Historienfilm / Abenteuer http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz17/z0417508/b150x150.jpg Troja - Director's Cut

Filmdetails

Troja - Director's Cut


Troja - Director's Cut
Start: 19.04.2007

Originaltitel: Troy - Director's Cut

Historienfilm / Abenteuer

USA 2004-2007
Laufzeit: 198 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Brad Pitt
Eric Bana
Orlando Bloom

Regie: Wolfgang Petersen
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Irgendwann im zwölften Jahrhundert vor Christi Geburt: Der schwer verliebte trojanische Königssohn Paris (Orlando Bloom) verschleppt die spartanische Königsgemahlin Helena (Diane Kruger) in seine davon mäßig begeisterte Heimat. Unter der Leitung von Helenas Schwager Agamemnon wird eine sofortige und grenzübergreifende Generalmobilmachung Großgriechenlands eingeleitet. In den darauffolgenden zehn Jahren der Belagerung Trojas tun sich diverse Helden hervor, darunter auf trojanischer Seite Hector (Eric "Hulk" Bana) und auf der hellenischen Achill (Brad Pitt).

Da bebt die Ägäis: Wolfgang "Outbreak" Petersens Effekt geladene HighEnd-Sandale über die blutigste Liebesgeschichte aller Zeiten verschluckte mal eben ein Budget von 130 Millionen fetten Dollars - jetzt im beeindruckenden Director's Cut!


Kritik

Groß, größer, monumental: Starregisseur Wolfgang Petersen wandelt mit seinem fulminanten Action-Epos auf den Spuren von "Gladiator". Jetzt gibt's das epochale Werk im beeindruckenden Director's Cut.

Großansicht Die Stunde der Wahrheit in Troja: Was steckt bloß drin in diesem schmucken Holz-Pferd? (Foto: Warner)

Die Stunde der Wahrheit in Troja: Was steckt bloß drin in diesem schmucken Holz-Pferd? (Foto: Warner)

Filme wie "Ben Hur" und "Spartacus" sind Klassiker, und doch galten sie lange Zeit nur noch als Relikte einer Ära. Monumentalfilme, so schien es, waren nach den 60er Jahren ausgestorben wie die Dinosaurier.

Dann kam das Jahr 2000 und der "Gladiator". Ridley Scott hauchte dem totgesagten "Sandalenfilm" nicht nur neues Leben ein, sondern setzte auch neue Maßstäbe.

Mit einer historisch akkuraten Mischung aus Glanz und Brutalität, mit beeindruckenden Special Effects und nie gesehenen Kampfszenen.

Jetzt lässt Erfolgs-Regisseur Wolfgang Petersen ("Das Boot", "Der Sturm") der Action-Geschichtsstunde aus dem alten Rom eine mindestens ebenbürtige griechische Tragödie folgen.

Großansicht Hektor und Patroklos lassen in einer der vielen beeindruckenden Schlachtenszenen die Waffen sprechen (Foto: Warner)

Hektor und Patroklos lassen in einer der vielen beeindruckenden Schlachtenszenen die Waffen sprechen (Foto: Warner)

Antike All-Stars

Mit einer von "Achilles" Brad Pitt angeführten All-Star-Besetzung und einem 150-Millionen-Budget hat er Homers mythologischen Klassiker in eine neue Sphäre gehoben.

Natürlich deckt das Kino-Abenteuer nicht die gesamte epische Breite der Ilias ab, doch der Kern des Stoffes blieb erhalten: Das Jahr 1193 vor Christus. Der trojanische Prinz Paris (Orlando Bloom) entführte die schöne Griechin Helena (Diane Kruger), Ehefrau des spartanischen Königs Menelaos.

Großansicht Prinz Paris liebt Helena (Foto: Warner)

Prinz Paris liebt Helena (Foto: Warner)

Ein Pferd! Ein Pferd!

Der Frauenraub hatte politische Konsequenzen und mündete in einen langen, blutigen Krieg sowie die Belagerung von Troja. Die Attacke wurde angeführt von Agamemnon (Brian Cox), dem Bruder des Königs von Sparta, und Achilles (Brad Pitt), der zu seiner Zeit als unbesiegbarer Krieger galt.

Obendrein hatte Achilles noch eine persönliche Fehde mit dem trojanischen Musterkrieger Hektor (Eric Bana). Sie trieb die beiden unaufhaltsam in einen Kampf Mann gegen Mann. Die Umzingelung der Stadt zog sich endlose zehn Jahre hin, weil ihre Befestigungen seinerzeit uneinnehmbar waren.

Wie also zum Siegen in die Stadt gelangen? Agamemnon und Achilles besannen sich auf eine List, die auch dreitausend Jahre später noch als Metapher gilt für geniale Heimtücke: das "Trojanische Pferd".

