Elanvolles US-Remake des französischen Kultklassikers "Ein Käfig voller Narren" von Regisseur Mike Nichols. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf16/b9616001/b150x150.jpg The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel

Filmdetails

The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel

Elanvolles US-Remake des französischen Kultklassikers "Ein Käfig voller Narren" von Regisseur Mike Nichols.


The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel
Start: 16.05.1996

Originaltitel: The Birdcage

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Robin Williams
Gene Hackman
Nathan Lane

Regie: Mike Nichols
Verleih: UIP

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Der homosexuelle Nachtclubbesitzer Armand und Drag Queen Albert sind seit 20 Jahren ein eingepieltes Paar. Als "ihr" Sohn von seinen Hochzeitsplänen kündet, ist der Teufel los. Seine Auserwählte ist ausgerechnet die Tochter eines ultrakonservativen Senators, der selbst gerade in einen Skandal verwickelt ist. Auf Biegen und Brechen versuchen die beiden Schwulen nun, den Eindruck einer ganz normalen Familie zu erwecken...


Kritik

The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel

Starkomiker Robin Williams ("Jumanji") und der versierte Broadway-Schauspieler Nathan Lane begeistern als homosexuelles Paar in dem espritreichen US-Remake des französischen Kultklassikers "Ein Käfig voller Narren" (1978). Von Regisseur Mike Nichols ("Wolf - Das Tier im Manne", "Silkwood") im Stil einer spritzig-frechen Farce inszeniert, versuchen sie auf Biegen und Brechen den Eindruck einer ganz normalen Familie zu erwecken, als "ihr" Sohn sich anschickt, die Tochter eines erzkonservativen Senators zu heiraten.

Der wichtigste Bestandteil dieser unfehlbaren Komödien-Erfolgsformel ist das wunderbare Zusammenspiel von Williams als zumeist unerschüttlich-ausgeglichener "Birdcage"-Nachtclubbesitzer Armand und Nathan Lane als allürenhafter Lebensgefährte Albert, der mit seiner Show als unnachahmbare Drag-Diva Starina für Furore sorgt. Die Tunten-Turbulenz des Originals wurde von der französischen Rivieria ins nicht minder pulsierend-freizügige South Beach in Miami verlegt. Schmissig eingeläutet wird der Gute-Laune-Spaß mit einer Transvestiten-Nummer zu Sister Sledges "We Are Family" (gleich welcher sexueller Präferenz), die die deutliche Botschaft des Films gleich auf den Punkt bringt. Doch bis der Song als Schlußnummer wiederholt werden kann, werden die Lachmuskeln der Zuschauer erst einmal schonungslos in Anspruch genommen.

Als Armands Sohn Val (Dan Futterman) - Zeugnis eines einzigen heterosexuellen Fehltritts - seine Heiratspläne verkündet, ist der Teufel los. Ist seine Auserwählte Barbara (Calista Flockhart) doch ausgerechnet die Tochter von Senator Keeley (einfach klasse: Gene Hackman), der Mitgründer der Koalition zur moralischen Ordnung ist und selbst den möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Bob Dole für zu liberal befindet. Für das erste Zusammentreffen der "Familien" soll sich der allzu offensichtliche Albert verziehen. Von dieser Forderung zutiefst verletzt, bemüht er sich stattdessen in einer herrlich komischen Sequenz - schon ein Höhepunkt des Originals - so männlich wie John Wayne zu gebärden, um schließlich unerwartet als Vals Mutter beim Dinner aufzukreuzen. Mit ihren eigenwilligen Ansichten zu Reizthemen wie Abtreibung, Juden und Wirtschaftslage ist sie genau nach Keeleys Geschmack; Mutter Keeley (Diane Wiest) hingegen wird schon bald mißtrauisch. Und dann ist da noch Vals leibliche Mutter (Christine Baranski) bestelltermaßen auf dem Weg, um ihrem Sohn auszuhelfen und das Chaos komplett zu machen.

