Originaltitel: Giù la testa
Italien 1971
Rod Steiger
James Coburn
Maria Monti
Regie: Sergio Leone
Verleih: unbekannt
Mexiko, zur Zeit der Revolution: Juan Miranda, Anführer einer Banditenfamilie, trifft auf Sean Mallory, einen irischen Sprengstoffexperten der Armee, der sich auf der Flucht vor den Engländern befindet. Als Juan Seans ausgesprochen nützliche Fertigkeiten in Sachen Dynamit erkennt, überredet er ihn schließlich, sich seiner Truppe anzuschließen, die gerade im Begriff ist, die Bank von Mesa Verde auszurauben. Zusammen mit dem Revolutionsführer Dr. Villega planen sie die Attacke der Bank - die jedoch, wie sich herausstellt, anstelle von Geld nur politische Gefangene beherbergt und die Banditen unfreiwillig zu Helden der Revolution macht.

"Todesmelodie" gilt als der zwiespältigste Western von Sergio Leone und ist eine furiose Mischung aus tragischer Gaunerkomödie und melancholischem Revolutionsepos. "Giu la testa" - so der Originaltitel und der Satz, den James Coburn jedesmal Rod Steiger entgegenpfeffert, bevor er eine seiner Dynamitstangen in die Himmel jagt - heißt (in der Synchronisation zumeist falsch übersetzt) tatsächlich "Duck dich, du Trottel" und trifft ziemlich genau den Ton, den Leone hier anschlägt. Typisch für den Italowestern geht es auch hier um soziale Ungerechtigkeit, nicht ganz clevere Banditen und schlitzohrige Revolutionshelden, die selbstverständlich von Ennio Morricones kongenialer Musik durch den immer düster und tragischer werdenden Film geleitet werden.
| Darsteller: | Rod Steiger | als Juan Miranda | |
|---|---|---|---|
| James Coburn | als John H. Mallory | ||
| Maria Monti | als Adelita | ||
| Romolo Valli | als Dr. Villega | ||
| Antoine Domingo | |||
| Rik Battaglia | als Santerna | ||
| Franco Graziosi | |||
| Regie: | Sergio Leone | ||
| Drehbuch: | Sergio Leone | ||
| Sergio Donati | |||
| Luciano Vincenzoni | |||
| Produzent: | Fulvio Morsella | ||
| Kamera: | Giuseppe Ruzzolini | ||
| Musik: | Ennio Morricone | ||
Im Alter von 74 Jahren erlag der unverwüstlich erscheinende Hollywood-Haudegen James Coburn am Montag den Folgen eines Herzanfalls.
Der am 31. August 1928 geborene Coburn war einer der größten Westerndarsteller, der sich mit drei Filmen des Genres unsterblich machte: John Sturges' "Die glorreichen Sieben", der ihm 1960 den Druchbruch bescherte, Sam Peckinpahs "Pat Garrett jagt Billy the Kid" und Sergio Leones "Todesmelodie".
Weitere Paraderollen hatte er in "Gesprengte Ketten", "700 Meilen westwärts", "Sierra Charriba" und "Steiner - Das Eiserne Kreuz" sowie als amerikanische Antwort auf James Bond in den lakonischen Derek-Flint-Filmen.
Eine späte Ehre wurde dem Rauhbein Coburn 1998 zuteil, als er für seine Leistung in Paul Schraders "Der Gejagte" einen Oscar als bester Nebendarsteller in Empfang nehmen durfte. Aktuell ist James Coburn in "Snowdogs - Acht Helden auf vier Pfoten", einem seiner letzten Filme, im Kino zu sehen.
Seine bedrohlichen Bösewichte sind legendär, weil er aus Klischee-Rollen differenzierteste Charakterzüge herausarbeitete, Nuancen, die in Killern...
Einer der größten Western-Darsteller aller Zeiten, schrieb sich James Coburn mit drei Rollen in die Filmgeschichte ein: Er war der Messerwerfer...
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