Präzise beobachtetes Drama von Hans-Christian Schmid ("Requiem"), in dem ein Familientreffen schmerzhafte Wahrheiten offenbart. http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto02/12020572/b150x150.jpg Was bleibt

Filmdetails

Was bleibt

Präzise beobachtetes Drama von Hans-Christian Schmid ("Requiem"), in dem ein Familientreffen schmerzhafte Wahrheiten offenbart.


Was bleibt
Start: 13.09.2012

Drama

Deutschland 2012
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Lars Eidinger
Corinna Harfouch
Sebastian Zimmler

Regie: Hans-Christian Schmid
Verleih: Pandora

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Inhalt

Der älteste Sohn Marko kommt aus Berlin mit seinem Söhnchen zum Familienwochenende in den schicken Bungalow seiner Eltern bei Bonn. Er verschweigt, dass er von seiner Frau getrennt lebt. Sein jüngerer Bruder Jakob lebt in der Nachbarschaft, seine Zahnarztpraxis, die ihm der Vater finanziert hat, läuft nicht und er traut es sich nicht zu sagen. Als Mutter Gitte stolz verkündet, dass sie nach 30 Jahren ihre Antidepressiva abgesetzt hat, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Mann und Söhne befürchten einen Rückfall.


Kritik

Was bleibt

In Hans-Christian Schmids eindringlichem Familiendrama brodelt es heftig unter der heilen Oberfläche.

Die Muster sind meistens klar bei einem Film über ein Familientreffen. Man trifft sich, man zofft sich und geht auseinander, um beim nächsten Mal das Prozedere von Neuem durchzuspielen. Die Radikalität des Dogma-Meisterwerks "Das Fest" zu toppen, ist so gut wie unmöglich. Das will Hans-Christian Schmid auch gar nicht versuchen, er will ausbrechen aus den "komplizierten Mechanismen" seiner Arbeiten wie "Requiem" oder "Sturm". Herausgekommen ist eine sanfte "Fest"-Version über Konfliktvermeidung im Bildungsbürgertum und unfertige Dreißigjährige, vergangene Unwahrheiten und gegenwärtige Wahrheiten.

Es sollte ein entspanntes Wochenende werden. Im schicken 70er Jahre-Bungalow in der Gegend um Bonn kommen sie zusammen die saturierten Eltern, die das Gefühl für die Liebe längst verloren haben und sich von den Kindern lässig Gitte und Günter nennen lassen, der ältere Marko mit Söhnchen aus Berlin-Mitte, der die Trennung von seiner Frau verschweigt, der jüngere Jakob, dem der Papa eine Zahnarztpraxis im Nebenhaus eingerichtet hat und seine angereiste studentische Freundin. Bei selbstgemachten Cannelloni und gesundem Karottensaft bleibt es nicht beim Small Talk. Gitte eröffnet, dass sie nach 30 Jahren auf ihre Medikamente verzichten will und schockiert damit die ihren, die den Absturz der depressiven Frau befürchten, Günter hat seinen Verlag verkauft, will nur noch Bücher schreiben und auf Recherchereise nach Jordanien fahren. Die neuen Konstellationen wecken Unsicherheit und Aggression, Frust und Abwehr, am Ende ist nichts mehr, wie es einmal war. Das sorgfältig aufgebaute Lügengebäude der einzelnen und der Familie als Ganzes kracht zusammen. Nur einmal sind sich (fast) alle ganz nah und schmettern Charles Aznavours Chanson "Du lässt dich gehen" mit großer Inbrunst bei der gegenseitige Enttäuschung mitschwingt.

Schmid beobachtet seine Protagonisten, wie sie auf der Glücksspur kriechen ohne vorwärtszukommen, stellt kunstvoll die Leere des Zusammenseins dar, einen Kosmos emotionaler Unordnung und persönlicher (Selbst)Zweifel. Die Filmfamilie bestehend aus guten Schauspielern wie Corinna Harfouch und Ernst Stötzner, Lars Eidinger und Sebastian Zimmler ist in sich gefangen und nicht fähig zu einem Neuanfang nach mysteriösem Verschwinden der Mutterfigur. Was bleibt ist das nicht Ausgesprochene, der Mangel an Konsequenz, ein kaputtes Beziehungsflecht. mk.

Was bleibt

Darsteller:  Lars Eidinger   als Marko Heidtmann
  Corinna Harfouch   als Gitte Heidtmann
  Sebastian Zimmler   als Jakob Heidtmann
  Ernst Stötzner   als Günter Heidtmann
  Picco von Groote   als Ella Staudt
  Egon Merten   als Zowie Heidtmann
  Birge Schade   als Susanne Graefe
  Eva Meckbach   als Tine Gronau
  Tom Zulbeck   als Leon
 
Regie:  Hans-Christian Schmid  
Drehbuch:  Bernd Lange  
Produzent:  Britta Knöller  
  Hans-Christian Schmid  
Kamera:  Bogumil Godfrejow  
Schnitt:  Hansjörg Weissbrich  
Musik:  The Notwist  
Produktionsdesign:  Christian M. Goldbeck  
Kostüme:  Lisy Christl  
Maske:  Henny Zimmer  
  Markus Scharping  
Ton:  Patrick Veigel  
Casting:  Suse Marquardt  

Die Berlinale mit Angelina Jolie im Zeichen von Film, Blut und Honig

Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.

Großansicht Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.

Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.

Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.

Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.

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Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.

Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".

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Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.

Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.

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Star

Corinna Harfouch

Ihr hellwacher Blick sticht ins Auge, weil er Neugier, Skepsis, Belustigung, Spott und gnadenlose Verachtung vermittelt, selten Hingabe...

Star

Birge Schade

Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Schauspielerin Birge Schade regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Einem breiten TV-...

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