Chris Hemsworth
Natalie Portman
Tom Hiddleston
Regie: Kenneth Branagh
Verleih: Paramount
Kurz vor seiner Inthronisation als neuer König des Himmelsreichs Asgard wird Thor ein Opfer seines Temperaments, lässt sich zu einem Vergeltungsschlag gegen die frostigen Riesen von Jotunheim provozieren, womit der Krieg zwischen den Erzfeinden erneut ausbricht. Von Vater Odin seiner Kräfte beraubt und auf die Erde verbannt, muss Thor Vernunft lernen, sich als Nachfolger seines Vaters würdig erweisen, der in Asgard von Kriegern anderer Welten bedroht wird, den gefährlichsten Gegner aber in der eigenen Familie hat.

Beim Odin! Das erste Kinoabenteuer von Marvels nordischem Göttersohn sät im Entertainmentverbund von Familiendrama, Action und Komik die Saat für weitere Erdbesuche.
Ein Jahr vor der Superhelden-Elefantenrunde "The Avengers", auf die nach "Iron Man" nun auch hier verwiesen wird, bekommt der 1962 ins Marvel-Universum eingeführte "Thor" seine Big-Budget-Premiere. Kenneth Branaghs Verpflichtung als Regisseur erzeugt dabei nur auf den ersten Blick eine kosmische Irritation, denn der Shakespeare-Veteran kennt sich aus mit Erbstreit und Intrigen im royalen Milieu, zeigte überdies bereits bei seinem im 70mm-Format gedrehten "Hamlet" seine Affinität zu großen Bildern. Branaghs Einführung von "Thor" ist dann auch ein angemessener, wenn auch im Tempo etwas übertakteter Donnerschlag.
In insgesamt 25 Minuten etabliert der Film die kriegerische Vorgeschichte zwischen Thors Heimat, dem golden strahlenden Himmelsreich Asgard, und den frostigen Riesen aus dem Eiskristallreich Jotunheim, den Erzfeinden Asgards, zeigt Thors Stellung als vor der Inthronisation stehender Nachfolger Odins (Anthony Hopkins im Hagen von Tronje-Look) und schließlich den freien Fall des Erstgeborenen durch einen perfiden Plan seines Bruders Loki. Wie von diesem manipulierenden Ur-Jago erwartet, reagiert Thor auf einen Blitzüberfall feindlicher Krieger mit ungebremster Wut und tobt sich auf der winterlich-düsteren Welt Jotunheims mit seinem mächtigen Superhammer aus. Diese Sequenz, ein atemloser Fight mit rotäugigen Frostgiganten und einem monströsen Biest, hat "Herr der Ringe"-Qualitäten und setzt einen frühen Höhepunkt in einem Film, der nach Thors Verbannung durch Odin auf die Erde zur Ruhe kommt und erst im letzten Drittel wieder richtig Fahrt aufnimmt. Bis auf wenige, mit gutem Timing genutzte Momente verzichtet Branagh weitgehend auf komische Konfrontationen Thors mit der irdischen Realität. In dieser hat Thor keine Superkräfte, muss sich des Hammers erst würdig erweisen, der, von Odin in die Wüste New Mexikos geschleudert, zum Pilgerzentrum neugieriger Möchtegerns wird, die vergeblich versuchen, die göttliche Waffe im Geiste von Camelot aus dem Boden zu ziehen. Die zarten romantischen Bande des Besuchers zu einer Wissenschaftlerin (Natalie Portman) entwickelt der Film mit Charme, muss aber die Erde immer wieder verlassen, um im Himmelsreich Lokis Machtübernahme zu verfolgen.
