Originaltitel: Sous le sable
Frankreich 2000
Charlotte Rampling
Bruno Cremer
Jacques Nolot
Regie: François Ozon
Verleih: Alamode
25 kinderlose Ehejahre hindurch waren die Englisch-Professorin Marie (Charlotte Rampling) und ihr Mann Jean (Bruno Cremer) ein unzertrennliches Paar. Nun, mitten im routinemäßigen Sommerurlaub am Meer, verschwindet Jean bei einem Badeausflug spurlos. Marie, die keine Ahnung hat, ob Jean davongelaufen oder aber einem Unfall oder Verbrechen zum Opfer fiel, beschließt, den Schein zu wahren und tut so, als sei Jean nach wie vor anwesend. Erst die Bekanntschaft mit einem anderen Mann zwingt sie dazu, sich der Wahrheit zu stellen.
Francois Ozon ("Sitcom"), einer der Hoffnungsträger des jungen französischen Films, serviert mit diesem feinfühligen Liebesdrama seine bis dato wohl reifeste Kinoarbeit. Eurodiva Charlotte Rampling nutzt die gute Gelegenheit zu einer weiteren Darstellung der Extraklasse.
Feinfühliges Drama über eine hochintelligente Frau, die den Verlust ihres geliebten Ehemannes nicht wahrhaben will.
Wie in jedem Jahr verbringen Marie (Charlotte Rampling) und Jean (Bruno Cremer), ein Paar in den Fünfzigern, ihren Urlaub an der Atlantikküste. Während Marie kurz am Strand einschläft, geht ihr Mann schwimmen und verschwindet spurlos. Der Strand wird abgesucht, das Wasser - ohne Resultat. Es gibt keine Leiche und somit einen Hauch von Zuversicht.
Nach dem ersten Schock verweigert sich die Frau jeglicher Trauer, klammert sich an die Vorstellung, dass er noch lebt, schützt sich durch Verdrängung gegen die grausame Wirklichkeit. So ist Jean wie ein Geist in der Wohnung präsent, sie erzählt ihm ihren Tagesablauf, von Freunden oder vom Job, kauft ihm sogar eine Krawatte. Sie versprüht Energie, zeigt keine Anzeichen von Niedergeschlagenheit und schwebt durch eine Scheinwelt. Ihre Freunde wollen ihr nicht wehtun, spielen das Spiel mit...
François Ozon ist immer für eine Überraschung gut. Nach der bitterbösen Familiensatire "Sitcom", dem brutal-rauen Psycho-Thriller "Les amants criminels" und der verstörenden Fassbinder-Adaption "Tropfen auf heiße Steine" präsentiert er mit "Unter dem Sand" sein wohl reifstes Werk.
Getragen von einer fulminanten Darstellung von Charlotte Rampling, folgt der präzise, und angenehm zurückhaltende Film dem Niedergang einer hochintelligenten Frau, die mit dem Verlust ihres geliebten Mannes nicht fertig wird. Eine einfühlsame Studie über Trauer, Verlust und die Unvergänglichkeit der Liebe.
| Darsteller: | Charlotte Rampling | als Marie Drillon | |
|---|---|---|---|
| Bruno Cremer | als Jean Drillon | ||
| Jacques Nolot | als Vincent | ||
| Alexandra Stewart | als Amanda | ||
| Pierre Vernier | als Gérard | ||
| Andrée Tainsy | als Suzanne | ||
| Regie: | François Ozon | ||
| Drehbuch: | François Ozon | ||
| Emmanuèle Bernheim | |||
| Marina de Van | |||
| Marcia Romano | |||
| Produzent: | Olivier Delbosc | ||
| Marc Missonnier | |||
| Kamera: | Jeanne Lapoirie | ||
| Antoine Héberlé | |||
| Schnitt: | Laurence Bawedin | ||
| Musik: | Philippe Rombi | ||
| Produktionsdesign: | Sandrine Canaux | ||
| Kostüme: | Pascaline Chavanne | ||
| Ton: | Jean-Luc Audy | ||
| Benoît Hillebrant | |||
| Jean-Pierre Laforce | |||
| Casting: | Antoinette Boulat | ||
Auf den ersten Blick unnahbar und kühl wirkend, hat Charlotte Rampling eines der interessantesten Gesichter im Film. Stets...
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