Zweiter Teil des auf einer Spielzeugserie von Hasbro basierenden Franchise, in dem es Sam Witwicky und seine Autobot-Freunde mit dem Gefallenen, dem mächtigsten aller Decepticons, zu tun bekommen. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto23/09230044/b150x150.jpg Transformers - Die Rache

Filmdetails

Transformers - Die Rache

Zweiter Teil des auf einer Spielzeugserie von Hasbro basierenden Franchise, in dem es Sam Witwicky und seine Autobot-Freunde mit dem Gefallenen, dem mächtigsten aller Decepticons, zu tun bekommen.


Transformers - Die Rache
Start: 24.06.2009

Originaltitel: Transformers: Revenge of the Fallen

Action / Science Fiction

USA 2009
Laufzeit: 150 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Shia LaBeouf
Megan Fox
Josh Duhamel

Regie: Michael Bay
Verleih: Paramount

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Die Schlacht um die Erde ist vorbei - um das Universum hat sie gerade erst begonnen. Auf Cybertron übernimmt Starscream das Kommando über die Decepticons und plant eine Invasion auf der Erde. Während Sam Witwicky (Shia LaBeouf) und die Autobots noch an den Frieden glauben, hat Skorpinox die Überreste von Megatron aus den Händen des US-Militärs gestohlen und ihn wiederbelebt. Er und Starscreams waffenstarrende Truppen greifen augenblicklich an.

Family Entertainment trifft auf Actionbombast: Michael Bay, berühmt-berüchtigt für krachende Effektschlachten wie "Armageddon", tut, was man von ihm erwartet. In der Fortsetzung seiner Live-Action-Verfilmung der Kultroboter tritt eine ganze Generation neuer Transformers an.


Kritik

Spektakel in Reinkultur: Die Fortsetzung des Welterfolgs bietet alle Elemente, die Blockbuster-Kino auszeichnen, im XXL-Format: Gigantische Action, gigantische Story, gigantisch viel Fun.

Großansicht Ein Spaziergang am Strand macht auch der Maschine Spaß (Foto: Paramount)

Ein Spaziergang am Strand macht auch der Maschine Spaß (Foto: Paramount)

Vor vier Jahren hatte Regisseur Michael Bay noch ein Brett vor dem Kopf. Damals hielt er es für eine "dumme Idee", einen Film zu machen, der von Spielzeugrobotern inspiriert war. Doch ein noch prominenterer Kollege überzeugte ihn, dass sich daraus ein aberwitziges Science-Fiction-Abenteuer konstruieren ließ.

Produzent Steven Spielberg sollte Recht behalten, und Regisseur Bay ist längst selbst zu einem der größten Fans seiner "Transformers" geworden. Und gerade der Erfolg des ersten Teils scheint bei seinen Machern sowohl kreative wie finanzielle Grenzen gesprengt zu haben. Denn eines fällt sofort ins Auge: "Transformers - Die Rache" eröffnet seinen Protagonisten neue Dimensionen.

Großansicht Sam und Mikaela haben keine ruhige Sekunde (Foto: Paramount)

Sam und Mikaela haben keine ruhige Sekunde (Foto: Paramount)

Einmal um die ganze Welt

Die Handlung entfaltet sich auf der ganzen Welt, von Kalifornien über Paris und Shanghai bis hin zu einem atemberaubenden Showdown auf den Pyramiden, die real gefilmt und nicht etwa im Computer simuliert wurden. Erzählerisch begründet ist das durch eine Handlung, die die Monsterroboter mit der Weltgeschichte verknüpft - so als hätten die Transformers das Schicksal der Menschheit gesteuert.

Als Held Sam Witwicky, der sich gerade mehr schlecht als recht am College zurecht zu finden sucht, dieses Geheimnis entdeckt, wird er erneut in einen Konflikt zwischen den guten Transformern, den Autobots, und ihren weniger freundlichen Kontrahenten, den Septikons, hineingezogen. Die Spielfreude, mit der Regisseur Bay ein Inferno an Actionelementen entfesselt, ist in ihrer Exzessivität geradezu atemberaubend.

Großansicht Die Transformers lassen es krachen (Foto: Paramount)

Die Transformers lassen es krachen (Foto: Paramount)

Nicht nur eine Orgie

"Transformers - Die Rache" ist dabei düsterer und apokalyptischer angelegt als der erste Teil, konterkariert dies aber wiederum mit den humoristischen Elementen, die bereits den Vorgänger über eine reine Effektorgie hinaus gehoben hatten. Trotz aller pyrotechnischen Virtuosität schafft es Michael Bay dennoch, seine Charaktere zu akzentuieren, was auch deshalb gelingt, weil sich seine Hauptdarsteller Shia LaBeouf und Megan Fox seither schauspielerisch noch weiter entwickelt haben.

Verstärkt werden sie durch skurrile Nebenfiguren wie den von John Turturro dargestellten Ex-Agenten Reggie Simmons, der den Helden schon im ersten Teil einige Szenen gestohlen hatte. Und weil inzwischen auch die Tricktechnik spektakuläre Fortschritte machte, werden die Maschinenkreaturen an sich zu gleichwertigen Partnern der menschlichen Akteure.

