Michael Cera
Jonah Hill
Seth Rogen
Regie: Greg Mottola
Verleih: Sony Pictures
Von klein auf sind Evan (Michael Cera) und Seth (Jonah Hill) dicke Freunde. Selbst jetzt, kurz vor ihrem Highschool-Abschluss, sind sie noch unzertrennlich wie eineiige Zwillinge. Dabei unterscheiden sie sich wie Tag und Nacht: Der niedlich-ängstliche Evan ist ein Musterschüler, Seth ein rebellisch-verdorbener Schürzenjäger ohne jeden Erfolg. Doch der Abschied naht - sie wurden von verschiedenen Colleges angenommen. Nun wollen die beiden Loser endlich ihre Unschuld verlieren und die ewige Pechsträhne bei Frauen beenden.
Mindestens so witzig wie "American Pie" ist diese Teeniekomödie um zwei linkische Nerds. Kein Wunder, vereinen doch die Macher der "Ali G Show" und "Jungfrau (40), männlich, sucht ..." ihre geballte Gag-Power zu einer aberwitzigen, hochnotpeinlichen Nacht der Nächte.
In der aberwitzigen Teensex-Komödie aus der Erfolgsschmiede des "Beziehungsspezialisten" Judd Apatow wollen es drei Ober-Loser endlich wissen.
"Beim ersten Mal" hat es zwischen Alison und Ben bekanntlich gleich geklappt. Zwar war da reichlich Alkohol im Spiel und mit der Verhütung ist es auch schief gelaufen, aber immerhin... Davon können die Highschool-Kumpels Evan (Michael Cera) und Seth (Jonah Hill) - ein US-"Verwandter" des "Eis am Stiel"-Helden Zachi Noy - nur träumen.
Sie stehen kurz vor dem Abschluss, und in Sachen Sex ist alles immer noch tote Hose. Diesen traurigen Zustand gilt es postwendend zu beheben, am besten auf der Party von Jonahs Schwarm Jules (Emma Stone). Sie sollen ein paar Alkoholika mitbringen, und dazu brauchen sie Ober-Nerd Fogell (Christopher Mintz-Plasse), denn der besitzt einen gefälschten Ausweis, der das Einkaufen von Hochprozentigem ermöglicht ...
"American Pie" war gestern, heute ist "Superbad". Und der Titel ist gleich Programm. Als vertrackten Trip in eine durchzechte Nacht erzählt das bewährte Team rund um Produzent Judd Apatow ("Jungfrau (40), männlich, sucht ...") diese frivol-freche Teensex-Komödie, in der die bekannten Versatzstücke des Genres gekonnt durcheinandergewirbelt werden.
Dabei geht es trotz aller Deftigkeiten zutiefst menschlich zu, ein Verdienst des erfolgreichen Autorenteams Evan Goldberg und Seth Rogen. Letztgenannter Tausendsassa war nicht nur der oben bereits erwähnte Ben, hier spielt er einen wunderbaren Anarcho-Cop, der den Jungs bei deren erstem Mal diensteifrig zur Hilfe eilt ...
| Darsteller: | Michael Cera | als Evan | |
|---|---|---|---|
| Jonah Hill | als Seth | ||
| Seth Rogen | als Officer Michaels | ||
| Bill Hader | als Officer Slater | ||
| Christopher Mintz-Plasse | als Fogell | ||
| Emma Stone | als Jules | ||
| Martha MacIsaac | als Becca | ||
| Regie: | Greg Mottola | ||
| Drehbuch: | Seth Rogen | ||
| Evan Goldberg | |||
| Produzent: | Judd Apatow | ||
| Shauna Robertson | |||
| Ausf. Produzent: | Seth Rogen | ||
| Evan Goldberg | |||
| Kamera: | Russ T. Alsobrook | ||
| Schnitt: | William Kerr | ||
| Musik: | Lyle Workman | ||
| Produktionsdesign: | Chris Spellman | ||
| Kostüme: | Debra McGuire | ||
Social Marketing von der Casting-Couch!
Jonah Hill und Sara Paxton posieren auf Twitter als "Ghostbusters" (Foto: Jonah Hill, Sara Paxton)
Inzwischen vermelden die Filmriesen der Traumfabrik neue Besetzungs-Coups für ihre Blockbuster nicht mehr über die gängigen Branchen-Publikationen wie Variety oder Hollywood-Reporter. Stattdessen lassen sie die Filmstars selbst ihre heißen neuen Rollen unters Volk bringen - via Facebook, Twitter und Co.
Aktuelles Beispiel: der dritte "Ghostbusters"-Film, in dem offenbar Klamauk-König Jonah Hill ("Superbad", "Männertrip"), "Gossip Girl" Kristen Bell und B-Movie-Blondchen Sara Paxton ("Shark Night 3D") dabei sind.
Denn das Trio postete auf Twitter jeweils Fotos von sich vor dem legendären weißen 1959er Cadillac Miller-Meteor mit dem berühmten Verbotsschild eines rot durchgestrichenen Gespensts auf den Türen. Aufgenommen wurden die Bilder vor einem schicken Hollywood-Anwesen, das bestens als Ort für einen wichtigen Casting-Termin geeignet erscheint.
Jonah Hill twitterte dazu die Frage aller Fragen aus dem "Ghostbusters"-Titelsong: "Who ya gonna call - Wen ruft Ihr dann an?". Sara Paxton schrieb "Who ya gonna call? SARA PAXTON!". Bei Kristen Bell stand zu lesen: "Leute, lasst Euch nicht davon abschrecken, dass ich mein Hintergrundbild geändert habe, auf dem ich den 'Ecto-1' fahre. Das ist kein großes Ding (heißt: es IST ein großes Ding!)"
Das Ganze passt hervorragend zu den Plänen der Macher, in "Ghostbusters 3" ein neues, junges Team von Geisterjägern einzuführen, das für weitere Filme die Originalstars Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson beerben soll. Dan Aykroyd erklärte dazu:
"Meine Figur, Ray, ist auf einem Auge blind und hat ein schlimmes Knie. Er kann den Cadillac nicht mehr fahren und die Protonenpacks nicht mehr schleppen. Egon ist zu fett geworden für die Rüstung. Wir müssen also eine junge Generation Geisterjäger rekrutieren. Wir brauchen drei Kerle und eine junge Frau. Die müssen wir noch in einem Casting finden."
Nun scheinen sich die Pläne zwar hinsichtlich der Geschlechterverteilung leicht geändert zu haben. Aber das lässt sich mit leichten Anpassungen am Drehbuch locker ausgleichen.
Deutlich schwerer wiegt da ein Problem namens Bill Murray: Der beliebteste aller Geisterjäger weigert sich bisher, für das dritte übersinnliche Spektakel zuzusagen. Er habe noch nicht mal das Drehbuch gelesen, so der exzentrische Star zuletzt. Darum hat Dan Aykroyd verkündet, man werde notfalls auch ohne ihn loslegen.
Ob "Ghostbusters 3" allerdings ohne die lakonisch-coolen Sprüche von Dr. Peter Venkman an den Kinokassen für ektoplasmische Gewitter sorgen kann? Da müsste sich das Team um Regisseur Ivan Reitman aber schon ordentlich ins Zeug legen...
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