Suspense-Agententhriller um einen alten Hasen der CIA, der gegen alle Anweisungen von oben versucht, seinen Schützling vor der Exekution zu bewahren. http://images.kino.de/flbilder/max02/bf02/bf09/b0209997/b150x150.jpg Spy Game - Der finale Countdown

Filmdetails

Spy Game - Der finale Countdown

Suspense-Agententhriller um einen alten Hasen der CIA, der gegen alle Anweisungen von oben versucht, seinen Schützling vor der Exekution zu bewahren.


Spy Game - Der finale Countdown
Start: 14.03.2002

Originaltitel: The Spy Game

Thriller

USA 2001
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Robert Redford
Brad Pitt
Catherine McCormack

Regie: Tony Scott
Verleih: UIP

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
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ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Pures Tempo-Kino: Agent Tom Bishop (Brad Pitt) versucht eine riskante Befreiungsaktion in einem chinesischen Gefängnis und wird dabei erwischt. Innerhalb von 24 Stunden soll er exekutiert werden. Die CIA-Bosse sehen's gelassen, denn der Präsident plant eine Reise nach China mit einem Handelsabkommen in der Tasche und da würde so eine Affäre nur stören. Allein sein Mentor Nathan Muir (Robert Redford) mag Bishop nicht hängen lassen und kämpft gegen Freund wie Feind.


Kritik

Spy Game - Der finale Countdown

Vom Fliegenangeln in die Welt der Spionage. "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" markierte vor knapp zehn Jahren die erste Zusammenarbeit von Hollywoods "Goldenen Jungs" Robert Redford und Brad Pitt. Für den spannungsreichen Agententhriller "Spy Game" werden sie jetzt vor der hoch energetischen Kamera von Tony Scott erneut zusammengeführt. Ähnlich wie in seinem letzten Film "Der Staatsfeind Nr. 1" liefert Scott eine visuell versierte Fingerübung über einen frenetischen Wettlauf mit der Zeit. Das klassische Agentenschachspiel vermengt Politintrige, Paranoia und internationale Spionage zu smarter Suspenseaction, die visuellen Pfiff mit sorgfältigem Storytelling vereint.

Nachdem er mit "Der Staatsfeind Nr. 1" eine funktionale Modernisierung von Coppolas "Der Dialog" abgeliefert hatte, nimmt sich Stromlinienspezialist Scott hier eines weiteren Klassikers der siebziger Jahre an: Mit Manipulationen der Filmgeschwindigkeit, Schnellschnitt, diversen Farbfiltern, hyperaktiven Kamerafahrten etc. verleiht er seinem Sydney Pollacks "Die drei Tage des Condors" nicht unähnlichen Politreißer einen brandaktuellen Look und verstärkt auf optischer Ebene die Dringlichkeit und Dramatik der Handlung. Der packende Prolog ist im Jahr 1991 angesiedelt (mit dem Fall der Sowjetunion auch endgültiges Ende des Kalten Krieges) und zeigt CIA-Agent Tom Bishop (Pitt) bei der Ausführung einer hochgefährlichen Befreiungsaktion in einem chinesischen Gefängnis. Die Mission geht schief: Bishop wird geschnappt und soll innerhalb von 24 Stunden exekutiert werden. Da eine Chinareise des US-Präsidenten für ein Handelsabkommen bevorsteht, ist die CIA bemüht, einen Skandal um jeden Preis zu vermeiden und den Vorfall zu ignorieren. Doch Bishops gewiefter Mentor Nathan Muir (Redford) setzt alle (unkonventionellen) Hebel in Bewegung, das Leben seines Schützlings zu retten. Wie in "Die drei Tage des Condors" spielt Redford erneut einen CIA-Agenten, der sich mit Opponenten innerhalb der eigenen Organisation konfrontiert sieht - ausgerechnet an seinem letzten Tag beim Geheimdienst. Diesmal sind die Fronten gleich zu Beginn klar abgesteckt. Als Agent der alten Schule erscheint Muir seinen jüngeren Vorgesetzten als suspektes Relikt, mit dem sie nur widerstrebend zusammenarbeiten, um Informationen über seinen Protegé Bishop in Erfahrung zu bringen. Bühne frei für eine Rückblendenerzählstruktur, da Muir in drei pointierten, aufpeitschenden Akten von seiner Beziehung zu Bishop berichtet. Begonnen wird mit Bishops Rekrutierung in Vietnam im Jahr 1975, wo Muir den Scharfschützen anwirbt, einen wichtigen Vietcong-Offizier zu beseitigen. Es folgt eine Rückblende zu ihrer gemeinsamen Zeit in Berlin, wo ein tödliches Bauernopfer im Zuge eines Kalter-Krieg-Manövers Bishop die Moral ihrer Spionagespiele hinterfragen lässt. An dieser Stelle versucht der Lehrer seinem Schüler die wichtige Lektion zu erteilen, sich nie von seinen Informanten einwickeln zu lassen. Der dritte Flashback führt nach Beirut, wo das Team einen Terroristenführer im tödlichen Visier hat und es offenbar wird, dass Bishop sich die Lehre der Selbsterhaltung nicht zu Herzen genommen hat. Er verliebt sich in die Flüchtlingslageraktivistin Elizabeth Hadley (Catherine McCormack mimte in "Der Schneider von Panama" eine Spionin), was ihn schließlich zu der fatalen Gefängnisaktion des Prologs führt.