Großansicht Mit diesem stählernen Gesellen möchte man nicht Bekanntschaft machen (Foto: Paramount)

Mit diesem stählernen Gesellen möchte man nicht Bekanntschaft machen (Foto: Paramount)

Mehr ist mehr

Skeptiker mögen diese Wundertüte an filmischen Elementen als Overkill empfinden, aber Michael Bay und sein Autorenteam stellen eine alte Weisheit auf den Kopf: Nicht weniger ist mehr, sondern mehr ist mehr. Das Publikum dürfte angesichts dieser hochkonzentrierten Dosis Kino genauso empfinden!

Transformers - Die Rache

Darsteller:  Shia LaBeouf   als Sam Witwicky
  Megan Fox   als Mikaela Banes
  Josh Duhamel   als Captain Lennox
  Tyrese Gibson   als USAF Tech Sergeant Epps
  John Turturro   als Agent Simmons
  Ramon Rodriguez   als Leo
  Kevin Dunn   als Ron Witwicky
  Rainn Wilson   als Professor
  Julie White   als Judy Witwicky
 
Regie:  Michael Bay  
Drehbuch:  Ehren Kruger  
  Alex Kurtzman  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  
  Ian Bryce  
  Tom DeSanto  
  Don Murphy  
Ausf. Produzent:  Steven Spielberg  
  Brian Goldner  
  Mark Vahradian  
Kamera:  Ben Seresin  
Schnitt:  Roger Barton  
Musik:  Steve Jablonsky  
Produktionsdesign:  Nigel Phelps  
Kostüme:  Deborah Lynn Scott  
Casting:  Denise Chamian  

Megan Fox: "Transformers"-Ende wegen Steven Spielberg, nicht Michael Bay

Sie war DER Hingucker der ersten beiden "Transformers"-Filme.

Großansicht Megan Fox wurde auf Wunsch von Steven Spielberg bei "Transformers 3" gefeuert (Foto: Paramount, Kurt Krieger)

Megan Fox wurde auf Wunsch von Steven Spielberg bei "Transformers 3" gefeuert (Foto: Paramount, Kurt Krieger)

"Transformers" ohne Megan Fox, das schien vielen Fans komplett unmöglich. Trotzdem wurde während der bereits laufenden Dreharbeiten zum dritten SciFi-Spektakel um die Verwandlungsroboter der Ausstieg der sexy Schauspielerin verkündet. Megan Fox behauptete damals, sie sei freiwillig gegangen, während Macher und Beobachter mutmaßten, Regisseur Michael Bay habe sie wegen andauernder Streitigkeiten gefeuert.

Nun stellt sich heraus, dass es vielmehr Produzent Steven Spielberg war, der Megan Fox vom Set entfernen ließ. Das erklärte Regisseur Michael Bay am Rande der Promotion-Tour für "Transformers 3": "Erinnern Sie sich an diese Hitler-Geschichte? Steven sagte danach zu mir 'Du feuerst sie jetzt sofort!'"

Megan Fox hatte Michael Bay wegen seiner berüchtigt kompromisslosen Art am Set tatsächlich mit Adolf Hitler verglichen. Das ging Steven Spielberg, der nicht zuletzt als Regisseur von "Schindlers Liste" einen sensiblen Umgang mit diesem Thema pflegt, eindeutig zu weit.

Spice Girl gegen Set-Diktator

Auslöser der Streits zwischen Michael Bay und Megan Fox war angeblich die Forderung des Regisseurs nach einer brauneren Haut für ihre Rolle als Mikaela in "Transformers 3". Er verordnete Fox daher Solarium-Sitzungen. Die Schauspielerin fand das wegen des Hautkrebs-Risikos zu gefährlich. Doch die wahren Gründe für den Streit liegen laut Hauptdarsteller Shia LaBeouf tiefer:

"Megan hatte sich zuletzt eine Art Spice Girl Power zugelegt, daher fühlte sie sich mit Michael Bay unwohl, der halt in seiner Art, Frauen zu filmen, sehr lasziv vorgeht. Michaels Filme sprechen die Sexualität eines 16-Jährigen an, das ist Sommerkino, das ist einfach sein Stil. Das hat Megan nie gefallen. Sie ist ein Mädchen, das aus dem Nichts in eine sehr sexuelle Rolle gedrängt und so der ganzen Welt vorgeführt wurde. Man sagte ihr, sie sei die sexieste Frau der USA. Das war schon schwer zu verarbeiten für Megan. Wenn Michael vor der Kamera gewisse Dinge von ihr forderte, war da keine Zeit für Süßholzrapseln. Es musste schnell gehen. Und wenn Michael etwas fehlt, dann ist es Taktgefühl. Megan mit einfühlsamer Stimme zu bitten, sie solle ihren Rücken um soundso viel Grad durchbiegen, das ist bei ihm nicht drin."

Dass Megan Fox sich zum Vergleich mit Hitler hinreißen ließ, erscheint Shia LaBeouf also als unüberlegte Eskalation eines lange schwelenden Konflikts. Am Ende überschritt Fox eine Grenze, die Produzent Steven Spielberg zum Handeln zwang.

Bei Megans Nachfolgerin Rosie Huntington-Whiteley ist laut Shia LaBeouf alles anders gewesen: "Rosie ist Wäschemodel für Victorias Secret, sie hat überhaupt kein Problem mit Michaels Arbeitsweise und das machte alles am Set von 'Transformers 3' deutlich einfacher."

Ob Rosie Huntington-Whiteley eine würdige Nachfolgerin von Megan Fox ist, gibt's ab 29. Juni zu erleben, wenn "Transformers 3" ins Kino kommt.

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