Überwältigender Actioner im Stile klassischer Schwertkämpferfilme, in dem zwei alternde Krieger zum letzten Kampf antreten. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf03/b0103994/b150x150.jpg Tiger & Dragon

Filmdetails

Tiger & Dragon

Überwältigender Actioner im Stile klassischer Schwertkämpferfilme, in dem zwei alternde Krieger zum letzten Kampf antreten.


Tiger & Dragon
Start: 11.01.2001

Originaltitel: Crouching Tiger, Hidden Dragon

Fantasy / Action

Hongkong/Taiwan/USA 2000
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Chow Yun-Fat
Michelle Yeoh
Zhang Ziyi

Regie: Ang Lee
Verleih: Arthaus

Bogey - Box Office Germany Award

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Action
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Inhalt

Um sich zur Ruhe setzen zu können, übergibt Schwertkämpfer Li Mu Bai sein Schwert seiner Weggefährtin Yu Shu Lien, die es im Haus eines hochrangigen Politikers verwahrt und hofft, Mu Bai endlich ihre Liebe gestehen zu können. Doch dann wird das Schwert von einer maskierten Gestalt gestohlen, die sich als Tochter eines hochrangigen Politikers entpuppt. Eine wilde Jagd beginnt, in deren Verlauf Mu Bai seiner Nemesis begegnet.


Kritik

Tiger & Dragon

Angehaltener Atem, ungläubiges Staunen, spontaner Applaus - das war die Reaktion selbst der hartgesottensten Kritiker auf Szenen von "Tiger & Dragon", der im Wettbewerb in Cannes außer Konkurrenz lief. Tatsächlich hat man solche Kampfsequenzen wie in diesem faszinierenden Actiondrama aus dem alten China, in Szene gesetzt von "Matrix"-Choreograph Yuen Wo-Ping, noch nicht gesehen. Regisseur Ang Lee, der nach "Sinn und Sinnlichkeit" und "Der Eissturm" hinreichend bewiesen hat, dass sich asiatische Sensibilität für kleine Gesten und verborgene Gefühle bestens mit amerikanischer Dramaturgie vereinbaren lassen, schlägt nun erstmals eine

deutlich leichtere Tonart an. Als Referenz an die Kung-fu-Filme seiner Jugend gedreht, überwindet sein "Tiger" spielend alle Sprachbarrieren und dürfte keine Schwierigkeiten haben, ein hippes westliches Publikum zu finden.

Von der Coolness chinesischer Kampfkunstfilme, entdeckt nicht zuletzt im Kielwasser von Quentin Tarantinos Kino der Trivialkultur Anfang der neunziger Jahre, wird auch Ang Lee profitieren, zumal seine beiden

Hauptdarsteller Chow Yun-fat ("Corruptor", "Anna und der König") und Michelle Yeoh ("James Bond - Der Morgen stirbt nie") längst eine breite Fanbasis im Abendland haben. Die Kunst des Verleihs wird es eher sein, den Film eben nicht als reines Actionspektakel zu verkaufen, sondern auch als große Kostümromanze mit zwei über Kreuz agierenden Liebespaaren, deren Schicksal sich nicht auf dem Kampfplatz entscheidet, sondern im Herzen: Da ist einmal der ältere Wutan-Krieger Mu Bai (Chow), der sein legendäres Schwert "Green Destiny" an den Nagel hängen will und es deshalb Shu Lien (Yeoh) anvertraut. Deren jahrelange, heimliche Liebe erwidert er zwar, doch beide halten den Wutan-Ehrenkodex zu hoch, als dass sie sich gestatten würden, ihren Gefühlen nachzugeben. Lien bewacht das Schwert im Haus eines hochrangigen Politikers, dessen eigensinnige Tochter Jen (Zhang Ziyi) sich schweren Herzen auf ihre bevorstehende Hochzeit vorbereitet und die Lien wegen ihres offensichtlich ungebundenen Samurai-Lebens beneidet. In der Nacht wird das Schwert von einer maskierten Unbekannten aus dem strengbewachten Haus gestohlen. Lien konfrontiert die Diebin - und es beginnt die erste von mehreren absolut spektakulären Actionsequenzen, in der die Kontrahenten

federleicht durch die Luft gleiten, Wände hinauflaufen und sich in ihren so atemberaubend schnellen wie anmutigen Kämpfen auch sonst um kein physikalisches Gesetz scheren. Im Folgenden entpuppt sich die Diebin als Jen,

die ihrerseits bei der Erzfeindin von Mu Bai die Kampfkünste gelernt hat. Alte Rechnungen müssen selbstverständlich beglichen werden, und doch geht es hier vor allem um Vergebung und um neue Chancen, die die Alten nicht mehr

nutzen können und die die Jungen noch nicht für sich erkennen. Die wilde Jen, die ihre Hochzeit platzen lässt, um zurück zu ihrer großen Liebe, dem Wüstenbanditen Dark Cloud, zu gehen, muss sich schließlich entscheiden: für den Weg der Meister oder für die Erfüllung ihrer Liebe.

