Dystopische Science-Fiction vom "28 Days Later"-Team, in dem eine achtköpfige Weltraummission die letzte Hoffnung der Menschheit ist, die sterbende Sonne zu retten. http://images.kino.de/flbilder/max07/auto07/auto11/07110009/b150x150.jpg Sunshine

Filmdetails

Sunshine

Dystopische Science-Fiction vom "28 Days Later"-Team, in dem eine achtköpfige Weltraummission die letzte Hoffnung der Menschheit ist, die sterbende Sonne zu retten.


Sunshine
Start: 19.04.2007

Science Fiction / Thriller

Großbritannien 2007
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Rose Byrne
Cliff Curtis
Chris Evans

Regie: Danny Boyle
Verleih: Fox

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

In 50 Jahren beginnt die Sonne zu erlöschen. Die Erde wird eine Eiswüste. Letzte Hoffnung bildet die achtköpfige Rettungsmission "Icarus II". An Bord sind die Astronauten Capa (Cillian Murphy) und Mace (Chris Evans), die mit einer Nuklearwaffe die Kernfusion der Sonne wieder zünden sollen. Als der Sonnenwind den Funkverkehr zur Erde lahm legt, beendet ein folgenschwerer Fehler um Haaresbreite das Leben der Besatzung vorzeitig. Der Überlebenskampf geht weiter, als sie die seit sieben Jahren verschollene erste Mission entdecken.

Kurz nach "Children of Men" erreicht ein weiterer origineller Science-Fiction-Stoff das Kino. Danny Boyle ("28 Days Later") schwelgt in seiner technisch versierten Dystopie in faszinierenden Effekten und einer spannenden, immer schreckenerregenderen Vision.


Kritik

Kultregisseur Danny Boyle inszeniert einen packenden und echt verstrahlten Suspense-Thriller, der die aktuelle Umweltdiskussion anheizen wird.

Großansicht Der gefährliche Auftrag setzt das Team unter Druck (Foto: Fox)

Der gefährliche Auftrag setzt das Team unter Druck (Foto: Fox)

Für das Kino war es schon immer am faszinierendsten, nicht nur die Tiefen des Universums zu ergründen, sondern auch den Platz, den der Mensch darin einnimmt. "Sunshine" verbeugt sich vor Klassikern wie "2001 - Odyssee im Weltraum" und setzt gleichzeitig neue Maßstäbe mit einer eigenen, verblüffenden Bildsprache und einer ultraspannenden Geschichte, die in einer Zukunft spielt, die längst begonnen hat.

In der Mitte des 21. Jahrhunderts hat sich die Sonnenaktivität drastisch reduziert, die Erde vereist. Die Menschheit reagiert auf den drohenden Untergang, doch die erste Mission zur Sonne, die mit einer gewaltigen Nuklearbombe wieder aufgeladen werden soll, scheitert. Sieben Jahre nach dem spurlosen Verschwinden von Raumschiff und Crew treibt das nächste Himmelfahrtskommando dem glühenden Zentrum des Planetensystems entgegen.

Großansicht Capa wird erleuchtet (Foto: Fox)

Capa wird erleuchtet (Foto: Fox)

Angespannte Spannung

Mit einem gigantischen Hitzeschild an der Front ist die Icarus II und ihr internationales Astronautenteam bereits fast bis zum Zielpunkt vorgedrungen, an dem die Bombe auf die letzte Etappe geschickt werden soll. Verantwortlich für den Biodome, der pflanzliche Nahrung und Sauerstoff für die Crew produziert, ist Corazon (Michelle Yeoh), verantwortlich für die Aktivierung der Bombe Capa (Cillian Murphy). Die Stimmung ist angespannt, entlädt sich bei Capa und Mace (Chris Evans) in Schlägereien.

Der Nervenkrieg heizt sich weiter auf, als ein Notsignal der verschollenen Icarus I aufgefangen wird. Heftig wird eine Kurskorrektur diskutiert und nach endlos langer Reise für einen Moment falsch reagiert. Eine kleine Unachtsamkeit führt zur großen Katastrophe, zu einem Kampf ums eigene Überleben, bei dem immer auch das der Erde auf dem Spiel steht.

