Genialer und für 10 Oscars nominierter Schwarzweiß-Stummfilm um die Hassliebe zweier Schauspieler am Übergang zum Tonfilm. Wunderbares Kino! http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto01/12010122/b150x150.jpg The Artist

Filmdetails

The Artist

Genialer und für 10 Oscars nominierter Schwarzweiß-Stummfilm um die Hassliebe zweier Schauspieler am Übergang zum Tonfilm. Wunderbares Kino!


The Artist
Start: 26.01.2012

Komödie

Frankreich/Belgien 2011
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Jean Dujardin
Bérénice Bejo
John Goodman

Regie: Michel Hazanavicius
Verleih: Delphi

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Inhalt

George Valentin ist ein großer Star des Stummfilms, doch mit dem Beginn des Tonfilms ist sein Stern im Sinken begriffen. Dafür erlebt die junge Peppy Miller einen berauschenden Karriereschub. Das sind nicht die idealen Voraussetzungen für eine harmonische Liebesbeziehung zwischen den beiden.


Kritik

The Artist

Der Publikumsliebling von Cannes: ein Stummfilm ohne Mief, der seine Zuschauer mit entwaffnendem Charme und großer Emotion gewinnt.

Dass es sich bei "The Artist" trotz schwarzweißer Bilder, engstem 1,33:1-Format und eingeblendeten Titelkarten anstatt gesprochener Dialoge nicht um eine angestrengte Fingerübung handelt, die der Ära des Stummfilms mit strengem Bilderwerk huldigen will, dazu reicht ein Blick auf die bisherige Filmographie von Regisseur Michel Hazanavicius. Der Filmemacher gehört nicht zu den führenden französischen Kunstgewerblern, sondern hat mit den beiden Filmen um Agent "0SS 117" - ebenfalls mit "The Artist"-Hauptdarsteller Jean Dujardin als Star - zwei pfiffige (und in Deutschland trotz Synchro von Oliver Kalkofe nur beschränkt erfolgreich als Videopremiere ausgewertete) Parodien auf Spionagefilme der Sechzigerjahre realisiert, die an den französischen Kinokassen abräumten.

Auch "The Artist" ist wieder eine von ganzem Herzen empfundene Verbeugung vor dem Kino der Vergangenheit. Aber auch ein lupenreiner Publikumsfilm, der sich ganz den Gesetzen des Stummfilms unterordnet, es sich aber auch erlaubt, mit ein paar originellen Tricks und Kniffen sich über das Regelwerk hinwegzusetzen und klarzumachen, dass er nicht nur mit der Technik, sondern auch dem Verständnis des 21. Jahrhunderts gemacht wurde. Erzählt wird, ganz nach dem Vorbild von "Singing in the Rain", eine Geschichte aus der Zeit, als der Stummfilm vom Tonfilm abgelöst wurde und seine alten Stars einer neuen Garde junger Schauspieler weichen mussten: Bye-bye, vielsagende Blicke - hallo, perfekt vorgetragene Texte. So erlebt man den offenkundig Douglas Fairbanks jr. nachempfundenen George Valentin zunächst 1927 auf der Höhe seines Ruhms und verfolgt dann seinen Absturz, während das kleine Starlet Peppy Miller (Dujardins Lebensgefährtin Bérenice Bejo mit Karrierepotenzial), das von ihm seine erste Chance erhielt, zum Superstar des Tonfilms avanciert. Wie die beiden sich dennoch ineinander verlieben und einander retten, davon erzählt "The Artist" mit entwaffnendem Charme, Witz und Augenzwinkern.

Hazanavicius hat seine Hausaufgaben gemacht, die Vorbilder minuziös studiert und präsentiert nun sozusagen die auf 100 Minuten komprimierte Essenz des frühen Kinoschaffens. Stets bleibt der Regisseur dem Regelwerk des Stummfilms treu, sieht man von einem kurzen Albtraum Valentins ab, in dem vereinzelte Geräusche zu einem ohrenbetäubenden Crescendo anschwellen und als Vorbote kommenden Unheils wirken. Immer wieder hat der Film hinreißende Ideen, ob er nun die Musik aus Hitchcocks "Vertigo" verwendet, den Ton in einem entscheidenden Moment ganz abdreht oder zum Abschluss die befreienden Klänge klackernder Stepptanzschuhe erklingen lässt. Der Film ist ganz leichte Unterhaltung, die Verbeugung eines Franzosen vor dem ganz alten Hollywood, als es noch Hollywoodland war, und einfach unwiderstehlich - nicht zuletzt, weil er mit dem perfekt dressierten Terrier der Hauptfigur auch noch einen der wunderbarsten Hunde der Filmgeschichte vorzuweisen hat. Auf gut deutsch: ein durchschlagender Erfolg, der über den Festivaleinsatz in Cannes samt hochverdientem Darstellerpreis - hinaus die Herzen des Kinopublikums höher schlagen lassen sollte. ts.

