Originaltitel: Transformers: Dark of the Moon
USA 2011
Shia LaBeouf
Rosie Huntington-Whiteley
Patrick Dempsey
Regie: Michael Bay
Verleih: Paramount
Die Decepticons sinnen nach ihrer beschämenden Niederlage auf Rache. Die Gelegenheit zur Vergeltung ergibt sich, als Shockwave, einer ihrer mächtigsten Kämpfer im legendären Krieg auf dem Heimatplaneten der Roboter, Cybertron, zu neuem Leben erwacht und auf der Erde in die entscheidende Schlacht zieht. Doch auch die Autobots können mit Sentinel Prime ihren alten Anführer reaktivieren. Nur scheint diesem nicht besonders viel am Schicksal der Erde, die erneut als Schlachtfeld herhalten muss, zu liegen.

Michael Bay schickt die Autobots und Decepticons zum dritten Mal in die Schlacht und unterstreicht dabei erneut, dass er der derzeit unangefochtene Meister der Actioninszenierung ist.
Dieser Film dürfte Ihnen gefallen, wenn Sie "Transformers" und "Transformers - Die Rache" mochten. So dürfte die treffende Bewertung zu Michael Bays neuestem Machinenspektakel in einer bekannten deutschen Publikumszeitschrift ausfallen. Bay liefert genau das, was der Schriftzug "Transformers" verspricht: Eine Story, die sich aufs Rudimentärste beschränkt, Dialoge, die aus einem US-Army-Werbefilm stammen könnten, Charaktere, die von albern über dämlich bis charmant Alles abdecken, und vor allem und in erster Linie und immer wieder gigantische Actionsequenzen, die einem schier den Atem rauben. Bay ist wahrlich kein Feinmechaniker. Er will sein Publikum erschlagen und das mit dem größtmöglichen Hammer.
Dabei beweist er zu Beginn des dritten Kampfes zwischen Autobots und Decepticons durchaus Mut zu epischem Atem, wenn er Optimus Prime mit sonorer Stimme vom Krieg auf Cybertron, dem Heimatplaneten der Roboter, erzählen lässt und beiläufig den wahren Grund für die Apollo-Missionen der NASA offenlegt. Leider geht selbigem ziemlich schnell die Puste aus, um aber im letzten Drittel nochmal richtig Luft zu holen. So düster-apokalyptisch fiel bisher noch keines der drohenden Weltenden in dem Franchise aus. Warum die Protagonisten in der Zwischenzeit erneut zusammenfinden, die Bedrohung immer noch nicht beseitigt wurde und sich alle bereits bekannten und auch neuen Figuren letztlich für das große Finale in Chicago versammeln, ist hingegen reine Nebensache. Viel wichtiger ist das Wie. Und dabei fährt Bay große Kaliber auf.
Shia LaBeouf mimt abermals Sam Witwicky, den Menschenfreund der Autobots, der mittlerweile weniger mit seiner Rolle als unfreiwilliger Held, als mit rein irdischen Problemen wie den Erwartungen seiner Eltern und der Jobsuche zu kämpfen hat. Er sehnt sich regelrecht danach, endlich wieder mit seinen Autokumpels auf den Putz zu hauen. Ihm zur Seite steht zum ersten Mal Rosie Huntington-Whiteley als langbeiniger Sidekick Carly, die sich etwas schwer tut, die High Heels der unehrenhaft entlassenen Megan Fox auszufüllen.
