Originaltitel: There's Something About Mary
USA 1998
Cameron Diaz
Matt Dillon
Ben Stiller
Regie: Bobby Farrelly, ...
Verleih: Fox
Traumatisiert von einem mißlichen Unfall vor seiner Prom Night mit der bildhübschen Mary heuert der Nerd Ted den Detektiv Healy an, um herauszufinden, was aus seinem einstigen Sweetheart geworden ist. Weil der sich aber seinerseits sofort in Mary verliebt, schwärzt er sie bei Ted als übergewichtige Schreckschaube an und macht ihr danach den Hof. Aber Ted ist mißtrauisch...

Mit ihrer Ode an die Oberblödheit "Dumm und Dümmer" überschritten die Farrelly-Brüder Peter und Bobby erstmals fröhlich-unbeschwert die gängigen Grenzen des halbwegs guten Geschmacks. Doch mit ihrem neuen Satire-Schwank übertreffen sie sich selbst: Sie bieten die garantiert widerwärtig-tabulosesten Situationen, die bis dato in einer Mainstream-Komödie aufgetischt wurden. Was dem Film trotz fünf absolut denkenswerter Sequenzen fehlt, ist ein anarchistisch-ungehemmter Komiker vom Kaliber eines Jim Carrey, der mit seinen gummiartigen Slapstick-Gepflogenheiten auch Strecken von akutem Gag-Leerlauf zu überbrücken versteht.
Die drei Kernspieler in dieser romantischen Komödie der etwas anderen Art sind Cameron Diaz ("Lebe lieber ungewöhnlich") als Traumfrau Mary und Ben Stiller ("Flirting With Disaster") und Matt Dillon ("Wild Things") als ihre rivalisierenden Verehrer. Diaz und vor allem Stiller sind passive Spielbälle grotesker Sightgags, während Dillon mit seinem gestelzten Gehabe als schleimiger Detektiv und pathologischer Lügner Pat Healy amüsiert. Er wird von Stillers Figur Ted angeheuert, seinen großen Schwarm Mary ausfindig zu machen. Ted hat sie vor 13 Jahren aus den Augen verloren hat, nachdem er sich 1985 kurz vor dem Schulball beim Wasserlassen in Marys Elternhaus seine Genitalien im Reißverschluß einklemmt hatte. Das gänzlich Unerwartete an dieser Szene ist, daß die Farrellys sie nicht nur bis zur Gänze ausreizen, sondern dem Zuschauer obendrein auch noch ein Frontalanblick des schmerzlichen Mißgeschicks geboten wird. Das soll nur der Auftakt zu einer Au-weia-Parade sein, die Farrellys warten noch mit etlichen weiteren spektakulär-abartigen Albernheiten auf. Dazu gehören ein bissiger Hund alternativ auf Sedativen und Speed, seine elektrisierende Wiederbelebung, wie Ted nicht nur an Marys, sondern auch an einer buchstäblichen Angel zapppelt, besonders steifes Haargel und die übliche Dreingabe von tabulosen Witzen über Behinderte, Serienmörder, Polizisten, Homosexuelle und lüsterne alte Schachteln. Dazwischen werden Leeräume gefüllt, Mary als ultimative Superfrau zu skizzieren: Sie ist nicht nur sexy, reich und kümmert sich um ihren behinderten Bruder, sondern liebt auch noch die Sportschau. Ted ist ein typischer Nerd, der masochistisch von einem Malheur ins nächste stolpert und ansonsten damit beschäftigt ist, Mary anzuhimmeln. Weitere ihrer verrückten Verehrer umfassen einen als Architekten und Krüppel posierenden Pizzaboy, einen Fanatiker aus ihrer Highschoolzeit und einen grundsoliden Verlobten. Ob sich der Erfolg von "Dumm und Dümmer" wiederholt oder im bescheideneren Rahmen der Farrelly-Komödie "Kingpin" bewegt, ist offen. Sicher ist, daß das Publikum in Tönen über "There's Something About Mary" sprechen wird, wie man sie nach einem Filmspaß noch nie gehört hat. ara.