Der finale Showdown der Brüder bleibt im Eindruck hinter der Überwältigungseröffnung und einem Destruktionsauftritt des Destroyers, eines einst von Odin geschmiedeten Feuer speienden Metallriesen, zurück, und auch die 3D-Konvertierung wie auch einige Digitaleffekte lassen Luft nach oben. Ungeachtet dessen bietet diese Comicverfilmung neben einer Leistungsschau in Produktionsdesign reichlich Spektakel und visuelle Attraktionen, darüber hinaus einen gut gecasteten, überzeugenden Newcomer (Chris Hemsworth), in Idris Elba einen coolen kosmischen Portalswächter und insgesamt Entertainment genug, um weitere Auftritte des Donnergotts auch als Solist möglich zu machen. kob.
| Darsteller: | Chris Hemsworth | als Thor | |
|---|---|---|---|
| Natalie Portman | als Jane Foster | ||
| Tom Hiddleston | als Loki | ||
| Stellan Skarsgård | als Professor Andrews | ||
| Colm Feore | als Laufey | ||
| Ray Stevenson | als Volstagg | ||
| Idris Elba | als Heimdall | ||
| Kat Dennings | als Darcy | ||
| Rene Russo | als Frigga | ||
| Sir Anthony Hopkins | als Odin | ||
| Clark Gregg | als Agent Coulson | ||
| Jaimie Alexander | als Sif | ||
| Tadanobu Asano | als Hogun | ||
| Joshua Dallas | als Fandral | ||
| Regie: | Kenneth Branagh | ||
| Drehbuch: | Ashley Miller | ||
| Zack Stentz | |||
| Don Payne | |||
| Produzent: | Kevin Feige | ||
| Koproduzent: | Craig Kyle | ||
| Victoria Alonzo | |||
| Ausf. Produzent: | Alan Fine | ||
| Stan Lee | |||
| David Maisel | |||
| Patricia Whitcher | |||
| Louis d'Esposito | |||
| Buchvorlage: | J. Michael Straczynski | ||
| Mark Protosevich | |||
| Kamera: | Haris Zambarloukos | ||
| Schnitt: | Paul Rubell | ||
| Musik: | Patrick Doyle | ||
| Produktionsdesign: | Bo Welch | ||
| Kostüme: | Alexandra Byrne | ||
| Casting: | Randi Hiller | ||
Möglichst schnell sollte es mit den Verfilmungen von Tom Clancys Weltbestseller-Serie um den Topagenten Jack Ryan weitergehen. Doch plötzlich hat Star Chris Pine keinen Regisseur mehr ...
"Star Trek"-Frontmann Chris Pine ist der neue Jack Ryan, Kenneth Branagh (vielleicht) der neue Regisseur (Foto: Kurt Krieger)
Jack Ryan löst jedes Problem und erreicht noch vor dem Frühstück den Weltfrieden. Vorausgesetzt, er hat einen Regisseur der ihm sagt, was er machen soll. Und der fehlt der neuesten Verfilmung um den Tom Clancy-Helden gerade schmerzlich.
Vor einer Woche wurde bekannt, dass Jack Bender, Produzent des TV-Welterfolges "Lost", beim Jack Ryan-Projekt "Moscow" ausgestiegen ist. Er entschied sich dafür, den eigenen TV-Produktionen im Terminkalender den Vorzug zu geben.
Filmriese Paramount sucht nun Ersatz, und der muss schnell gefunden werden. Schließlich will das Studio mit "Moscow" loslegen, sobald Chris Pine - der neue Jack Ryan - sein zweites Abenteuer als Käpt'n Kirk bei "Star Trek" abgedreht hat.
Kenneth Branagh könnte die Lücke mehr als achtbar füllen. Die Verhandlungen mit ihm laufen.
Branagh erarbeitete sich mit grandiosen Shakespeare-Verfilmungen einen Ruf als Ausnahme-Regisseur, hat aber auch ein geschicktes Händchen für opulente Comic-Adaptionen. Zuletzt ließ er "Thor" den Hammer über die Leinwand schwingen.
Jack Ryan bekommt mit Chris Pine sein viertes Gesicht auf der Leinwand. Zuerst versuchte sich Alec Baldwin in "Jagd auf "Roter Oktober"" mit der Rolle. Dann übernahm Harrison Ford für "Die Stunde der Patrioten" und "Das Kartell".
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