Jeff Bridges
John Goodman
Julianne Moore
Regie: Joel Coen
Verleih: UIP
Die Dummheit zweier Geldeintreiber bringt Jeff Lebowski (Jeff Bridges), den mittellosen Alt-Hippie, mit seinem millionenschweren Namensvetter zusammen. Dessen Frau wurde entführt, und das Lösegeld soll ausgerechnet Loser Lebowski übergeben. Der Beginn einer Katastrophen-Kette, die dem Slacker zunächst den Überblick und schließlich sogar die legendäre Lässigkeit nimmt.
Auch der siebte Film von Joel und Ethan Coen bringt stilistische Perfektion, lakonischen Erzählton und schrullige Figuren auf harmonischste und amüsanteste Weise zusammen. Dabei paart die Geschichte dieser unwiderstehlichen, ironischen Komödie eine Hommage an den Film noir mit Milieubeobachtungen vom Leben abseits durchschnittlicher Intelligenzwerte.
Perfekte Kriminalkomödie der Coen-Brüder über einen in eine Entführung verwickelten Alt-Hippie, der lässig auf einer Welle permanenter Misserfolge zu surfen versucht.
Der Spät-Hippie und Bowling-Bruder Lebowski (Jeff Bridges), genannt "The Dude", wird wegen seines identischen Nachnamens mit einem Mulitmillionär verwechselt, den wiederum Gangster zu erpressen versuchen. Als diese ihr vermeintliches Opfer in Lebowskis Haus nicht antreffen, urinieren sie kurzerhand auf dessen Teppich.
Daraufhin wird der "Dude" böse und versucht, die Beschmutzer seines Heimes zur Rechenschaft zu ziehen. Auf seinem "Rachefeldzug" trifft Lebowski unter anderem auf deutsche Terroristen, Femmes fatales und gedungene Killer...
Der Film der Coen-Brüder ("Fargo") ist Krimi, Film noir, schwarze Komödie und Thriller in einem - vor allem aber eine avantgardistische Extravaganza gespickt mit skurrilen Einfällen.
Die zahlreichen abstrusen Handlungsstränge mit all ihren schaurig-schrägen Figuren werden geschickt miteinander verknüpft und vom vorzüglichen Kameramann Roger Deakins ("Kundun") in kongeniale Bildkompositionen umgesetzt.
Den Filmgenuss runden vorzügliche Darsteller wie Jeff Bridges, John Goodman und Julianne Moore ab. "The Big Lebowski" ist intelligent, innovativ und unberechenbar.
| Darsteller: | Jeff Bridges | als The Dude | |
|---|---|---|---|
| John Goodman | als Walter Sobchak | ||
| Julianne Moore | als Maude Lebowski | ||
| Steve Buscemi | als Donny | ||
| Peter Stormare | als 1. Nihilist | ||
| David Huddleston | als Big Lebowski | ||
| Philip Seymour Hoffman | als Brandt | ||
| Flea | als 2. Nihilist | ||
| Leon Russom | als Polizeichef von Malibu | ||
| Sam Elliott | als Der Fremde | ||
| Tara Reid | als Bunny Lebowski | ||
| John Turturro | als Jesus Quintana | ||
| David Thewlis | als Knox Harrington | ||
| Ben Gazzara | als Jackie Treehorn | ||
| Regie: | Joel Coen | ||
| Drehbuch: | Joel Coen | ||
| Ethan Coen | |||
| Produzent: | Ethan Coen | ||
| Koproduzent: | John Cameron | ||
| Ausf. Produzent: | Tim Bevan | ||
| Eric Fellner | |||
| Kamera: | Roger Deakins | ||
| Schnitt: | Roderick Jaynes | ||
| Tricia Cooke | |||
| Musik: | Carter Burwell | ||
| Produktionsdesign: | Rick Heinrichs | ||
| John Dexter | |||
| Kostüme: | Mary Zophres | ||
| Ton: | Allan Byer | ||
Mann, nicht auf den Teppich!
Der "Dude" ist Kult und machte Jeff Bridges unsterblich. Wegen seines Auftritts der schrägen Satire "The Big Lebowski" um einen Alt-Hippie, der von Geldeintreibern mit einem Millionär verwechselt wird, wird Bridges von vielen Fans nicht mit seinem wirklichen Namen, sondern mit dem der Kultfigur angesprochen.
Doch der oscarprämierte Edelmime ist deswegen nicht etwa beleidigt - er empfindet das sogar als Auszeichnung: "Ich mag es sehr, wenn mich Leute auf der Straße 'Hey Dude!' rufen, ich liebe diese Verbindung", erklärt Jeff Bridges. "'The Big Lebowski' ist einer meiner Lieblingsfilme, völlig unabhängig davon, ob ich selbst darin mitspiele oder es nicht getan hätte. Es ist ein wunderbarer Film und eine Ehre für mich, dass ich dabei sein durfte."
Tatsächlich identifiziert sich Jeff Bridges, der nach dem Erfolg von 1997 eine ganze Reihe exzellenter Leistungen ablieferte und für "Crazy Heart" schließlich auch den längst fälligen Oscar gewann, immer noch voll mit dem Film, der ihm den kommerziellen Durchbruch brachte: "Der Dude ist immer noch bei mir, ich trage den Mantel des Dude mit großem Stolz!"
Das ist übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. Denn wie Jeff Bridges jetzt verraten hat, teilt er einige modische Vorlieben mit dem Dude: "Viele seiner Klamotten waren von mir", so Bridges. "Denn die richtige Kleidung ist eine der ersten Fragen für mich, wenn ich mich mit einer Rolle beschäftige. Also bin ich damals meinen Kleiderschrank durchforstet und hab da diese seltsamen Sandalen gefunden, dazu verschiedene T-Shirts. Das habe ich dann einfach für den Film benutzt."
Zuletzt zeigte sich Jeff Bridges als meditativer Spiele-Erfinder in "Legacy", der Fortsetzung zu seinem Kult-ScienceFiction "Tron" und - erneut oscarnominiert - im Western-Remake "True Grit", das wie "The Big Lebowski" von den Coen-Brüdern inszeniert wurde. Demnächst steht Bridges vor der Kamera für den Schocker "The Seventh Son" um einen Teufelsaustreiber im 18. Jahrhundert.
Und doch wird er für immer irgendwie "Der Dude" bleiben…
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