Drama um eine Immobilienmaklerin, deren älteste, zur Adoption freigegebene Tochter unerwartet in ihr Leben tritt. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto51/08510532/b150x150.jpg Vier Töchter

Filmdetails

Vier Töchter

Drama um eine Immobilienmaklerin, deren älteste, zur Adoption freigegebene Tochter unerwartet in ihr Leben tritt.


Vier Töchter
Start: 24.02.2011

Drama

Deutschland 2006
Laufzeit: 82 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Dagmar Manzel
Tanja Schleiff
Stefanie Stappenbeck

Regie: Rainer Kaufmann
Verleih: Alpha Medienkontor

Videoplayer wird geladen ...

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau


Kritik

Vier Töchter

Wenn man sich seine Mutter aussuchen könnte: Ottilia hätte schlechte Karten. Für ihre Mitmenschen findet sie in der Regel nur dann freundliche Worte, wenn es sich um Kunden handelt. Einer ihrer Töchter rät sie kühl zur Abtreibung, die andere stellt gegen Ende der Geschichte fest, Ottilia habe sie gerade zum ersten Mal überhaupt gefragt, wie es ihr gehe. Dagmar Manzel verkörpert diese Frau, die gerade von ihrem Mann verlassen wird und ihre Gefühle in einen weit entfernten Winkel ihres Herzen verbannt hat, so überzeugend kaltherzig, dass sie allein es lohnt, sich diesen Film anzuschauen; aber auch nur sie allein. Und leider spielt sie nicht die Hauptfigur.

Rainer Kaufmann ("Stadtgespräch", "Die Apothekerin", "Ein fliehendes Pferd") hat in seiner Karriere schon einige unglaublich gute Filme gemacht. Zuletzt führte er Bruno Ganz als krebskranken Schriftsteller ("Ein starker Abgang") zu einer Meisterleistung. Selbst seine weniger gelungenen Werke waren immer noch eindrucksvoll. "Vier Töchter" aber ist ein Film, dessen sympathischstes Merkmal die Kürze ist: Nach 75 Minuten ist er überstanden. Dass einem die Zeit trotzdem lang wird, liegt an Hillevi, einer jungen Frau, die selbst geduldigste Zeitgenossen mit ihrer verhuschten Passivität in den Wahnsinn treiben würde. Wenn genau dies Tanja Schleifs Aufgabe war, hat sie sie vorbildlich gelöst; Mitgefühl aber weckt ihr Spiel nicht.

Konsequenterweise wird Hillevi von Ottilia ziemlich barsch abgefertigt, zumal sie es einfach nicht schafft, mit der Wahrheit rauszurücken: Sie ist ihre älteste Tochter, gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Noch eine ganze Weile schleicht Hilevi wie ein Geist durch Ottilias Leben, verschafft sich sogar Zutritt zu ihrer Wohnung und nistet sich dort ein, während ihre Mutter in Urlaub ist. Die anderen, ungleich interessanteren Töchter (Stefanie Stappenbeck, Lisa Maria Potthoff, Amelie Kiefer) kommen viel zu kurz. An Hillevi aber klebt die Kamera förmlich. Klaus Eichhammer (Bildgestaltung) muss ihr ausdrucksloses Gesicht immer wieder in fast schon aufdringlich naher Großaufnahme zeigen. Dass Hillevi zudem ständig Löcher in die Luft starrt, hilft dem Tempo naturgemäß auch nicht auf die Sprünge.

Und so bleibt als letzte Rettung des Films tatsächlich allein Ottilia, die überzeugt ist, sie habe ihr Leben im Griff, aber keine Ahnung hat, wie es ihren Töchtern wirklich geht. Immerhin gönnt ihr die Geschichte (Drehbuch: Gabi Bauert, nach einem Roman von Inger Alvfen) einen versöhnlichen Schluss. Was aus Hillevi wird, bleibt offen, und es ist einem auch völlig egal. tpg.

Vier Töchter

Darsteller:  Dagmar Manzel   als Ottilia Kronland
  Tanja Schleiff   als Hillevi/Greta
  Stefanie Stappenbeck   als Katharina
  Lisa Maria Potthoff   als Lisa Kronland
  Amelie Kiefer   als Paula Kronland
  Barbara Nüsse   als Olga
  Matthias Matschke   als Robert
  Tanja Ilg   als Friseusin
  Krista Posch  
  Stephan Bissmeier  
  Annette Paulmann  
  Jewgenij Sitochin  
  Robert Dölle  
 
Regie:  Rainer Kaufmann  
Drehbuch:  Gabi Blauert  
Produzent:  Uli Putz  
  Jakob Claussen  
  Thomas Wöbke  
Buchvorlage:  Inger Alvfén  
Kamera:  Klaus Eichhammer  
Schnitt:  Ueli Christen  
Musik:  Annette Focks  
Produktionsdesign:  Knut Loewe  
Kostüme:  Lucie Bates  
Maske:  Katharina Erfmann  
  Tatjana Krauskopf  
Ton:  Marcus Vetter  
Casting:  An Dorthe Braker  

Star

Dagmar Manzel

Die Schauspielerin Dagmar Manzel feierte zunächst große Erfolge auf der Theaterbühne, bevor sie regelmäßig auch in Kino- und...

Star

Stefanie Stappenbeck

Bereits im Teenageralter war Stefanie Stappenbeck im DDR-Fernsehen zu sehen. Danach war die Jungschauspielerin vorwiegend auf...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.