Die Endzwanzigerinnen Amelia und Laura sind seit ihrer Kindheit dicke Freundinnen. Das ändert sich, als Laura ihre Heiratspläne mit Frank verkündet und Amelia gleich zwei Abfuhren von männlicher Seite einstecken muß. Dann bekommt Laura auch noch kalte Füße vor der bevorstehenden Heirat. Der Film skizziert, wie sie ihr Liebesleben wieder auf Vordermann bringen und sich zusammenraufen.
Die Newcomer-Regisseurin und Drehbuchautorin Nicole Holofcener reflektiert in ihrer semi-autobiografischen Offbeat-Komödie über die Stationen einer langjährigen Frauenfreundschaft und das typische Hoch und Tief romantischer Beziehungen. Dabei gelingt es ihr, selbst eher trübsinnigen Situationen eine amüsante Seite abzugewinnen, ohne dabei in ätzenden Sarkasmus abzudriften. Unterstützt wird der leichtherzige Gesamteindruck von der fabelhaft agierenden Darstellerriege.
Die Endzwanziger Amelia (Catherine Keener) und Laura (Anne Heche, zuletzt Demi Moores beste Freundin in "Nicht schuldig") sind seit Kindheitstagen dicke Freundinnen. Ihre vertraute Harmonie wird empfindlich aus dem Gleichgewicht gebracht, als die angehende Psychotherapeutin Laura ihre Heiratspläne mit Frank (Todd Field, demnächst in Jan De Bonts Blockbuster-Anwärter "Twister") verkündet. Amelia, die nach der Trennung von ihrem bindungsscheuen Ex-Freund Andrew (Liev Schreiber) eine kumpelhafte Freundschaft mit diesem unterhält, fühlt sich von der Freundin an den Rand gedrängt. Als sie von ihrem Horrorfilm-fanatischen Videothekar nach einem Eine-Nacht-Abenteuer den Laufpaß bekommt, versackt Amelias Selbstwertgefühl völlig im Keller.
Das Beziehungstiefdruckgebiet weitet sich aus, als die zunehmend gereizte Laura angesichts der bevorstehenden Heirat kalte Füße bekommt und ihre Freundin als Blitzableiter benutzt. Kann ihre Freundschaft diese Belastungsprobe überstehen und ihr jeweiliges Liebesleben neuen Auftrieb bekommen?
Das komplexe Beziehungsgeflecht wird mit Situationen gewoben, mit denen sich die meisten in der ein oder anderen Form identifizieren können. So kann man gut nachvollziehen, wie beispielsweise einst liebenswerte Gewohnheiten des Partners unter kritischem Auge ihren Reiz verlieren oder die Trübsal beim Ableben eines geliebten Haustiers einen übermannt.
Die kurzen, dennoch zumeist prägnanten Szenen wurden von Mike Spiller ins rechte Licht gerückt, der für die Kameraführung sämtlicher Hal-Hartley-Filme verantwortlich zeichnet. Zusätzlichen Anreiz für den stilistisch souveränen Freundschafts-Flick liefert eine Vielzahl treffender Zeitgeist-Pointen sowie die akurate Skizzierung des New Yorker Stadtalltags und der dezente Soundtrack des englischen Musikers und Politaktivisten Billy Bragg. ara.
| Darsteller: | Catherine Keener | als Amelia | |
|---|---|---|---|
| Anne Heche | als Laura | ||
| Todd Field | als Frank | ||
| Liev Schreiber | als Andrew | ||
| Kevin Corrigan | als Bill | ||
| Randall Batinkoff | |||
| Joseph Siravo | |||
| Vincent Pastore | |||
| Lynn Cohen | |||
| Regie: | Nicole Holofcener | ||
| Drehbuch: | Nicole Holofcener | ||
| Produzent: | Ted Hope | ||
| James Schamus | |||
| Ausf. Produzent: | Dorothy Berwin | ||
| Scott Meek | |||
| Kamera: | Michael Spiller | ||
| Schnitt: | Alisa Lepselter | ||
| Musik: | Billy Bragg | ||
Ihre "ménage à trois" mit John Malkovich und Cameron Diaz in "Being John Malkovich" (1999) gehört zu den unvergesslich skurrilen Szenen...
Als Soap-Star gestartet, machte sich Anne Heche Mitte der 90er-Jahre mit Filmen wie "Donnie Brasco", "Volcano" und "Wag the Dog" einen Namen als...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.