Götz Schubert
Max Riemelt
Mathilde Bundschuh
Regie: Pia Strietmann
Verleih: Alpha Medienkontor
Ein Verkehrsunfall hat Andrea Dewenter, die gerade erst als Buchautorin reüssierte, das Leben gekostet. Ihr schockierter Mann Christian sah das Unglück mit an und trauert fassungslos, obwohl beide Affären pflegten und sich schon lange nichts mehr zu sagen hatten. Mit der Heimkehr des erwachsenen Sohnes Lars beginnen für ihn und die pubertierende Tochter Elaine ausgesprochen schwierige Tage, in denen sie die Beerdigung organisieren müssen. Feindseligkeiten, Vorwürfe und Wutausbrüche belasten die entfremdete Restfamilie, die sich kaum ihrer Trauer stellen kann.

Der Trauerschock nach dem Unfalltod der Mutter konfrontiert eine sich entfremdete Restfamilie mit ihren Lebenslügen - der Beginn einer so schwierigen wie bewegenden Aussöhnung.
Die HFF-Absolventin Pia Strietmann kehrt für ihr Spielfilmdebüt in ihre Heimatstadt Münster zurück, um dort die Tradition des deutschen Problemfilms mit tragikomischen Anwandlungen zu durchkreuzen und eine über weite Strecken unsympathische Familie sich letztlich auf anrührende Weise annähern zu lassen. Mit Max Riemelt ("Die Welle") als Rebell und der Neuentdeckung Mathilde Bundschuh als pubertierende Schwester sind zwei sensible Schauspieler im Fokus, deren Rollen spät zur Identifikation einladen.
In den Tagen nach dem Tod der Mutter verzweifeln die Hinterbliebenen daran, die Beerdigung zu organisieren, Abschied zu nehmen und zueinander zu finden. Beide Elternteile pflegten Affären und führten eine abgestorbene Ehe, von der ein jeder auf seine Art Reißaus nahm. Die ausgeprägten Feindseligkeiten von drei verpfuschten Charakteren, die daran scheitern, zueinander und zu sich selbst zu finden, bestimmen lange Zeit mit übertriebener Ernsthaftigkeit das Bild. Niemand vermag seine Gefühle zu artikulieren, weshalb sich Gespräche auf stockende Floskeln und verbitterte Vorwürfe beschränken, besonders die des arg unkommunikativ gezeichneten Vaters. Derweil kündigt sich vorerst in Nebenrollen - die sexbesessene Freundin der Schwester und ein linkischer Beerdigungsunternehmer - ein grotesker Humor an, der das Ornament der Hilflosigkeit langsam aufbricht, an der sich die kaputte Restfamilie abarbeitet.
Dieser fassungslos-deprimierenden Trauerphase samt Wutausbrüchen und weiteren Betroffenheiten folgt ein emotional voll und ganz überzeugender Beginn der Aussöhnung mit sich selbst und den Angehörigen. Das Schräge und Komische dient als nie überstrapaziertes Instrument für den Prozess, seine Unglücksinsel zu verlassen. Hoffnung und Neubeginn erwärmen dieses konfliktreiche Drama, das Tod und Weiterleben kompetent vereint.
tk.
| Darsteller: | Götz Schubert | als Christian Dewenter | |
|---|---|---|---|
| Max Riemelt | als Lars Dewenter | ||
| Mathilde Bundschuh | als Elaine Dewenter | ||
| Lena Stolze | als Andrea Dewenter | ||
| Michael Kranz | als Benjamin | ||
| Lucie Hollmann | als Merle | ||
| Karl Alexander Seidel | als Francis | ||
| Tessa Mittelstaedt | als Laura Lindenau | ||
| Andreas Schmidt | als Iggy | ||
| Franziska Weisz | als Babsi | ||
| Max Herbrechter | als Schwimmlehrer | ||
| Heinrich Schafmeister | als Bürgermeister | ||
| Daniel Friedrich | als Pfarrer | ||
| Barbara Salesch | als Barbara Salesch | ||
| Lisa Feller | als Supermarktkassiererin | ||
| Manu Delago | als Hang Hang Spieler | ||
| Regie: | Pia Strietmann | ||
| Drehbuch: | Pia Strietmann | ||
| Lea Schmidbauer | |||
| Produzent: | Fritz Böhm | ||
| Sven Nuri | |||
| Ausf. Produzent: | Christoph Strunck | ||
| Kamera: | Stephan Vorbrugg | ||
| Schnitt: | Sandy Saffeels | ||
| Denis Bachter | |||
| Musik: | Martin Stock | ||
| Produktionsdesign: | Marion Schubert | ||
| Kostüme: | Elena Wegner | ||
| Verena Reuter | |||
| Maske: | Nicole Maszterlerz | ||
| Sandra Walczak | |||
| Jennifer Lüling | |||
| Ton: | Christian Götz | ||
| Casting: | Stefany Pohlmann | ||
| Angela Altnöder | |||
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