| Darsteller: | Cameron Diaz | als Mary Jenson | |
|---|---|---|---|
| Matt Dillon | als Pat Healy | ||
| Ben Stiller | als Ted Stroehmann | ||
| Lee Evans | als Tucker | ||
| Chris Elliott | als Dom | ||
| Lin Shaye | als Magda | ||
| Jeffrey Tambor | als Sully | ||
| Markie Post | als Marys Mutter | ||
| Keith David | als Marys Stiefvater | ||
| W. Earl Brown | als Warren | ||
| Jonathan Richman | als Jonathan | ||
| Brett Favre | als Brett Favre | ||
| Regie: | Bobby Farrelly | ||
| Peter Farrelly | |||
| Drehbuch: | Ed Decter | ||
| John J. Strauss | |||
| Peter Farrelly | |||
| Bobby Farrelly | |||
| Produzent: | Frank Beddor | ||
| Michael Steinberg | |||
| Charles B. Wessler | |||
| Bradley Thomas | |||
| Koproduzent: | Marc S. Fischer | ||
| James B. Rogers | |||
| Ausf. Produzent: | Peter Farrelly | ||
| Bobby Farrelly | |||
| Buchvorlage: | Ed Decter | ||
| John J. Strauss | |||
| Schnitt: | Christopher Greenbury | ||
| Musik: | Jonathan Richman | ||
| Produktionsdesign: | Arlan Jay Vetter | ||
| Kostüme: | Mary Zophres | ||
| Ton: | Earl Stein | ||
Siamesische Zwillinge, Fettsäcke, Dummköpfe: Peter Farrelly macht vor keinem Tabu halt, politische Korrektheit Fehlanzeige. Nun wagt er sich gar an die Kombination aus körperlicher Missbildung und derbem Genitalwitz.
Seit "Dumm und Dümmer" steht der Name Peter Farrelly für die absolut respektlose Sorte Humor. Ein Ruf, den er mit Werken wie "Verrückt nach Mary", "Unzertrennlich" und zuletzt "Nach 7 Tagen ausgeflittert" zementiert hat.
Doch was der Klamaukmeister nun gedreht hat, ist selbst für Farrelly-Verhältnisse ein starkes Stück: In seiner neuen Episodenkomödie zeigt er Superstar Hugh Jackman als Mann, dessen Hoden nicht anatomisch korrekt im Schritt baumeln, sondern direkt unter dem Kinn.
Kate Winslet hat dabei das zweifelhafte Vergnügen, mit Hugh Jackman ein Rendezvous zu erleben. Das Seltsame dabei: Außer ihr scheint niemand die unglaubliche Missbildung ihres Gegenübers zu bemerken!
Das Ganze ist einer von mehreren Kurzfilmen, die Peter Farrelly zu einer noch unbetitelten Episodenkomödie verknüpft. Zumindest die Geschichte mit Hugh Jackman und Kate Winslet hat aber schon einen Namen: "The Catch", was soviel bedeutet wie "Der Haken an der Sache".
In weiteren Episoden werden neben Jackman und Winslet unter anderem Gerard Butler, Naomi Watts und Sam Rockwell zu sehen sein. Auch Gastregisseure sind am Werk, so zum Beispiel "Rush Hour"-Macher Brett Ratner und "Spider-Man"-Schönheit Elizabeth Banks mit ihrem Regie-Debut.
"Zombieland"-Darstellerin Emma Stone, die ebenfalls in einem der Kurzfilme mitspielt, zeigt sich von "The Catch" begeistert: "Die Episode mit Hugh Jackman und Kate Winslet ist die einzige außer meiner eigenen, die ich bisher gesehen habe. Ihr werdet nicht glauben, was ihr da zu sehen bekommt, es ist so verdammt lustig! Das ist wirklich unglaublich krasser Humor!"
Nun mag man über diese Art Witz geteilter Meinung sein. Aber es ist das erste Mal, dass anerkannte Schauspieler vom Range Hugh Jackman und Kate Winslet mit Peter Farrelly arbeiten. Also muss schon irgendwas dran sein an dem schrägen Genitalspaß ...
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