Unterhaltsame Mischung aus schaurigem Suspense und selbstironischer Satire serviert von Gruselmeister Wes Craven. http://images.kino.de/flbilder/max97/bf97/bf40/b9740003/b150x150.jpg Scream - Schrei!

Filmdetails

Scream - Schrei!

Unterhaltsame Mischung aus schaurigem Suspense und selbstironischer Satire serviert von Gruselmeister Wes Craven.


Scream - Schrei!
Start: 30.10.1997

Originaltitel: Scream

Thriller / Horror

USA 1996
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 18 Jahre

Neve Campbell
David Arquette
Courteney Cox

Regie: Wes Craven
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Eine Kleinstadt wird von einem Killer im Todeskostüm heimgesucht. Seine Opfer sind hauptsächlich Schülerinnen der Highschool. Ein junger Polizist, eine sensationssüchtige Reporterin und eine Clique Horror-Freaks interessieren sich besonders für die Bluttaten des Psychopathen. Die bedrohten Teenager vermuten den Mörder in ihren Reihen.


Kritik

Scream - Schrei!

Horrorgröße Wes Craven ("Nightmare On Elm Street") zeigt sich mit dem zynisch-cleveren Psychoschocker nach dem letzten Fehlgriff "Vampire from Brooklyn" wieder in altgewohnter Höchstform. Für seinen eisige Angstschauer erzeugenden Blutcocktail greift er auf alle typischen Bestandteile des bis zur Blutleere ausgeschlachteten Genres zurück und versteht es dennoch, eine höchst unterhaltsame Mischung aus schaurigem Suspense und selbstironischer Satire zu servieren.

Drehbuchautor Kevin Williamson verarbeitet in seinem ersten verfilmten Script seine Faszination für Gruselfilme, und so finden sich zahllose Referenzen an Genreperlen wie "Halloween", "Freitag der 13." oder "Prom Night". Das Set Up der Geschichte für diesen Scary Movie (so der ursprüngliche Titel der Gruselmär) ist ein dementsprechend typisches: Eine Clique von Teenagern wird in einer verschlafenen Kleinstadt von einem irren Serienmörder terrorisiert. Dieser macht sich sein in Slasherfilmen erworbenes Wissen zunutze, um seinen Opfern tödliche Fallen zu stellen und die Polizei an der Nase herumzuführen, während die Jugendlichen des Orts ihr Filmwissen zu Rate ziehen, um über die psychische Verfassung des Mörders zu fachsimpeln. Bereits in der Opening-Sequenz mit Scream-Queen-Nachwuchs Drew Barrymore, die allein zu Haus einen Anruf von dem sadistischen Killer erhält und von ihm zu einem nervenzermürbenden Horror-Quiz gezwungen wird, zieht Craven alle erforderlichen Register, um den Zuschauer an die Kante seines Kinosessels zu bannen und mehrfach hochschrecken zu lassen. Als Hauptperson kristallisiert sich nach den beiden ersten grausamen Morden die hübsche Sidney (Neve Campell aus "Der Hexenclub") heraus, deren Mutter vor rund einem Jahr ebenfalls bestialisch ermordet wurde. Ihr Freund Billy (Skeet Ulrich, ebenfalls in "Der Hexenclub") möchte die "Jugendfreiheit ihres Beziehungsfilms" gerne in Richtung Erwachsenenunterhaltung geändert sehen und manöviert sich unversehens in die Rolle des Hauptverdächtigen, doch die Mordserie des mit einem "Gevatter Tod"-Halloween-Kostüm maskierten Killers hält weiter an...

Das Spannungselement wird neben der permanenten Bedrohung bevorstehenden Unheils mit einem klassischem Whodunit erzeugt. Fast jeder der Beteiligten qualifiziert sich über kurz oder lang für die Verdächtigenrolle, sei es der hilfsbereite Deputy Sheriff (David Arquette), Sidneys Vater (Lawrence Hecht), der Schuldirektor (Henry Winkler) und verschiedene Angehörige der Teenager-Clique. Daneben tritt die naseweise Nachrichtenreporterin Gail Weathers (Courtney Cox aus der TV-Serie "Friends" gegen den Strich besetzt) auf den Plan, und "Der Exorzist"-Darling Linda Blair absolviert ein Cameo als aufdringliche Journalistin. Die technischen Bereiche wurde allesamt adäquat abgedeckt, und Craven beweist, daß er nicht nur mit übernatürlichen Kultfiguren wie Freddy Krueger Angstschauer herrufen kann, sondern macht seinem Ruf als Terrormeister auch mit seiner versierten Verblendung von klassischem Psychothriller und homogenem Horror alle Ehre. ara.

