Fortsetzung des Klassikers von 1988, in dem Gordon Gekko nach Jahren im Knast wieder Fuß in der Welt der Hochfinanz zu fassen versucht. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto24/10240982/b150x150.jpg Wall Street - Geld schläft nicht

Filmdetails

Wall Street - Geld schläft nicht

Fortsetzung des Klassikers von 1988, in dem Gordon Gekko nach Jahren im Knast wieder Fuß in der Welt der Hochfinanz zu fassen versucht.


Wall Street - Geld schläft nicht
Start: 21.10.2010

Originaltitel: Wall Street 2: Money Never Sleeps

Drama / Satire

USA 2010
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Michael Douglas
Shia LaBeouf
Josh Brolin

Regie: Oliver Stone
Verleih: Fox

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Inhalt

Gordon Gekko ist wieder auf freiem Fuß. Die Welt mag sich in den vergangenen 20 Jahren verändert haben, aber die Gier nach Macht und Reichtum ohne Rücksicht auf Verluste ist immer noch allgegenwärtig. Zunächst aber wirkt Gekko reumütig. Weil seine Tochter Winnie seit Jahren nicht mehr mit ihm spricht, versucht er sich ihr über ihren Verlobten, den ambitionierten, aber unverdorbenen Wall-Street-Broker Jacob anzunähern. Jacob ist fasziniert von dem ehemaligen Finanztitan und spricht auf dessen weltmännische Art an. Als er bemerkt, was Gekko wirklich vorhat, ist es zu spät.


Kritik

Wall Street - Geld schläft nicht

Gier ist nicht mehr nur gut, Gier ist das Ein und Alles: 23 Jahre nach "Wall Street", dem ultimativen Statement zur Ich-Mentalität der Achtzigerjahre, geht Oliver Stone dem Finanzcrash von 2008 auf die Spur, der den Gordon Gekko von damals wie einen Philanthropen wirken lässt.

Als bekannt wurde, dass Oliver Stone seinen lange gehegten Wunschtraum, seinem Oscar-Erfolg von 1987 (Bester Schauspieler: Michael Douglas) eine Fortsetzung folgen zu lassen, allen Ernstes in die Tat umsetzen würde, war Skepsis angebracht. Der alberne Untertitel "Geld schläft nicht" und ein erster ungelenker Trailer trugen nicht unbedingt dazu bei, das Vertrauen in ein neues Abenteuer von Gordon Gekko nach 23-jähriger Leinwandabsenz zu erhöhen. Der fertige Film, der am 14. Mai Weltpremiere außer Konkurrenz im Wettbewerb des Festival de Cannes feiert, spricht eine andere Sprache, ist mühelos der beste Film von Oliver Stone seit dessen Rückkehr zum Kino nach mehrjähriger Pause mit "Alexander" im Jahr 2004, ein konventioneller, eleganter Thriller über die Fallstricke der Gier, ein Windmühlenkampf, der, da ist der Film eindeutig, nicht zu gewinnen ist, auch wenn der jugendliche Held diese Schlacht gewinnen darf. Es macht Spaß, einem unbestrittenen Meister nach dem vor Pathos triefenden "World Trade Center" und dem unfokussierten "W." wieder in Hochform arbeiten zu sehen, an einem Film, der all das bietet, was das amerikanische Kino auszeichnete, bevor der Eventfilmvirus um sich zu greifen begann und Hollywood mehr und mehr infantilisierte. Die Geschichte ist spannend und emotional, das Thema brisant und erwachsen, die Schauspieler dürfen sich mit Figuren auseinandersetzen, die tatsächlich interessant und nicht gleich auf den ersten Blick zu durchschauen sind. Obwohl die Finanzkrise von 2008 genug Zündstoff liefert, liegt der Fokus nicht auf der Message, sondern den Figuren, die von Oliver Stone ausreichend Raum zum Atmen bekommen.

