Originaltitel: Live Free or Die Hard
USA 2007
Bruce Willis
Timothy Olyphant
Justin Long
Regie: Len Wiseman
Verleih: Fox
Eine neue Art von Terrorismus bedroht von Washington, D.C. aus die USA. Die brandgefährliche Organisation des genialen Kriminellen Greg (Timothy Olyphant) plant zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli alle Computernetzwerke des Landes zu kappen und so die Infrastruktur - Transportwesen, Kommunikation, Strom - lahmzulegen. John McClane (Bruce Willis) muss einspringen, da alle anderen Versuche, das teuflische Komplott zu verhindern, fehlschlagen. Mit Old-School-Methoden und der Hilfe von Hacker Matt (Justin Long) legt McClane los.
Im vierten Einsatz von Feinripp-Cop Bruce Willis in seiner Rolle, die ihn 1988 zur Action-Ikone machte, muss sich der Superstar mit modernen Internet-Terroristen herumschlagen. Len Wiseman ("Underworld") sorgt für Qualität mit furiosen Actionszenarien.
Wahre Helden sterben nicht - Bruce Willis zeigt dem Publikum von heute, warum die Actionstars von früher so aufregend und cool wie nie zuvor sind.
Es gibt solche und solche Helden - die einen springen in Latexkostümen, mittels Computertricks gedopt über die Leinwand, die anderen kämpfen sich blut- und schweißüberströmt durch die Kulissen und präsentieren handfeste Knalleffekte. Im Zeitalter der CGI-Akteure schienen die Actionstars der 80er und 90er ausgestorben.
Bis zum Jahr 2007. Da ließ Sylvester Stallone, der gerade als Rambo vor der Kamera steht, in "Rocky VI" die Muskeln spielen, und bald schon fällt die erste Klappe für Indiana Jones IV; doch keiner der harten Männer von früher prägte den Actionfilm von heute so sehr wie John McClane. Auf "Stirb Langsam" folgten zwei gelungene Fortsetzungen, der letzte Teil liegt 12 Jahre zurück.
Doch der Trend zu keimfreier Digitalakrobatik ist vorbei, jetzt darf Bruce Willis als hartgesottener Stehaufmann nicht mehr fehlen. Und wie sehr er seinem Publikum gefehlt hat, zeigt sich bereits am Web-Hype. Medienanalysen zufolge wurde "Stirb Langsam 4.0" in Blogs doppelt so häufig erwähnt wie "Spider-Man 3". Kein Wunder, denn solche Bilder hat es in einem Actionfilm lang nicht mehr zu sehen gegeben.
Regisseur Len Wiseman: "Wenn ein Auto durch die Luft fliegt und dann einen Helikopter trifft, meinen die Leute, wir hätten das mit Digitaleffekten gemacht. Dabei war es ein echter Stunt."
Dennoch zollt "Stirb Langsam 4.0" dem Webzeitalter Tribut, wie schon an der Titelziffer zu erkennen ist. Diesmal sind die Bösewichte Cyberterroristen, die die gesamte Infrastruktur der USA lahmlegen wollen, und Cop McClane bekommt als Kompagnon einen Hacker (Justin Long aus "Voll auf die Nüsse") zur Seite gestellt. Der Regisseur entstammt selbst einer neuen Kinogeneration.
Bruce Willis wurde auf Wiseman aufmerksam, als er sich dessen digital aufgemotztes Fantasyspektakel "Underworld" anschaute. Zufälligerweise hatte der Filmemacher in seinen Jugendjahren eine Amateurversion des ersten "Stirb Langsam" nachgedreht, sodass er sich diesem Erbe besonders verpflichtet fühlte. Maggie Q ("Mission: Impossible 3") als Terroristin dagegen zeigte erst falsche Scheu: "Ich hatte Angst, ich könnte bei den Kampfszenen Bruce Willis verletzen". Doch dann legte sie richtig los: "Das ist doch 'Stirb Langsam', oder?"
| Darsteller: | Bruce Willis | als John McClane | |
|---|---|---|---|
| Timothy Olyphant | als Thomas Gabriel | ||
| Justin Long | als Matt Farrell | ||
| Cliff Curtis | als Bowman | ||
| Maggie Q | als Mai Lihn | ||
| Jeffrey Wright | als Victor Pope | ||
| Mary Elizabeth Winstead | als Lucy McClane | ||
| Yancey Arias | als Agent Johnson | ||
| Yorgo Constantine | als Russo | ||
| Jonathan Sadowski | als Trey | ||
| Kevin Smith | als Warlock | ||
| Cyril Raffaelli | als Rand | ||
| Chris Palermo | als Del | ||
| Sung Kang | als Raj | ||
| Zeljko Ivanek | als Molina | ||
| Christina Chang | als Taylor | ||
| Jake McDorman | als Jim | ||
| Regie: | Len Wiseman | ||
| Drehbuch: | Mark Bomback | ||
| Produzent: | Bruce Willis | ||
| Michael Fottrell | |||
| John McTiernan | |||
| Ausf. Produzent: | William Wisher | ||
| Arnold Rifkin | |||
| Kamera: | Simon Duggan | ||
| Schnitt: | Nicolas de Toth | ||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Produktionsdesign: | Patrick Tatopoulos | ||
| Casting: | Deborah Aquila | ||
Überlänge? Dagegen war selbst Peter Jackson harmlos!
Kiefer Sutherland alias Jack Bauer kann schon mal zielen üben: Der "24"-Kinofilm kommt! (Foto: Fox)
Der Clou an der Kultserie "24" ist, dass die Action um Top-Agent Jack Bauer komplett in Echtzeit abläuft. Das stellt die geplante Kinoverfilmung natürlich vor eine echte Herausforderung. Doch wer nun einen Kinosessel-Marathon von der Dimension "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" fürchtet, der sei beruhigt. Der "24"-Film verabschiedet sich vom Konzept der TV-Serie und verdichtet das Geschehen auf zwei Stunden.
Was genau in diesen 120 Minuten passieren wird, steht allerdings noch immer in den Sternen. Jungautor Mark Bomback, der nach "Stirb langsam 4.0" auch für den zweiten "Wolverine"-Film und das Remake von "Total Recall" engagiert wurde, schreibt derzeit noch fieberhaft am Drehbuch. Unklar ist auch, wer Bombacks Ideen zum Leben erwecken soll. Denn nach dem Ausstieg von Tony Scott wird auch weiter ein Regisseur gesucht.
Trotzdem hat Filmriese Fox nun einen Termin für den Drehbeginn des "24"-Kinofilms festgelegt - im April 2012 soll die erste Klappe fallen. Warum ausgerechnet dann? Ganz einfach: Weil da eine Lücke im ansonsten prall gefüllten Terminkalender von Hauptdarsteller Kiefer Sutherland frei ist. Denn bei allen offenen Fragen zum Projekt ist eins zumindest klar: Ohne den Serienhelden läuft gar nichts. Alles andere wird sich finden.
Indes weiß selbst Sutherland offenbar noch keine Details. Er kündigte einmal an, der "24"-Film werde in Prag spielen, später erwähnte er dann Tokio. Die Idee, Jack Bauer im Ausland ermitteln zu lassen, wird aber offenbar auf jeden Fall umgesetzt. Darum scherzte Kiefer Sutherland auch: "Gut, dass wir den Film nicht auch in Echtzeit drehen - mehrere Stunden Flug von den USA aus wären echt langweilig anzusehen gewesen…"
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