Drehbuchautorin Elaine May ("Ishtar") dienten das gleichnamige Bühnenstück und das Skript des Originalfilms als Vorlage. Sie injiziert der amüsanten Boulevardkomödie die rechte Dosis zeitgenössischen politisch und kulturell inspirierten Humor, wobei gerade allerlei gezielte Seitenhiebe auf reaktionäre Republikaner und scheinheilige Moralapostel voll ins Schwarze (sic!) treffen. Die technisch hervorragende Topproduktion wird von einem entspannten laissez-faire-Grundton beherrscht und versteht es mit schwungvollem Charme, wohl selbst beim etwas konventioneller gepolten Publikum Toleranz für "alternative" Familienformen aufkeimen zu lassen. Die heiter-unbeschwerte Atmosphäre wird optisch vom farbenfrohen Produktionsdesign und schmissigen Kostümen ergänzt, und der schwungvolle Disco/Latino-Score tut sein übriges, um diesen Käfig voller schräger Vögel einem umfangreichen Publikum ans Herz wachsen zu lassen. ara.

The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel

Darsteller:  Robin Williams  
  Gene Hackman  
  Nathan Lane  
  Dianne Wiest  
  Hank Azaria  
  Christine Baranski  
  Dan Futterman  
  Calista Flockhart  
  Tom McGowan  
 
Regie:  Mike Nichols  
Drehbuch:  Elaine May  
Produzent:  Mike Nichols  
Ausf. Produzent:  Neil Machlis  
  Marcello Danon  
Buchvorlage:  Jean Poiret  
Kamera:  Emmanuel Lubezki  
Schnitt:  Arthur Schmidt  
Musik:  Jonathan Tunick  
Kostüme:  Ann Roth  

Williams wieder im Käfig voller Narren?

Fortsetzung folgt - und das gleich doppelt.

Großansicht Paradiesvögel: Robin Williams und Nathan Lane in "The Birdcage" (Foto: UIP)

Paradiesvögel: Robin Williams und Nathan Lane in "The Birdcage" (Foto: UIP)

Robin Williams liebäugelt offenbar nicht nur mit "Mrs. Doubtfire 2", sondern auch mit einer Fortsetzung seiner schrägen Schwulen-Komödie "The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel". Wie der Kult-Komiker in einem Interview verriet, plant die Kreativabteilung des Hollywood-Studios MGM schon länger einen zweiten Teil des Überraschungshits von 1996.

Der Hintergrund ist klar: Filme mit einer 2 oder 3 im Titel garantieren zumeist solide Ergebnisse an den Kinokassen - hinzu kommt, dass auch das Original "Ein Käfig voller Narren" mit Ugo Tognazzi und Michel Serrault mehrmals erfolgreich fortgesetzt wurde.

Wiedersehen mit Nathan Lane

"Die Leute bei MGM sprechen mich immer wieder auf ein Sequel an", so Williams. "Und wenn sie ein gutes Drehbuch schreiben, wäre das doch eine tolle Sache." Sollte die Wiedervereinigung im "Käfig voller Narren" tatsächlich wahr werden, würde wohl auch Williams' Co-Star Nathan Lane wieder mit von der Partie sein: "So wie es aussieht, wollen sie auch ihn für das Projekt gewinnen."

Bleibt nur noch die Frage offen, worum es in der Fortsetzung gehen wird. Sollten sich die Autoren aber erneut an der französisch-italienischen Vorlage orientieren, bekommen es Williams und Lane in Teil Zwei mit jeder Menge Cops und Spionen zu tun. In "Noch ein Käfig voller Narren" dreht sich nämlich alles um einen gestohlenen Mikrofilm.

Star

Robin Williams

Einer der populärsten internationalen Darsteller, dem es gelungen ist, sein außergewöhnliches komödiantisches Talent mit dramatischer Tiefe...

Star

Gene Hackman

Seitdem Gene Hackman 1961 in "Der Tollwütige" als Polizist sein Debüt gab und 1967 mit seinem Part in "Bonnie und Clyde" den schauspielerischen...

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