Gelungene und sehr gut besetzte Mischung aus Krimi und Familiendrama. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto14/11140639/b150x150.jpg Tod am Engelstein

Filmdetails

Tod am Engelstein

Gelungene und sehr gut besetzte Mischung aus Krimi und Familiendrama.


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Inhalt

Die junge Literaturagentin Lara Brunn fährt anlässlich des Geburtstags ihrer Mutter in ihr Heimatdorf in den bayerischen Alpen. Doch Maren Brunn ist spurlos verschwunden. In der Nähe des Engelsteins findet ein Suchtrupp nicht nur ihre Leiche, sondern auch noch eine zweite; dieser Tote lag allerdings schon länger dort. Als Lara die Halbseligkeiten ihrer Mutter durchsieht, findet sie Antworten auf Fragen, die sie seit ihrer Kindheit verdrängt hat.


Kritik

Tod am Engelstein

Wenn Frauen ihre Heimat früh im Zorn verlassen haben und nun nach langer Zeit zurückkehren, sind zwei Entwicklungen unvermeidlich: erst begegnen sie ihrer Jugendliebe, dann werden alte Rechnungen beglichen.

Je nach Schwerpunkt stellt sich dann bloß noch die Frage, ob sich die Handlung als Krimi oder als Romanze entwickelt. Bei "Tod am Engelstein" nimmt der Titel das Genre vorweg, aber auch die ersten Thriller-Bildern legen nahe, dass dieser Film weder romantisch noch komisch sein wird; warum das allerdings auch gut so ist, wird erst am Ende deutlich.

Zunächst scheint Autor Daniel Douglas Wissmann eine typische Frauengeschichte zu erzählen: Die junge Literaturagentin Lara Brunn (Stefanie Stappenbeck) fährt anlässlich des Geburtstags ihrer Mutter in ihr Heimatdorf in den bayerischen Alpen. Der Vater hat die Familie verlassen, als sie noch ein kleines Kind war. Doch Maren Brunn ist spurlos verschwunden. Ihr Auto steht auf einem Parkplatz, von dem ein Wanderweg zum Gipfel des Engelstein führt. Dort findet ein Suchtrupp nicht nur ihre Leiche, sondern auch noch eine zweite; dieser Tote lag allerdings schon ein halbes Leben dort. Als Lara die Halbseligkeiten ihrer Mutter durchsieht, findet sie Antworten auf Fragen, die zu stellen sie seit ihrer Kindheit verdrängt hat. Und sie kommt zu der Überzeugung, dass ihre Mutter ermordet worden ist.

Vor allem die Kombination aus Krimi und Familiendrama ist Wissmann ungemein gut gelungen. Anfangs überlagert eine alte Rivalität zwischen Lara und ihrer älteren Schwester (Nina Kronjäger) alles andere, so dass man die raffiniert eingestreuten Details beinahe übersieht: das Wiedersehen mit Jugendschwarm Vincent (Max von Pufendorf) zum Beispiel; oder das mehr als reservierte Aufeinandertreffen mit seinem Vater Guido (verkörpert vom kürzlich bei einem Unfall verstorbenen Dietmar Mues in einer seiner letzten Rollen). Wer genau hinschaut, findet sogar vor Lara heraus, um wen es sich bei der toten männlichen Leiche handelt.

Dank der Inszenierung durch die krimiversierte Christiane Balthasar wechselt der Film sein Genrevorzeichen allerdings kaum merklich, auch wenn es immer wieder irritierende Momente gibt; etwa die Begegnungen mit dem etwas zurückgebliebenen Jungen, dessen Leitspruch "Ich mag es, wenn es Gott gefällt" in gewisser Weise zum Motto der Geschichte wird. Balthasar gibt dem Film zudem immer wieder ein reizvolles Gesicht; selbst simplen Autofahrten gewinnt sie ungewohnte Einstellungen ab. Hannes Hubachs Kamera ist ohnehin angenehm agil, ohne je in Hektik zu verfallen.

Treffend besetzt sind auch die Rollen. Stefanie Stappenbeck verkörpert die junge Heldin mit einer fröhlichen Frische, die dennoch einen mehr spür- als sichtbaren Trauerflor trägt. Michael Fitz und Roeland Wiesnekker spielen wichtige Nebenrollen. Auch den Berg, am Ende Schauplatz der dramatischen Aufklärung, spielt ein anderer, wenn auch aus rein praktischen Erwägungen: Das Finale wurde am Kitzbühler Horn gedreht. tpg.

Tod am Engelstein

Darsteller:  Stefanie Stappenbeck   als Lara Brunn
  Nina Kronjäger   als Sylvia Weidinger
  Max von Pufendorf   als Vincent Gründer
  Roeland Wiesnekker   als Micha Weidinger
  Dietmar Mues   als Guido Gründer
  Gundi Ellert   als Maria Gründer
  Michael Fitz   als Martin Teufel
  Ute Willing   als Franzi Teufel
  Dietmar Mössmer   als Bastian Müller
  Jonathan Dümcke   als Till Teufel
  Gottfried Breitfuß   als Toni Winter
  Johanna Bittenbinder   als Rechtsmedizinerin
  Siegfried Terpoorten   als Konstantin Wolff
  Elsa Hanewinkel   als Karin Wolff
  Cornelia Köndgen   als Maren Brunn
 
Regie:  Christiane Balthasar  
Drehbuch:  Daniel D. Wissmann  
Produzent:  Heike Wiehle-Timm  
Kamera:  Hannes Hubach  
Schnitt:  Andreas Althoff  
Musik:  Johannes Kobilke  
Produktionsdesign:  Su Proebster  
Kostüme:  Eva Kantor  
Ton:  Michael Mladenovic  
Casting:  Gitta Uhlig  

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