Der Held ist der junge Wall-Street-Banker Jake Moore, der sich seinen Idealismus bewahrt ist: Als er mit ansehen muss, wie seine Bank durch Insidergeschäfte des dämonischen Milliardärs Bretton James ruiniert und sein Mentor in den Selbstmord getrieben wird, seine eigenen Pläne, einer Firma, die sich um neue, umweltbewusste Energieformen müht, unter die Arme zu greifen, in weite Ferne rücken, schwört er Rache. Dafür braucht er Unterstützung - ausgerechnet von dem einstigen Powerbroker Gordon Gekko, der acht Jahre zuvor aus dem Knast entlassen wurde und seither als reformierter Mahner vor den Auswüchsen der Hochfinanz Hörsäle füllt. Das ist ein Problem, denn Gekko ist der Vater von Jakes Verlobter Winnie, die nach dem Drogentod ihres Bruders mit dem Papa gebrochen hat. Jake verspricht, eine Annäherung zu ermöglichen, und sichert sich dafür Rat und Tat des einzigen Mannes, der es mit Bretton James aufnehmen kann. Dass schließlich nicht nur der Börsencrash, sondern auch eine Menge unerwarteter Enthüllungen folgen, macht "Wall Street 2" zu einem reizvollen und dank der Arbeit von Kameramann Rodrigo Prieto, seit "25 Stunden" der ungeschlagene Experte in Sachen New York, umwerfend anzusehenden Fegefeuer der Eitelkeiten über eine Welt am Rand des Abgrunds. Bewegend ist er vor allem in den Momenten, in denen die Schauspieler auftrumpfen dürfen: Vor allem die Szene, in der Gordon Gekko auf den Stufen des Metropolitan Museum of Art endlich Gelegenheit bekommt, vor seiner Tochter Abbitte zu leisten, zeigt, wie gut und profund amerikanisches Kino für Erwachsene heute noch sein kann.

Shia LaBeouf macht eine gute Figur als junger Held, der alsbald feststellt, dass er vom Regen in die Traufe kommt; Carey Mulligan bestätigt als Winnie, dass ihre Meisterleistung in "An Education" kein Strohfeuer war. Josh Brolin hat sichtbaren Spaß an seiner Rolle als dämonischer Bösewicht. Frank Langella, Susan Sarandon und der große Eli Wallach (wohl auch ihm zu Ehren hat Jakes Handy als Klingelton die Titelmelodie von "Zwei glorreiche Halunken") hinterlassen einen starken Eindruck in Kleinstrollen. Dass neben Vanity-Fair-Chef Graydon Carter und Milliardär Warren Buffett auch Charlie Sheen als Bud Fox auf einen kleinen Gastauftritt vorbeischaut und sich einen kurzen verbalen Schlagabtausch mit seiner Nemesis Gordon Gekko liefern darf, ist ein kleiner Höhepunkt. Aber vor allem bietet der Film mit seinen ewigen glänzenden Oberflächen und Hubschrauberflügen vorbei an der Skyline des Big Apple Michael Douglas die Gelegenheit, seiner Paraderolle noch einmal alle Ehre zu erweisen: Sein faltiges, müdes Gesicht ist Warnung genug, was der Preis der Gier ist. Nicht jeder Dialog sitzt, manchmal muss sich der Film arg viel Mühe geben, seinem Publikum die nötigen Informationen über die Komplexität des Finanzmarkts zu füttern, und gerade im letzten Akt hat man das Gefühl, er müsse die letzten Meter eines bereits gewonnenen Rennens noch einmal laufen. Aber die Schwächen nimmt man in Kauf, weil "Wall Street 2" einen doch eindringlich daran erinnert, was das amerikanische Mainstreamkino einst sein konnte und heute nur noch höchst selten ist: Unterhaltung mit Anspruch, Entertainment mit Message. Mehr davon. ts.

Wall Street - Geld schläft nicht

Darsteller:  Michael Douglas   als Gordon Gekko
  Shia LaBeouf   als Jake Moore
  Josh Brolin   als Bretton James
  Carey Mulligan   als Winnie Gekko
  Eli Wallach   als Julie Steinhardt
  Susan Sarandon   als Sylvia Moore
  Frank Langella   als Louis Zabel
  Austin Pendleton   als Dr. Masters
 
Regie:  Oliver Stone  
Drehbuch:  Oliver Stone  
  Allan Loeb  
  Stephen Schiff  
Produzent:  Eric Kopeloff  
  Edward R. Pressman  
Ausf. Produzent:  Alessandro Camon  
  Celia D. Costas  
  Alex Young  
Buchvorlage:  Bryan Burrough  
Kamera:  Rodrigo Prieto  
Schnitt:  Julie Monroe  
  David Brenner  
Musik:  Craig Armstrong  
Produktionsdesign:  Kristi Zea  
Kostüme:  Ellen Mirojnick  

Batman? Iron Man? Die 15 reichsten Filmfiguren!