Einblendungen der Uhrzeit halten dem Zuschauer stets in Erinnerung, dass die verbleibende Zeit bis zur Exekution verrinnt. Clever zieht Scott, der stets den Überblick über die verschachtelte Handlung behält, auf diese Weise die Spannungsschraube zusätzlich an. Im Zentrum der von Michael Frost Beckner verfassten Story steht allerdings Redfords souveräne Vorstellung als alternder Agent und Anti-Bond, der am Ende seiner Karriere entgegen seines üblichen Credos alles für seinen ehemaligen Schützling einsetzt. Pitt spielt mit entschieden weniger Leinwandzeit lediglich die zweite Geige, überzeugt aber mit seiner lockeren Präsenz: Ganz offensichtlich ist er sich bewusst, dass er im Dienste eines Filmes agiert, in dem jedes Rad perfekt ineinander greifen muss. Nicht mehr und nicht weniger leistet "Spy Game" mit seinen zwei Spionen, deren vor wenigen Monaten noch überholt erschienener Berufsstand wieder eine brandaktuelle, aber nicht minder zweifelhafte Brisanz hat. ara.

Spy Game - Der finale Countdown

Darsteller:  Robert Redford   als Nathan Muir
  Brad Pitt   als Tom Bishop
  Catherine McCormack   als Elizabeth Hadley
  Stephen Dillane   als Charles Harker
  Larry Bryggman   als Troy Folger
  Marianne Jean-Baptiste   als Gladys Jennip
  Matthew Marsh   als Dr. Byars
  Todd Boyce   als Robert Aiken
  David Hemmings   als Harry Duncan
  Charlotte Rampling   als Anne Cathcart
  Garrick Hagon   als Cy Wilson
  Michael Paul Chan   als Vincent Vy Ngo
  Ken Leung   als Li
  Amidou   als Arzt des Scheichs
 
Regie:  Tony Scott  
Drehbuch:  Michael Frost Beckner  
  David Arata  
Produzent:  Douglas Wick  
  Marc Abraham  
Ausf. Produzent:  Armyan Bernstein  
  Iain Smith  
  Thomas A. Bliss  
  James W. Skotchdopole  
Kamera:  Dan Mindel  
Schnitt:  Christian Wagner  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Produktionsdesign:  Norris Spencer  
  Chris Seagers  
  Nina Ruscio  
  Kevin Phipps  
  Stephen Dobric  
  John Hill  
  Gary Freeman  
  Andy Nicholson  
Kostüme:  Louise Frogley  
Ton:  Simon Kaye  

J.Lo spielt mit Redford

Sie: jung, hübsch, ein Shooting-Star. Er: nicht mehr jung, interessant, ein verdienter Schauspiel-Kempe. Zusammen sollen sie herausfinden, worum es im Leben geht.

Du, ich bin die perfekte Schwiegertochter, wirklich!

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"Life" heißt das neue Familiendrama von Lasse Hallström, der zuletzt mit "Schiffsmeldungen" seine Fans begeisterte. Und dafür hat sich der Schwede ein Duo an Bord geholt, das den Filmkenner amüsiert die Augenbraue heben lässt: J.Lo - pardon: "Jenny" - soll mit Robert Redford die Tiefen zwischenmenschlichen Erlebens ausloten.

La Lopez spielt in "Life" eine in Schwierigkeiten geratene Mutter, die sich gezwungen sieht bei ihrem ungeliebten Schwiegervater (Redford) einzuziehen, weil sie sich vernünftig um ihre Tochter kümmern will. Nach und nach lernen die beiden, sich gegenseitig zu vergeben und alte Wunden heilen zu lassen.

Robert Redford, Begründer des Sundance Film Festivals für Independent-Projekte, hat ja schon Erfahrung darin, neuen Hollywood-Stars Anschauungsunterricht in Sachen Schauspielkunst zu geben: Im Agententhriller "Spy Game" nahm er Brad Pitt unter seine Fittiche.

Ob sich auch Jenny neben der geballten Expertise des Altmeisters behaupten kann?

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