The Artist

Darsteller:  Jean Dujardin   als George Valentin
  Bérénice Bejo   als Peppy Miller
  John Goodman   als Produzent Al Zimmer
  James Cromwell   als Clifton
  Penelope Ann Miller   als Doris
  Missi Pyle   als Constance
  Malcolm McDowell  
  Beth Grant   als Peppys Dienstmädchen
  Stuart Pankin   als Otto
  Ed Lauter   als Butler
  Joel Murray   als Feuerwehrmann
  Christopher Ashe   als Reginald Sassafras
  Bitsie Tulloch   als Norma
  Calvin Dean   als Mr. Sauveur
 
Regie:  Michel Hazanavicius  
Drehbuch:  Michel Hazanavicius  
Produzent:  Thomas Langmann  
Koproduzent:  Emmanuel Montamat  
Ausf. Produzent:  Antoine De Cazotte  
  Daniel Delume  
  Richard Middleton  
Kamera:  Guillaume Schiffman  
Schnitt:  Michel Hazanavicius  
  Anne-Sophie Bion  
Musik:  Ludovic Bource  
Produktionsdesign:  Gregory S. Hooper  
Kostüme:  Mark Bridges  
Casting:  Heidi Levitt  

George Clooney und Brad Pitt genießen Oscar-Lunch

Hier geht's noch völlig friedlich zu…

Großansicht Sehen sich zu selten: Die Oscar-Nominierten George Clooney und Brad Pitt - im Hintergrund links Rooney Mara aus "Verblendung" (Foto: Todd Wawrychuk / ©A.M.P.A.S.)

Sehen sich zu selten: Die Oscar-Nominierten George Clooney und Brad Pitt - im Hintergrund links Rooney Mara aus "Verblendung" (Foto: Todd Wawrychuk / ©A.M.P.A.S.)

Das Rennen um die Oscars ist in Hollywood mitunter ziemlich hart: Die großen Filmstudios fahren riesige PR-Kampagnen um die stimmberechtigten Mitglieder der Academy auf ihre Seite zu ziehen. Schließlich werden die Oscars von den Filmschaffenden verliehen, die größtenteils in Los Angeles leben. Und bei der Zeremonie im Kodak Theatre selbst stehen die Nominierten natürlich in größter Konkurrenz, jeder hofft für sich auf den Goldjungen.

Doch vier Wochen vor der Verleihung feiert die Academy traditionell ein Treffen, bei dem nochmal durchgeatmet wird: Das Oscar-Lunch für alle Nominierten, die dabei auch ihre offizielle Nominierungs-Urkunde erhalten. Naturgemäß ist das Event ein Stelldichein der Superstars.

So tummelten sich unter anderem die Nominierten für den Hauptrollenoscar George Clooney ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Brad Pitt ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"), Jean Dujardin ("The Artist"), Gary Oldman ("Dame, König, As, Spion") und Außenseiter Demián Bichir ("A Better Life"). Dabei verriet George Clooney Überraschendes über sein Verhältnis zu seinem angeblichen Kumpel Brad Pitt:

"Viele glauben ja, Brad und ich würden andauernd zusammen abhängen", sagt George Clooney. Die Wahrheit ist, dass ich Brad vor den Golden Globes ein ganzes Jahr lang nicht gesehen hatte. Drum macht es großen Spaß, sich gegenseitig mal auf den aktuellen Stand zu bringen, und Leute zu treffen, die ich lange nicht gesehen habe."

Brad Pitt ist der neue Streiche-König

Auch Jonah Hill, der als Nebendarsteller in Brad Pitts "Moneyball" nominiert ist, wusste etwas über den Lebensgefährten von Angelina Jolie zu berichten: "Er ist der größte Streiche-Spieler allerzeiten, denn wenn Du versuchst, ihn hereinzulegen, ist er dir schon mindestens drei Schritte voraus."

Bisher galten Brad Pitt und George Clooney als die beiden größten Scherzkekse am Set, wie sie vor allem bei den Drehs zur "Ocean's"-Trilogie bewiesen.

Indessen freute sich Rooney Mara, die als Hauptdarstellerin in "Verblendung" nominiert ist, über den Sieg der New York Giants im Superbowl: Ihre Familie ist Mitbesitzer des traditionsreichen Football-Teams. "Das war einfach großartig", strahlte Mara und man wusste nicht so recht, ob sie ihr erstes Oscar-Dinner meinte oder das Spiel - vermutlich beides.

Bei der Verleihung selbst wird Rooney Mara wohl nicht ganz so viel Grund zur Freude haben, da Meryl Streep für ihre punktgenaue Darstellung der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" als klare Oscar-Favoritin gilt.

Verliehen werden die Goldjungen in der Nacht zum 27. Februar ab etwa 3 Uhr deutscher Zeit im Kodak Theatre. Comedy-Superstar Billy Crystal wird die Gala moderieren, bereits zum neunten Mal - und dann in 24 Kategorien die magischen Worte erklingen hören "And the Oscar goes to…"

Oscars 2012 - Alle Infos, Bilder und Hintergründe


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