Großansicht Was wartet wohl hinter dieser Tür... (Foto: Fox)

Was wartet wohl hinter dieser Tür... (Foto: Fox)

Killerkino mit Lichtballett

Reparaturen als Höllentrip, Grenzerfahrung am Rande des Wahnsinns, Egoismus versus Opferbereitschaft und schließlich der Kontakt mit einer völlig unerwarteten Bedrohung. Danny Boyle ("Trainspotting") und Alex Garland (Drehbuch) vermischen in ihrer neuen Zusammenarbeit nach "28 Days Later" Kopf- und Killerkino, Nachdenklichkeit und Survivaltest, rauschartiges Lichtballett mit gruselig diffusen und verstörenden Bildern purer Angst.

Das Alien ist hier der Mensch und der unendliche, einsame Raum. Ein Energieschub mit gewaltiger Ausdruckskraft, der packendste und visuell atemberaubendste Film des Kino-Visionärs Danny Boyle.

Sunshine

Darsteller:  Rose Byrne   als Cassie
  Cliff Curtis   als Searle
  Chris Evans   als Mace
  Troy Garity   als Harvey
  Cillian Murphy   als Capa
  Hiroyuki Sanada   als Kaneda
  Mark Strong   als Pinbacker
  Michelle Yeoh   als Corazon
  Benedict Wong   als Trey
 
Regie:  Danny Boyle  
Drehbuch:  Alex Garland  
Produzent:  Andrew Macdonald  
Kamera:  Alwin H. Kuchler  
Schnitt:  Chris Gill  
Musik:  John Murphy  
Produktionsdesign:  Mark Tildesley  
Kostüme:  Suttirat Larlarb  
Casting:  Donna Isaacson  

Danny Boyle will "28 Months Later" drehen

Der Regisseur von "Trainspotting" und "Slumdog Millionaire" Danny Bolye nimmt "28 Months Later" wohl wieder selbst in die Hand.

Großansicht 2002 sorgte Danny Boyles "28 Days Later" für Alpträume beim Kinopublikum (Foto: Fox)

2002 sorgte Danny Boyles "28 Days Later" für Alpträume beim Kinopublikum (Foto: Fox)

Der dritte Teil der Zombie-Reihe "28 Months Later" scheint Gestalt anzunehmen - mit Danny Boyle als Regisseur Bord. Boyle drehte den ersten Film "28 Days Later" und überließ Nummer zwei, "28 Weeks Later", Juan Carlos Fresnadillo, weil er damals selbst mit "Sunshine" beschäftigt war. Ein dritter Teil ist längst in aller Munde, nur ging es in dieser Sache nie mehr richtig voran.

Jetzt gab Drehbuchautor Alex Garland bekannt: "Die Rechte an diesem Film lagen lange auf Eis und dahinter steckten Leute, die nicht mehr miteinander gesprochen haben." Jetzt scheint das Eis gebrochen. Worum es in "28 Months Later" aber gehen wird und wann der Film gedreht werden soll, ist längst nicht klar. Laut Garland gibt es bis jetzt kein Drehbuch und auch Boyle merkte an, dass er zwar eine Idee hätte, das Ganze aber noch mit Vorsicht zu genießen sei.

Der Horror geht weiter

Gerüchten zufolge soll die Handlung in Frankreich ansetzten - dort, wo "28 Weeks Later" endete. Andere Insider wiederum wollen gehört haben, dass der neue Film in Russland spielen wird. Wie auch immer: Wenn Danny Boyle erneut Regie führt, dürfte ein feiner Schocker garantiert sein.

Im Jahr 2002 erschreckte "28 Days Later" das Publikum nach allen Regeln der Horrorfilmkunst: Der Slasher mit Cillian Murphy kam nicht nur als blutiges Zombiespektakel daher, sondern zeichnete sich vor allem durch eine sehr beklemmende Atmosphäre und höchst verstörende Momente im Angesicht des Verlusts jeglicher Menschlichkeit aus.

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