Originaltitel: Wuthering Heights
USA 1939
Sir Laurence Olivier
Merle Oberon
David Niven
Regie: William Wyler
Verleih: unbekannt
In der englischen Grafschaft Yorkshire wird der Waisenjunge Heathcliff auf dem Gut Wuthering Heights großgezogen. Während ihn eine tiefe Freundschaft mit Cathy, der Tochter des Gutsherren, verbindet, wird er von dessen Sohn Hindley gedemütigt. Nach dem Tod des Gutsherrn muß er miterleben, wie Hindley das Gut übernimmt und Cathy sich dem reichen Nachbarn Linton zuwendet. In einer stürmischen Nacht verschwindet er, um Jahre später als reicher Mann zurückzukehren und sich für die ihm angetane Schmach zu rächen.

Unter großem Aufwand entstandene Verfilmung von Emily Brontës klassischem viktorianischen Roman durch William Wyler. Die packende Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod wird durch die düstere, stürmische Atmosphäre der Landschaftsaufnahmen geprägt (die Moore Yorkshires wurden mit importiertem Heidekraut in Südkalifornien nachgebildet). Dem damals in Amerika noch weitgehend unbekannten Laurence Olivier, der in der Hauptrolle glänzt, gelang durch diesen Film auch dort der Durchbruch. Obwohl der Film in sieben Kategorien für den Oscar nominiert war, wurde nur Kameramann Gregg Toland für seine Leistung ausgezeichnet.
| Darsteller: | Sir Laurence Olivier | ||
|---|---|---|---|
| Merle Oberon | |||
| David Niven | |||
| Donald Crisp | |||
| Flora Robson | |||
| Hugh Williams | |||
| Geraldine Fitzgerald | |||
| Cecil Humphreys | |||
| Miles Mander | |||
| Cecil Kellaway | |||
| Regie: | William Wyler | ||
| Drehbuch: | Ben Hecht | ||
| Charles MacArthur | |||
| Produzent: | Samuel Goldwyn | ||
| Buchvorlage: | Emily Brontë | ||
| Kamera: | Gregg Toland | ||
| Musik: | Alfred Newman | ||
| Produktionsdesign: | James Basevi | ||
| Kostüme: | Omar Kian | ||
260 klassische Filmküsse, 187 mal eifersüchtiges Gezanke und unzählige Lastwagenladungen von Taschentüchern für zu Tränen gerührte Kinogänger - Das ist das Ergebnis der 100 beliebtesten Liebesfilme Amerikas.
Gibt es überhaupt einen romantischeren Ort? Gedämpftes Licht, die Sitz- und Lümmelgelegenheiten mit weichem Samt überzogen, in den Händen das Lieblingseis. Und auf der großen Leinwand die zelluloidgewordene Erfüllung aller Jugendträume von Hingabe, Verzweiflung und der einen großen Liebe. Amor, dein Name ist Hollywood.
Nach über 80 Jahren zieht die Traumfabrik nun die Bilanz ihrer zahllosen Apelle an unsere sehnsuchtsvollen Herzen: Das renommierte American Film Institute (www.afi.com) hat eine Liste der 100 populärsten Liebesfilme veröffentlicht. Abgestimmt haben Kritiker, Autoren, Regisseure und Schauspieler.
Und der inoffizielle Oscar für den schönsten Schmachtfetzen aller Zeiten geht an - welch Überraschung - "Casablanca". Auch nach 60 Jahren größter Bemühungen der Schönen und Schönsten hat die Stadt der Engel kein größeres Traumpaar als Humphrey Bogart und Ingrid Bergman gefunden - da nützt auch Julia Roberts' imposanter Schmollmund nichts.
Klassisch liebt am Besten
Die "Pretty Woman" findet sich mit ihrer naiven Kurtisanenromanze an der Seite von Chefgigolo Richard Gere erst auf Platz 21 - wie die neueren Filme überhaupt wenig Land sehen im Vergleich mit den bildgewaltigen Klassikern.
So landet mit "Shakespeare in Love" der aktuellste Film unter den Top 100 gerade mal auf Platz 50 - wohlwollend gesagt gesichertes Mittelfeld, "tabellarisches Niemandsland" trifft's aber besser.
Auch Meg Ryans mustergültig vorgespielter Orgasmus brachte einen großen Liebesfilm der 80er nicht auf die filmgeschichtliche Überholspur. Für "Harry und Sally" gab's nur Platz 25. Beim Kampf von Stimmbanderotik und verbalen Anzüglichkeiten contra Cary Grants Gentleman-Attitüde siegt klar der Klassiker.
Ikonen unter sich
Grant brachte gleich sechs Filme unter die Top 100 und erstürmte mit "Die große Liebe meines Lebens" Platz 5. Als Leinwand-Lover fast genauso beliebt ist Humhrey Bogart, der es auf fünf Einträge in die Liebesliste bringt. Meg Ryan, die neuzeitliche Queen of Romantic Comedy, ist neben "Harry und Sally" nur noch mit "Schlaflos in Seattle" vertreten.
Dafür, dass Cary Grant als Filmbeau so unerreicht charmant wirkte, sorgte unter anderem Regisseur George Cukor: Er erwies sich statistisch als der Meister im herzergreifenden Inszenieren. So führte Cukor unter anderem bei "Die Nacht vor der Hochzeit" (Platz 44) Regie, der Grant als reumütigen Playboy an der Seite von Katharine Hepburn zeigte.
Sehnsüchtige Träume
Katharine wiederum macht zusammen mit ihrer Namensvetterin Audrey stolze elf Prozent der 100 schönsten Liebesgeschichten Hollwoods aus: Katharine erweichte sechs mal die Herzen ihrer Filmpartner, die "Fair Lady" Audrey fünf mal. Unvergessen ihr "Frühstück bei Tiffany" und die melancholische Weise "Moonriver", bei der wahre Tränenströme in die Stofftaschentücher flossen.
Apropos Fließen, das monumentale Liebesepos der 90er, "Titanic", ist richtungsweisend - zwar lediglich Platz 37 für Teenieschwarm Leo und seine propere Kate, dafür aber eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Top Ten: In nur drei der zehn schönsten Liebesfilme aller Zeiten kriegen sich Männlein und Weiblein - sieben mal bleibt die Liebe unerfüllt.
Klar, wenn jeder Topf gleich sein Deckelchen findet, wer schaut dann noch Liebesfilme?
Boris Sunjic
Die 100 populärsten Liebesfilme:
Quelle: American Film Institute
Die schöne Artikulation und die ausdrucksstarke Stimme machten Laurence Olivier zu einem der größten Shakespeare-Interpreten...
David Niven (1910 - 1983) war Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, mit perfekten Manieren, verfeinerter Artikulation, urbritischem...
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