Scream - Schrei!

Darsteller:  Neve Campbell   als Sidney Prescott
  David Arquette   als Deputy Dewey Riley
  Courteney Cox   als Gale Weathers
  Matthew Lillard   als Stuart Macher
  Skeet Ulrich   als Billy Loomis
  Rose McGowan   als Tatum Riley
  Drew Barrymore   als Casey Becker
  Jamie Kennedy   als Randy Meeks
  Lawrence Hecht   als Neil Prescott
  W. Earl Brown   als Kenny
  Lois Saunders   als Mrs. Tate
  Kevin Patrick Walls   als Steve Orith
  David Booth   als Caseys Vater
  Carla Hatley   als Caseys Mutter
  Joseph Whipp   als Sheriff Burke
  C. W. Morgan   als Hank Loomis
 
Regie:  Wes Craven  
Drehbuch:  Kevin Williamson  
Produzent:  Cary Woods  
  Cathy Konrad  
Koproduzent:  Dixie J. Capp  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
  Marianne Maddalena  
Kamera:  Mark Irwin  
Schnitt:  Patrick Lussier  
Musik:  Marco Beltrami  
Produktionsdesign:  Bruce Alan Miller  
Kostüme:  Cynthia Bergstrom  

"Scream 4" ist Auftakt zu zweiter Trilogie

Lange mussten die Fans auf einen neuen Auftritt des Maskenmörders warten.

Großansicht Courteney Cox alias Gale Weathers ahnt noch nicht, was ihn in "Scream 4" blüht - und offenbar muss sie in zwei weiteren Filmen noch mehr Horror durchstehen! (Foto: Wild Bunch)

Courteney Cox alias Gale Weathers ahnt noch nicht, was ihn in "Scream 4" blüht - und offenbar muss sie in zwei weiteren Filmen noch mehr Horror durchstehen! (Foto: Wild Bunch)

Wenn das Telefon klingelt, gibt's in Woodsboro oft Grund zum Schreien, denn am anderen Ende der Leitung lauert gerne mal ein messerbewehrter Maskenkiller - Markenzeichen langgezogene, weiße Gruselfratze und schwarze Kutte. In den Genuss des Kulthorrors kommen Fans der Scream-Reihe nun nach langer Pause endlich Anfang Mai wieder, wenn "Scream 4" in Deutschland startet - inklusive der Originalstars Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette.

Doch Horrormeister Wes Craven, der auch den vierten Teil inszenierte, ist in Gedanken schon einen Schritt weiter. Er hat verraten, dass die Studiobosse gerade einen Drehbuchautoren für "Scream 5" suchen. Der Grund gibt allerdings Anlass zur Sorge: Kevin Williamson, der die Skripte der ersten beiden Filme schrieb, wurde mitten in der Entstehung von "Scream 4" durch Ehren Kruger ersetzt, der den dritten Teil verantwortet hatte. Nun soll aber keiner der beiden die Filmreihe weiterspinnen. Das hat Wes Craven folgendermaßen kommentiert:

"In gewisser Weise wird 'Scream 4' kein Wes Craven-Film, weil ich keinerlei Einfluss auf das Drehbuch hatte. Das Studio hat bestimmt, was da drin steht, mein Job ist es, soviel Erfahrung, Expertise und Kreativität wie möglich beizusteuern. Es hat ganz schön geruckelt, als Kevin durch Ehren ersetzt wurde, aber die Dreharbeiten hat das nur sehr bedingt beeinträchtigt."

Regel Nummer 1: Verspotte nie einen Serienkiller!

Fragt sich nun also, wie gut "Scream 4" geworden ist. Erzählt wird jedenfalls, wie zum zehnjährigen Jubiläum der Woodsboro-Morde alle wichtigen Beteiligten wie Sidney Prescott (Neve Campbell) und Reporterin Gale Weathers (Courteney Cox) in das kleine Städtchen zurückkehren. Die jetzigen Studenten gehen beim Feiern sogar soweit, dass sie sich allesamt Ghostface-Masken überziehen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Unter einer der Masken steckt gar kein Student...

Wes Craven scheint von dieser Idee jedenfalls trotz der Probleme mit dem Drehbuch sehr überzeugt zu sein, denn er hat sich sogar schon für einen sechsten Film angeboten: "Wenn das Studio mich als Regisseur haben will, mache ich es!"

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