ihm auf den Fersen ist seine abtrünnige Gang, die ihm den Rest geben will. Da bleibt Jane nichts anderes übrig, als selbst zur Waffe zu greifen und zusätzliche Hilfe zu holen - ausgerechnet von einem Ex-Liebhaber...
Die Rolle bietet Portman also die Chance zu einem weiteren Karrieresprung, nachdem sie sich mit "Black Swan" oscarreif von ihrem Mädchen-Image gelöst hat. Nun wird sie also als knallharte Western-Braut noch mehr Profil zeigen.
Das begehrte Drehbuch stammt aus der Feder von Newcomer Brian Duffield. Im Regiestuhl sitzt ebenfalls eine Frau: Lynne Ramsay, die mit "Morvern Callar" aufhorchen ließ und mit "We Need to Talk About Kevin" im August ein hochexplosives Drama ins Kino bringt um die Nöte der Mutter eines Amokläufers.
Bevor Natalie Portman als Jane ihre Kugeln veschießt, steht für sie noch der Dreh zur Superheldenfortsetzung "Thor 2" an, in der sie als Jane Foster zurückkehrt.
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