Kate Beckinsale
Stephen Rea
Michael Ealy
Regie: Måns Mårlind, ...
Verleih: Sony Pictures
Als die Vampirkriegerin Selene nach jahrelanger Gefangenschaft wieder auf freiem Fuß ist, ist nichts mehr so, wie es vorher war: Nicht nur die Lykaner und Vampire führen ihren unerbittlichen Kampf gegeneinander, sondern nun auch die Menschen, die inzwischen von deren Existenz wissen und beide Spezien für immer ausrotten wollen. Zudem erfährt Selene, dass sie eine 14-jährige Tochter hat, halb Vampir, halb Lykanerin. Gemeinsam führen sie nun ihren Krieg gegen ihre Widersacher und den Lykaner-Anführer BioCom.

Im vierten Aufzug der Gothic-Action-Saga kehrt Kate Beckinsale zu ihrer Rolle als knallharte Heroine im Krieg der Kreaturen zurück.
Mehr denn je fühlt sich die erstmals in 3D wirbelnde Franchise wie ein reinrassiges Videogame an - von der stilisiert-monochromen Düsteroptik, dem artifiziellen Design, andauernden Duellen mit immer größeren CGI-animierten Gegnern bis hin zu dem (über)dynamischen Actiondauerfeuerwerk, das nur die allernötigsten Verschnaufpausen einlegt. Neben Milla Jovovich in der fünfteiligen "Resident Evil"-Reihe kann Kate Beckinsale längst als zuverlässige Kick-Ass-Heldin bestehen, auch wenn sie die dritte Folge der Horroraction aussetzte.
Statt Len Wiseman, der mit ihr gerade das "Total Recall"-Remake realisiert und als Produzent fungiert, nimmt das genreerfahrene schwedische Duo Måns Mårlind und Bjorn Stein ("Shelter") auf dem Regiestuhl Platz. Dort demonstrieren sie nach bewährtem Muster ihre Neigung zu Effektreichtum. Mithin bleibt alles beim Alten, womit Fans bedenkenlos zugreifen und über marginale Unterschiede zu den Vorgängern diskutieren können.
Die Handlungszeit hat sich vom archaischen Prequel in die nahe Zukunft verschoben, in der Vampirin Selene aus ihrem tiefgefrorenen Zustand erwacht und sich in einer für sie erschreckenden Welt wiederfindet, in der ihre Spezies wie die Lykaner nach ethnischen Säuberungen längst bedrohte Arten sind. Vorwiegend von Menschen gejagt, trauert sie um ihren Geliebten Michael und kann noch keine Gefühle für ihre 14-jährige Tochter entwickeln, ein Hybrid-Wesen, das ihr ebenso als Mitstreiterin dient, wie der junge Vampir David und Detective Sebastian. Die Annäherung zwischen der Hochgeschwindigkeits-Killerin mit der spartanisch-harten Mimik und ihrer sanften, emotionalen Tochter findet wie alle dramatischen Konflikte routiniert statt, während sich im visuellen Overkill der allgegenwärtigen Action deutlich mehr Finesse zeigt. Der sinistre Konzern Antigen wandelt mit seiner Forschungs-Verschwörung auf den Spuren der Umbrella Corporation und seinen Werwolfmonstern bietet die kopfschussresistente Kriegerin gerne die Stirn. Das bürgt für ein splatterreiches Abschlachten und entwickelt eigenen Humor, etwa bei einer sehr direkten Herzmassage. Im Stile eines 3D-Shooters finden nachgerade titanische Endkämpfe statt, die allen Fanboys von Beckinsales hautengem Latexdress gewohnte Bedürfnisbefriedigung bescheren.
tk.
| Darsteller: | Kate Beckinsale | als Selene | |
|---|---|---|---|
| Stephen Rea | als Dr. Jacob Lane | ||
| Michael Ealy | als Detective Sebastian | ||
| Theo James | als David | ||
| India Eisley | als Eve | ||
| Charles Dance | als Thomas | ||
| Sandrine Holt | als Lida | ||
| Robert Lawrenson | |||
| Regie: | Måns Mårlind | ||
| Björn Stein | |||
| Drehbuch: | Len Wiseman | ||
| John Hlavin | |||
| J. Michael Straczynski | |||
| Allison Burnett | |||
| Produzent: | Len Wiseman | ||
| Tom Rosenberg | |||
| Gary Lucchesi | |||
| Richard S. Wright | |||
| Ausf. Produzent: | David Kern | ||
| James McQuaide | |||
| Skip Williamson | |||
| Eric Reid | |||
| David Coatsworth | |||
| Henry Winterstern | |||
| Kamera: | Scott Kevan | ||
| Schnitt: | Jeff McEvoy | ||
| Musik: | Paul Haslinger | ||
| Produktionsdesign: | Claude Pare | ||
| Kostüme: | Monique Prudhomme | ||
Wer sich Selene in den Weg stellt, sollte vorher besser sein Testament machen!
Kate Beckinsale spielt die tödliche Vampirlady Selene in "Underworld", um ihr Mädchen-Image loszuwerden... (Foto: Sony)
Die schneidige Vampirbraut aus der "Underworld"-Saga ist mit ihren doppelten Schießeisen und dem Untoten-Blut in den Adern eine echte Killermaschine. Dabei hat Darstellerin Kate Beckinsale jetzt zum Start des vierten Films "Awakening" verraten, dass die den Part als Selene eigentlich nur aus Karrieregründen angenommen hat:
"Ich hatte nach Castings ein paar Mal zu oft zu hören bekommen, dass die Macher Dinge gesagten hätten wie 'Wir können uns Kate Beckinsale nicht wirklich für diese Rolle vorstellen, denn hier geht es um einen Cop und sie ist so zierlich, so britisch und so zerbrechlich.' Da dachte ich mir 'Dagegen muss ich dringend etwas unternehmen! Ich muss mal etwas Kantigeres spielen!' Deshalb liebe ich die Rolle der Selene. Ich bin sehr stolz, dass nun ausgerechnet ich diese fast schon ikonenhafte, kraftvolle Frau spiele, die auch anderen Frauen etwas Kraftvolles vermittelt."
Bevor Kate Beckinsale 2003 im ersten "Underworld"-Film gegen die Lykaner antrat, war sie in der Tat eher als zartes Persönchen besetzt worden: angefangen mit ihrem Debüt in der Shakespeare-Verfilmung "Viel Lärm um nichts" über ihren großen Durchbruch in "Pearl Harbor" bis zur Weichspülromanze "Weil es dich gibt".
Der einzige Haken am Karriereplan der schönen Britin: Abgesehen von der "Underworld"-Saga bekam Kate Beckinsale auch nach dem ersten Auftritt als tödliche Vampirlady lediglich den sehr ähnlichen "Van Helsing" angeboten. Ansonsten blieb es bei eher stilleren Charakteren.
Vielleicht kehrt Beckinsale auch deshalb für den vierten Vampir-Film "Awakening" zurück, nachdem sie in Teil 3 "Aufstand der Lykaner" noch eine Auszeit genommen und Rhona Mitra das Feld überlassen hatte.
Anschließend steht mit dem Part im Arnie-Remake "Total Recall" an der Seite von Bad Boy Colin Farrell noch eine weitere "kantige" Rolle an. Die Fans stylisher Action mit Schauwerten dürften Kate Beckinsales weitere Karriere-Planung also mehr als gutheißen…
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