Mitreißender Thriller um den Missbrauch von Psychopharmaka mit Channing Tatum und Rooney Mara als Paar in der Krise und Jude Law als Arzt, der zur Zielscheibe wird.
Provokativer Psychothriller, in dem Steven Soderbergh souverän-spannend und unterstützt von einer exzellenten Besetzung Psychopharmaka-Missbrauch thematisiert.
Soderbergh gilt als einer der vielseitigsten Regisseure überhaupt. Er versteht es Ton und Themen so mühelos zu wechseln, wie der Protagonist in seinem kurzweiligen Stripper-Spaß "Magic Mike" die Hüllen fallen lässt. Nun wendet sich der Ausnahmeregisseur wieder den Auswüchsen einer maroden Gesellschaft zu, wie zuvor unter anderem mit dem Drogenkrimi "Traffic" oder dem Umweltthriller "Erin Brockovich". Nach einem Drehbuch seines "Contagion" und "Der Informant!"-Drehbuchautoren Scott Z. Burns entsteht ein vertracktes Psychopuzzle um die zwielichtigen Machenschaften der Pharmakonzerne, um die Ärzte, die von ihnen manipuliert werden und die Patienten, die ihnen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind.
Eine dieser Patienten ist die labile New Yorkerin Emily Taylor (umwerfend: David Finchers "Verblendung"-Muse Rooney Mara). Ihr Mann (Channing Tatum in einer kleinen Rolle) wird nach vier Jahren Gefängnis wegen Insiderhandel entlassen. Doch anstatt der großen Freude erlebt sie tiefen Frust und begeht einen Selbstmordversuch. Daraufhin kommt sie in Kontakt mit dem teilnahmsvollen Psychiater Dr. Jonathan Banks (Jude Law), der ihr Antidepressiva verschreibt. Auf Anraten von Emilys vorheriger Ärztin Dr. Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones) wechselt Banks zu einem neuen Medikament für Emily, das frei von den üblichen Nebenwirkungen zu sein scheint. Doch dann begeht Emily eine entsetzliche Tat, und Dr. Banks gerät in ein Netz von Manipulation und Lügen.
Soderbergh inszeniert seinen "Sex, Lies and Antidepressants"-Thriller mit gewohnt sicherer Hand und scharfen Blick für intime und intensive Emotionen. Darüberhinaus steuert er die passend trüb-düstere HD-Kameraarbeit wie üblich unter seinem Pseudonym Peter Andrews selbst bei. Die morbide Atmosphäre wird auch vom eindringlichen Instrumentalscore von Thomas Newman heraufbeschworen. Dennoch geht "Side Effects" nicht durchgängig bierernst zur Sache, ein unverkennbar salopp satirischer Unterton durchzieht den Film, etwa wenn herausgearbeitet wird, dass die Nebenwirkungen der Medikamente häufig ähnlich gefährlich sind wie die Krankheiten, die sie behandeln sollen. Diverse Wendungen und Rückblenden kreieren ein komplexes Plot-Gebilde, das gegen Ende etwas überstrapaziert wird, so dass die Plausibilität leidet. Doch schon allein Maras elektrisierende Performance ist so packend, dass dies kaum ins Gewicht fällt. So ist die stärkste Nebenwirkung dieser smarten Kinozubereitung guter Unterhaltungswert. ara.
Die New Yorkerin Emily Taylor sieht ihren Mann nach vier Jahren Trennung, in denen er wegen Insiderhandels im Gefängnis war, wieder. Statt sich zu freuen, fällt sie in ein tiefes Loch und begeht einen Selbstmordversuch. Ihr Psychiater, der teilnahmsvolle Dr. Jonathan Banks, verschreibt ihr auf Anraten von Emilys vorheriger Ärztin ein neues Medikament, das frei von den üblichen Nebenwirkungen sein soll. Wenig später begeht Emily eine entsetzliche Tat, und Dr. Banks gerät in ein undurchsichtiges Netz von Manipulation und Lügen.
| Originaltitel | Side Effects |
| OV | Ja |
| OmU | Ja |
| Genre | Drama / Thriller |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | 08.02.2013 |
| Kinostart (D) | 25.04.2013 |
| Besucher (D) | 198.848 |
| Einspielergebnis (D) | € 1.510.720 Bes. (EDI) 198.848 |
| FSK | ab 12 Jahre |
| WWW | - |
Vladimi Versailles
Augustin
Michelle Vergara Moore
Joan
David Costabile
Carl
Scott Z. Burns
Produzent
Lorenzo di Bonaventura
Produzent
Gregory Jacobs
Produzent
Michael Polaire
Produktionsleit ung
James D. Stern
Ausf. Produzent
Michael Polaire
Ausf. Produzent
Howard Cummings
Produktionsdesi gn
Thomas Newman
Musik
Susan Lyall
Kostüme
Carmen Cuba
Casting
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