Der Trauerschock nach dem Unfalltod der Mutter konfrontiert eine sich entfremdete Restfamilie mit ihren Lebenslügen - der Beginn einer so schwierigen wie bewegenden Aussöhnung. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto49/11490739/b150x150.jpg Tage, die bleiben

Filmdetails

Tage, die bleiben

Der Trauerschock nach dem Unfalltod der Mutter konfrontiert eine sich entfremdete Restfamilie mit ihren Lebenslügen - der Beginn einer so schwierigen wie bewegenden Aussöhnung.


Tage, die bleiben
Start: 26.01.2012

Drama

Deutschland 2011
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Götz Schubert
Max Riemelt
Mathilde Bundschuh

Regie: Pia Strietmann
Verleih: Alpha Medienkontor

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Inhalt

Ein Verkehrsunfall hat Andrea Dewenter, die gerade erst als Buchautorin reüssierte, das Leben gekostet. Ihr schockierter Mann Christian sah das Unglück mit an und trauert fassungslos, obwohl beide Affären pflegten und sich schon lange nichts mehr zu sagen hatten. Mit der Heimkehr des erwachsenen Sohnes Lars beginnen für ihn und die pubertierende Tochter Elaine ausgesprochen schwierige Tage, in denen sie die Beerdigung organisieren müssen. Feindseligkeiten, Vorwürfe und Wutausbrüche belasten die entfremdete Restfamilie, die sich kaum ihrer Trauer stellen kann.


Kritik

Tage, die bleiben

Der Trauerschock nach dem Unfalltod der Mutter konfrontiert eine sich entfremdete Restfamilie mit ihren Lebenslügen - der Beginn einer so schwierigen wie bewegenden Aussöhnung.

Die HFF-Absolventin Pia Strietmann kehrt für ihr Spielfilmdebüt in ihre Heimatstadt Münster zurück, um dort die Tradition des deutschen Problemfilms mit tragikomischen Anwandlungen zu durchkreuzen und eine über weite Strecken unsympathische Familie sich letztlich auf anrührende Weise annähern zu lassen. Mit Max Riemelt ("Die Welle") als Rebell und der Neuentdeckung Mathilde Bundschuh als pubertierende Schwester sind zwei sensible Schauspieler im Fokus, deren Rollen spät zur Identifikation einladen.

In den Tagen nach dem Tod der Mutter verzweifeln die Hinterbliebenen daran, die Beerdigung zu organisieren, Abschied zu nehmen und zueinander zu finden. Beide Elternteile pflegten Affären und führten eine abgestorbene Ehe, von der ein jeder auf seine Art Reißaus nahm. Die ausgeprägten Feindseligkeiten von drei verpfuschten Charakteren, die daran scheitern, zueinander und zu sich selbst zu finden, bestimmen lange Zeit mit übertriebener Ernsthaftigkeit das Bild. Niemand vermag seine Gefühle zu artikulieren, weshalb sich Gespräche auf stockende Floskeln und verbitterte Vorwürfe beschränken, besonders die des arg unkommunikativ gezeichneten Vaters. Derweil kündigt sich vorerst in Nebenrollen - die sexbesessene Freundin der Schwester und ein linkischer Beerdigungsunternehmer - ein grotesker Humor an, der das Ornament der Hilflosigkeit langsam aufbricht, an der sich die kaputte Restfamilie abarbeitet.

Dieser fassungslos-deprimierenden Trauerphase samt Wutausbrüchen und weiteren Betroffenheiten folgt ein emotional voll und ganz überzeugender Beginn der Aussöhnung mit sich selbst und den Angehörigen. Das Schräge und Komische dient als nie überstrapaziertes Instrument für den Prozess, seine Unglücksinsel zu verlassen. Hoffnung und Neubeginn erwärmen dieses konfliktreiche Drama, das Tod und Weiterleben kompetent vereint.

tk.

Tage, die bleiben

Darsteller:  Götz Schubert   als Christian Dewenter
  Max Riemelt   als Lars Dewenter
  Mathilde Bundschuh   als Elaine Dewenter
  Lena Stolze   als Andrea Dewenter
  Michael Kranz   als Benjamin
  Lucie Hollmann   als Merle
  Karl Alexander Seidel   als Francis
  Tessa Mittelstaedt   als Laura Lindenau
  Andreas Schmidt   als Iggy
  Franziska Weisz   als Babsi
  Max Herbrechter   als Schwimmlehrer
  Heinrich Schafmeister   als Bürgermeister
  Daniel Friedrich   als Pfarrer
  Barbara Salesch   als Barbara Salesch
  Lisa Feller   als Supermarktkassiererin
  Manu Delago   als Hang Hang Spieler
 
Regie:  Pia Strietmann  
Drehbuch:  Pia Strietmann  
  Lea Schmidbauer  
Produzent:  Fritz Böhm  
  Sven Nuri  
Ausf. Produzent:  Christoph Strunck  
Kamera:  Stephan Vorbrugg  
Schnitt:  Sandy Saffeels  
  Denis Bachter  
Musik:  Martin Stock  
Produktionsdesign:  Marion Schubert  
Kostüme:  Elena Wegner  
  Verena Reuter  
Maske:  Nicole Maszterlerz  
  Sandra Walczak  
  Jennifer Lüling  
Ton:  Christian Götz  
Casting:  Stefany Pohlmann  
  Angela Altnöder  

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