Für den wahren Testosteronschub sorgen ohnehin die Effektegewitter aus dem Computer, die das Level für zukünftige Produktionen erneut in ungeahnte Höhen treiben. Erstmals greift Bay dabei auf 3D zurück, setzt die räumliche Tiefe aber erfreulich bedacht ein. Bay nutzt deren Möglichkeiten mehr zur Mitnahme des Publikums in die filmische Welt und weniger als reines Gimmick. Hier ist die Handschrift von James Cameron erkennbar, der es mit "Avatar" vorgemacht hat und beim Dreh beratend zur Seite stand. Gleichwohl musste der Regisseur seine Schnittmethode an die neue Technik anpassen und so könnte in einigen Fällen für Bay-Verhältnisse gar von Plansequenzen gesprochen werden. Doch Fans seines Stils seien beruhigt: "Transformers 3" ist ohne Wenn und Aber ein Bay-Film. Und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen.
mahe.
| Darsteller: | Shia LaBeouf | als Sam Witwicky | |
|---|---|---|---|
| Rosie Huntington-Whiteley | als Carly Spencer | ||
| Patrick Dempsey | als Dylan Gould | ||
| Josh Duhamel | als Oberstleutnant William Lennox | ||
| Tyrese Gibson | als Sergeant Robert Epps | ||
| John Turturro | als Seymour Simmons | ||
| Kevin Dunn | als Ron Witwicky | ||
| Julie White | als Judy Witwicky | ||
| Frances McDormand | als Charlotte Mearing | ||
| John Malkovich | als Bruze Brazos | ||
| Ken Jeong | als Jerry Wang | ||
| Regie: | Michael Bay | ||
| Drehbuch: | Ehren Kruger | ||
| Produzent: | Ian Bryce | ||
| Lorenzo di Bonaventura | |||
| Koproduzent: | Allegra Clegg | ||
| Ken Bates | |||
| Ausf. Produzent: | Michael Bay | ||
| Steven Spielberg | |||
| Brian Goldner | |||
| Mark Vahradian | |||
| Kamera: | Amir Mokri | ||
| Schnitt: | Roger Barton | ||
| William C. Goldenberg | |||
| Joel Negron | |||
| Musik: | Steve Jablonsky | ||
| Produktionsdesign: | Nigel Phelps | ||
| Kostüme: | Deborah Lynn Scott | ||
| Casting: | Denise Chamian | ||
Wenn Handys ihre Besitzer anfallen, kann nur ein "Transmorpher" im Spiel sein.
Michael Bays "Transformers" hatten sich für Megan Fox mit Teil drei austransformiert: Der Regisseur feuerte die schöne Schauspielerin, angeblich wegen zu viel Stargezicke. Jetzt allerdings bekommt Megan Fox eine neue Chance auf "Transformers" - wenn auch "nur" als Regisseurin und auch nicht bei den echten Hasbro-Spielzeugen: Megan Fox soll Regie bei "Transmorphers 3: Rise of Man" aus dem Hause The Asylum führen.
Seit Jahren hat sich die Filmeschmiede darauf spezialisiert, großen Blockbustern eigens produzierte Low-Budget-Varianten entgegen zu stellen, so genannte Mockbuster. So schufen die Macher schon Highlights wie "Titanic 2" oder "Krieg der Welten 3" Auch besagte "Transmorphers"-Filme stammen von Asylum und sollen nun mit einem dritten Part komplettiert werden.
Megan Fox scheint dem Studio dafür genau richtig: "Wir sind glücklich, Megan Fox für die dritte Fortsetzung im Rahmen der berühmten 'Transformers'-Reihe gewonnen zu haben", so ein Sprecher. "Ihre Branchenerfahrungen sind so perfekt, dass dieser 'Transmorphers' der Beste der ganzen Reihe wird".
Das Ganze habe dabei absolut nichts mit dem Streit zu tun, den Megan Fox mit Michael Bay und Produzent Steven Spielberg bei "Transformers" ausgetragen hatte, betont der Sprecher. Auch werde Fox im Film keine Rolle übernehmen, sondern nur Regie führen.
Um was es im dritten "Transmorphers" genau gehen wird, ist noch nicht bekannt. Der letzte "Transmorphers" drehte sich um eine Alien-Invasion, bei der die kleinen grünen Männchen irdische Errungenschaften in Besitz nehmen. Da fielen Handys ihre Besitzer an und auch andere Maschinen erhoben sich plötzlich zu "Kampfrobotern". Bei diesem Ideenreichtum darf man auf weitere schöne Einfälle gespannt sein.
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