Großansicht Brad "Achilles" Pitt in Bestform (Foto: Warner)

Brad "Achilles" Pitt in Bestform (Foto: Warner)

Einfach bombastisch

Selbst für Brad Pitt war "Troja" mit seinen aufwändigen Kampfszenen eine Herausforderung. Sein Achilles, die perfekte Mischung aus Kampfmaschine und Ladykiller, festigt seinen Superstar-Status. Sein exzellentes Spiel und Petersens Drang nach Authentizität sind Garanten für großes Kino.

Für die Außendrehs auf Malta ließ der Perfektionist Trojas Silhouette so originalgetreu wie möglich nachbauen. So ist "Troja" eine perfekte Synthese aus griechischer Tragödie und modernem Action-Abenteuer, von Wolfgang Petersen mit bombastischen Bildern von der riesigen griechischen Flotte, von Achilles' Kämpfen und der legendären Schlacht um Troja bestückt. Gut festhalten!

Troja - Director's Cut

Darsteller:  Brad Pitt   als Achilles
  Eric Bana   als Hektor
  Orlando Bloom   als Paris
  Diane Kruger   als Helena
  Brian Cox   als Agamemnon
  Sean Bean   als Odysseus
  Brendan Gleeson   als Menelaos
  Peter O'Toole   als Priamos
  Rose Byrne   als Briseis
  Saffron Burrows   als Andromache
  Julie Christie   als Thetis
  Garrett Hedlund   als Patrocles
 
Regie:  Wolfgang Petersen  
Drehbuch:  David Benioff  
Produzent:  Wolfgang Petersen  
  Diane Rathbun  
  Colin Wilson  
Buchvorlage:  Homer  
Kamera:  Roger Pratt  
Schnitt:  Peter Honess  
Musik:  James Horner  
Produktionsdesign:  Nigel Phelps  
Kostüme:  Bob Ringwood  
Ton:  Tony Dawe  
Casting:  Lucinda Syson  

"Mindestens 1000 neue Schnitte"

Das Monumentalwerk "Troja" erscheint im Director's Cut in digitaler Bearbeitung um eine halbe Stunde verlängert auf DVD. Der Film ist härter und plausibler geworden.

Großansicht Wolfgang Petersen mit der Lizenz zum Final Cut (Foto: Kurt Krieger)

Wolfgang Petersen mit der Lizenz zum Final Cut (Foto: Kurt Krieger)

» Hatten Sie den Director's Cut von Anfang an im Hinterkopf, schon während der Dreharbeiten?

WOLFGANG PETERSEN: Die Idee zum Director's Cut entstand während des Schnitts. Die letzten sechs Monate Arbeit an einem Film sind sehr nervenaufreibend. Wenn man anfängt zu schneiden, ist man voller Enthusiasmus, und will alles zeigen, was man gedreht hat. Bei den ersten Screenings für die Leute vom Studio wird man schnell desillusioniert: "Troja" ist zu lang, die Gewalt und den Sex mit Brad Pitt kann man keinen Kindern zeigen, um eine Altersfreigabe ab 13 Jahren zu bekommen.

Ich sage das nicht als der arme Künstler, der vom Studio unterdrückt wird, denn ich kann entscheiden, wie immer ich will. Da liegt nicht das Problem, aber wenn man als Filmemacher einen 200-Mio.-$-Film gemacht hat, trägt man große Verantwortung und fragt sich, ob man das Risiko eingehen will, dass der Film an der Kinokasse floppt.

Man fragt sich, ob man in einigen Aspekten vielleicht zu extrem war, und wenn einem als Regisseur dann klar wird, was man alles schneiden muss, und dass der Film dabei verliert, entsteht Frustration. Das ist die Krise, durch die man geht. Speziell in diesen deprimierenden Stunden um vier Uhr morgens, wenn man aufwacht und das Gefühl hat, es ist alles schrecklich.

Großansicht Der Regisseur mit den "Troja"-Stars Diane Kruger und Brad Pitt (Foto: Kurt Krieger)

Der Regisseur mit den "Troja"-Stars Diane Kruger und Brad Pitt (Foto: Kurt Krieger)

» Haben Sie beim zweiten Blick auf das Material Dinge entdeckt, die Ihnen vorher entgangen waren?

Ja, es war ein sehr emotionaler Prozess, durch den mein Cutter und ich gegangen sind, weil wir die wirkliche Schönheit und den richtigen Rhythmus des Films erst jetzt entdeckten. Während wir an der ersten Fassung arbeiteten, ist uns das Erzähltempo aus dem Ruder gelaufen und nahm ein Eigenleben an. Der Stress vor dem Filmstart war gewaltig.

Jetzt, einige Zeit später, hat man Abstand und Ruhe. Peter Honess und ich haben uns zum Schneiden das Drehbuch noch mal dazugenommen. Plötzlich hat vieles so funktioniert, wie es geplant war. Wir hatten damals unter hohem Druck, wie auf Autopilot, gekürzt, um unter drei Stunden zu kommen. Die Schönheit und die Gründe, warum Szenen so und nicht anders konzipiert waren, haben wir teils gar nicht mehr beachtet. Jetzt habe ich das Gefühl: Das ist es, mehr kann ich nicht machen.

Star

Brad Pitt

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