Inge Brandenburg
Thomas Rautenberg
Marc Boettcher
Regie: Marc Boettcher
Verleih: Salzgeber
Inge Brandenburg (1929-1999) galt über die deutschen Landesgrenzen hinaus als beste Jazzsängerin Europas und wurde sogar mit Billie Holiday verglichen. Nur in Deutschland selbst wurde die Musikerin nahezu ignoriert oder trotz Hits wie "All Of Me", "Lover Man" und "Don't Take Your Love" lediglich in die Schlagerschublade gesteckt. Das konnte die Künstlerin nur schwer verkraften, zumal ihr traumatisches Schicksal zwischen NS-Diktatur, Krieg, dem frühen Tod ihrer Eltern und Flucht ihr ohnehin schlimm genug mitgespielt hat.

Das bewegende Porträt einer zu Unrecht gescheiterten Ausnahmekünstlerin, die von der deutschen Plattenindustrie gegängelt wurde und eigentlich nie das sein konnte, was sie sein wollte: Jazzsängerin mit Leib und Seele. Bis zum Ende wurde ihr Potenzial nicht voll ausgeschöpft. Umso wichtiger ist dieser Film von Marc Boettcher, der Inge Brandenburg posthum gebührend würdigt und ihr einzigartiges Talent herauskehrt. Und jetzt, viele Jahre nach ihrem Tod, bekommt Inge schließlich doch noch ihre Stimme.
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