Das Erstaunliche an "Tiger & Dragon" ist vor allem, wie treu Ang Lee seinem Vorbild der Schwertkämpferfilme geblieben ist, mit all ihrem

Melodram, ihren wunderlichen Wendungen und magischen Momenten - und wie problemlos sich das westliche Auge gleichzeitig diesen Bildern anpasst. Selbst wenn die Menschen im Gleitflug über Baumwipfel zischen oder übers Wasser laufen, wirken die unglaublichen Tricks und Stunts nie fremdartig oder "exotisch". Lee hat seinen Film zwar komponiert wie eine Oper, voll

übergroßer Gefühle und bombastischer Massenszenen (untermalt vom klagenden Cello des Virtuosen Yo-Yo Ma), behält dabei aber seinen realistischen Stil. Und ganz nebenbei hat er in einem bislang ausschließlich männlichen Genre einen Frauenfilm gedreht: Die drei Kriegerinnen im Zentrum des Dramas streiten sich nur vordergründig um des Schwert des alternden Samurai. In Wirklichkeit geht es um die Selbstbestimmung des eigenen Lebensweges. evo.

Tiger & Dragon

Darsteller:  Chow Yun-Fat   als Li Mu Bai
  Michelle Yeoh   als Yu Shu Lien
  Zhang Ziyi   als Jen
  Chang Chen   als Lo
  Lung Sihung   als Sir Te
  Cheng Pei-pei   als Jade Fox
  Li Fazeng   als Gouverneur Yu
  Gao Xian   als Bo
  Hai Yan   als Madam Yu
  Wang Deming   als Tsai
  Li Li-Li   als May
 
Regie:  Ang Lee  
Drehbuch:  James Schamus  
  Wang Hui Ling  
  Tsai Kuo Jung  
Produzent:  Bill Kong  
  Hsu Li Kong  
  Ang Lee  
Koproduzent:  Zhen Quan Gang  
  Dong Ping  
Ausf. Produzent:  James Schamus  
  David Linde  
Buchvorlage:  Wang Du Lu  
Kamera:  Peter Pau  
Schnitt:  Tim Squyres  
Musik:  Tan Dun  
Produktionsdesign:  Tim Yip  
Kostüme:  Tim Yip  
Ton:  Drew Kunin  

"Die Todeskralle" kehrt zurück

Kung-Fu erobert Hollywood!

Großansicht Wer wird in die Fußstapfen von Kampf-Legende Bruce Lee treten? (Foto: Warner)

Wer wird in die Fußstapfen von Kampf-Legende Bruce Lee treten? (Foto: Warner)

"Der Mann mit der Todeskralle" war der erste Martial-Arts-Film, der in Amerika produziert wurde. Jetzt soll der Kultfilm unter dem Titel "Awaken the Dragon" neu verfilmt werden. Bruce Lee spielte 1973 in dem Original die Hauptrolle und wurde so zum internationalen Star. Doch drei Wochen vor Kinostart starb die Kampf-Legende an einem Hirnödem, sein letzter Film "Game of Death" kam erst Jahre später ins Kino.

Im Mittelpunkt steht ein Kampfkünstler, der von der chinesischen Polizei gebeten wird, an einem Turnier des Millionärs Han teilzunehmen. Es wird vermutet, dass Han das Turnier nur als Deckmantel für seine illegalen Geschäfte nutzt. Lees Figur nimmt den Auftrag erst an, als er erfährt, dass Han an dem Tod seiner Schwester schuld ist. Beim Turnier bekommt er von amerikanischen Kampfsportlern Unterstützung.

Brutaler und amerikanischer

Wer in der Neuauflage in die Fußstapfen des Großmeisters Bruce Lees treten soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Martial-Arts-Star und Comedian Jackie Chan hatte in dem Klassiker immerhin eine kleine Rolle, ob es jetzt mit 53 Jahren noch für die Hauptrolle reicht, ist allerdings fraglich.

Regisseur Kurt Sutter ("The Shield") gibt sein Kinodebüt: "Wir werden die rohe Gewalt der Shaolin-Kämpfer zeigen. Der Film wird mehr Scorseses Boxfilm 'Wie ein wilder Stier' als 'Tiger & Dragon' ähneln."

Star

Chow Yun-Fat

* 18.05.1955

Star

Michelle Yeoh

Malaiische Schauspielerin. Von der Ballettschülerin und Miss Malaysia zum größten weiblichen Actionstar Hongkongs, vom Bondgirl zur...

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