Ein Ranking enthüllt die reichsten Helden der Welt - allerdings existieren sie nur auf der Leinwand und im TV ...

Großansicht Geschlagen: "Iron Man" Tony Stark (Robert Downey Jr.) und "Batman" Bruce Wayne (Christian Bale) sind nicht die reichsten Filmhelden (Foto: Concorde/Warner)

Geschlagen: "Iron Man" Tony Stark (Robert Downey Jr.) und "Batman" Bruce Wayne (Christian Bale) sind nicht die reichsten Filmhelden (Foto: Concorde/Warner)

Wer sind die reichsten Frauen und Männer auf der Welt? Die Antwort liefert jedes Jahr das "Forbes Magazine". Aber auch die Milliardäre, die es gar nicht gibt, sind von Interesse. So stellte "Forbes" in diesem Jahr wieder ein "Fiction"-Ranking zusammen. Es zeigt, wie gut die Filmhelden in den letzten 12 Monaten gewirtschaftet haben.

Seinen Ruf als reichster Mann der Welt hat Dagobert Duck locker verteidigt. Das Fantastillionär aus Entenhausen konnte vom um 30 Prozent gestiegenen Goldpreis profitieren. Gegen Dagoberts Riecher kommen auch die ca. 370 Jahre Erfahrung nicht an, in denen Carlisle Cullen Businessmodelle ausprobieren konnte. Der sanfte "Twilight"-Vampir schafft es mit seinen Investment-Geschäften nur auf Platz 2, gefolgt vom (noch nicht verfilmten) Helden der Artemis Fowl-Romane.

Der "Dude" Lebowski verdrängt den großen Gatsby aus der Milliardärs-Liste

Die Top 15 der "reichsten erfundenen Figuren":

1. Dagobert Duck: 44,1 Milliarden Dollar und der Glückszehner (u.a. Bergbau, Schatzsuche)
2. Carlisle Cullen / "Twilight"-Serie: 36,2 Milliarden Dollar (Investments)
3. Artemis Fowl II: 13,5 Milliarden Dollar (Diebstahl, Fälscherei, Facebook)
4. Richie Rich: / "Richie Rich": 9,7 Milliarden Dollar (Erbschaft, Konglomerate)
5. Jed Clampett / "Die Beverly Hillbillies": 9,5 Milliarden Dollar (Öl und Gas)
6. Tony Stark / "Iron Man": 9,4 Milliarden Dollar (Rüstung)
7. Drache Smaug / "Der Hobbit": 8,6 Milliarden Dollar (Plünderei)
8. Bruce Wayne / "The Dark Knight": 7 Milliarden Dollar (Erbschaft, Rüstung)
9. Mr. Monopoly / "Monopoly - Der Film": 2,6 Milliarden Dollar (Immobilien)
10. Arthur Bach / "Arthur": 1,8 Milliarden Dollar (Erbschaft)
11. Jo Bennet / US-Serie "The Office": 1,2 Milliarden Dollar (Elektronik, Erbschaft)
12. C. Montgomery Burns / "Die Simpsons - Der Film" 1.1 Milliarden Dollar (Energie)
13. Chuck Bass / US-Serie "Gossip Girl": 1,1 Milliarden Dollar (Immobilien)
14. Gordon Gekko / "Wall Street - Geld schläft nicht": 1,1 Milliarden Dollar (Investments)
15. "The Dude" Jeffrey Lebowski / "The Big Lebowski": 1 Milliarde Dollar (Erbschaft)

Neuzugänge wie Der Dude haben einige der alteingesessenen Krösusse aus der Liste verdrängt. Nicht mehr dabei sind zum Beispiel "Der Große Gatsby" oder "Watchmen"-Ozymandias Adrian Veidt. Die mussten wohl während der Finanzkrise im Gegensatz zu Onkel Dagobert Federn lassen...

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