Neve Campbell
Courteney Cox
David Arquette
Regie: Wes Craven
Verleih: Wild Bunch
Sidney kehrt in ihr Heimatdorf zurück. Zehn Jahre sind vergangen, seitdem sie sich zum letzten Mal mit dem verrückten Maskenmann duellieren musste. Doch unmittelbar nach ihrer Ankunft klingelt wieder das Telefon: Der Killer meldet sich zurück. Und lässt Taten folgen: Sidney, ihre Freunde und die Teenager der Stadt können sich nach ersten Morden nicht mehr sicher fühlen. Und während man mit Debatten über die veränderten Regeln des Horrorfilms dem Modus Operandi des Irren auf die Spur kommen will, geht das Töten unvermindert weiter.

Weil Traditionen gepflegt und neue Teengenerationen diszipliniert werden müssen, kehrt Wes Cravens filmbesessener Maskenkiller zum Tagesgeschäft zurück.
Jugend hält jung - und so schart der 71-jährige Horrorguru erneut schulpflichtige Halberwachsene um sich, die bisher in der chronischen Opferrolle genauso seine Karriere forcierten wie die Täter, die sie im "Nightmare"- und "Scream"-Franchise im Akkord richteten. Elf Jahre nach "Scream 3" und einem darauf folgenden durchwachsenen Jahrzehnt erwarten Craven und Kevin Williamson, die Masterminds des Originals, die Rückkehr glorreicher Horrortage, nach denen sich auch ein neuer Schlitzer mit alter Handschrift sehnt.
Gerade als Sidney (Neve Campbell), die Überlebenskünstlerin der ersten drei Teile, nach zehn Jahren Abwesenheit den Weg in ihre Heimatstadt zurückfindet, um dort ihr Buch vorzustellen, taucht ein neuer Phantomkiller auf. Sein Zentralziel ist es, Sidney vor sein Messer zu bekommen, zuvor aber sie und ihre Cousine (Julia Roberts' Nichte Emma) mit einer Mordserie als Appetizer gepflegt zu terrorisieren.
Wie bereits in den Vorgängerfilmen gibt es jede Menge Kids, die trotz tranchierter Körper Bedrohung erst mit Sichtkontakt zum Schlitzer ernst nehmen, davor aber ihr junges Leben genießen, bei dem Sex einen nur noch geringen Stellenwert zu haben scheint. Ähnlich arglos sind die Gesetzeshüter, angeführt vom liebenswerten Sheriff-Schussel Dewey (David Arquette), der wie die ebenfalls präsente Ex-Reporterin Gale zu den Veteranen der "Scream"-Serie gehört. Trotz dreier Mordreihen und sieben "Stab"-Filmen, die selbige im Kino kommerziell ausschlachteten, sind also die Kids von Woodsboro ungenügend sensibilisiert - womit der Killer auch hier nicht mit Gegenwehr etwa durch Elektroschocker rechnen muss und sich das Mitgefühl des Zuschauers mit den meisten Opfern in Grenzen hält.
Allzu ernst nehmen auch Craven und Williamson ihren Killer nicht, obwohl dieser blutiger und fleißiger denn je seiner Berufung folgt. Neulinge im "Scream"-Universum werden von den Attacken in Häusern oder Tiefgaragen und einigen klassischen Jumpcuts angemessen geschockt werden, Slasher-Veteranen können Spaß an den gewohnten selbstreferenziellen und ironischen Kommentaren haben. Originell an Cravens Reboot, das der Blogger-Simser-Phoner-Lust der Kids ausgiebig Rechnung trägt, ist neben dem verschachtelten, über die Sequelitis Hollywoods spottenden Film-im-Film-im-Film-Opener vor allem das Motiv des Killers. In einer Zeit, in der jeder berühmt werden kann, ohne wirklich etwas erreicht zu haben, stellt der Maskenmann den Leistungsgedanken in den Vordergrund. Da ist er - wie der Film insgesamt auch - ganz Traditionalist. kob.
| Darsteller: | Neve Campbell | als Sidney Prescott | |
|---|---|---|---|
| Courteney Cox | als Gale Weathers-Riley | ||
| David Arquette | als Dewey Riley | ||
| Emma Roberts | als Jill Roberts | ||
| Hayden Panettiere | als Kirby Reed | ||
| Lucy Hale | als Sherrie | ||
| Shenae Grimes | als Trudie | ||
| Dane Farwell | als Ghostface | ||
| Anna Paquin | als Rachel | ||
| Kristen Bell | als Chloe | ||
| Aimee Teegarden | als Jenny Randall | ||
| Brittany Robertson | als Marnie Cooper | ||
| Marley Shelton | als Deputy Judy Hicks | ||
| Mary McDonnell | als Kate Roberts | ||
| Erik Knudsen | als Robbie Mercer | ||
| Rory Culkin | als Charlie Walker | ||
| Nico Tortorella | als Trevor Sheldon | ||
| Regie: | Wes Craven | ||
| Drehbuch: | Kevin Williamson | ||
| Produzent: | Wes Craven | ||
| Iya Labunka | |||
| Ausf. Produzent: | Marianne Maddalena | ||
| Ron Schmidt | |||
| Bob Weinstein | |||
| Harvey Weinstein | |||
| Kamera: | Peter Deming | ||
| Schnitt: | Peter McNulty | ||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Produktionsdesign: | Adam Stockhausen | ||
Lange mussten die Fans auf einen neuen Auftritt des Maskenmörders warten.
Courteney Cox alias Gale Weathers ahnt noch nicht, was ihn in "Scream 4" blüht - und offenbar muss sie in zwei weiteren Filmen noch mehr Horror durchstehen! (Foto: Wild Bunch)
Wenn das Telefon klingelt, gibt's in Woodsboro oft Grund zum Schreien, denn am anderen Ende der Leitung lauert gerne mal ein messerbewehrter Maskenkiller - Markenzeichen langgezogene, weiße Gruselfratze und schwarze Kutte. In den Genuss des Kulthorrors kommen Fans der Scream-Reihe nun nach langer Pause endlich Anfang Mai wieder, wenn "Scream 4" in Deutschland startet - inklusive der Originalstars Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette.
Doch Horrormeister Wes Craven, der auch den vierten Teil inszenierte, ist in Gedanken schon einen Schritt weiter. Er hat verraten, dass die Studiobosse gerade einen Drehbuchautoren für "Scream 5" suchen. Der Grund gibt allerdings Anlass zur Sorge: Kevin Williamson, der die Skripte der ersten beiden Filme schrieb, wurde mitten in der Entstehung von "Scream 4" durch Ehren Kruger ersetzt, der den dritten Teil verantwortet hatte. Nun soll aber keiner der beiden die Filmreihe weiterspinnen. Das hat Wes Craven folgendermaßen kommentiert:
"In gewisser Weise wird 'Scream 4' kein Wes Craven-Film, weil ich keinerlei Einfluss auf das Drehbuch hatte. Das Studio hat bestimmt, was da drin steht, mein Job ist es, soviel Erfahrung, Expertise und Kreativität wie möglich beizusteuern. Es hat ganz schön geruckelt, als Kevin durch Ehren ersetzt wurde, aber die Dreharbeiten hat das nur sehr bedingt beeinträchtigt."
Fragt sich nun also, wie gut "Scream 4" geworden ist. Erzählt wird jedenfalls, wie zum zehnjährigen Jubiläum der Woodsboro-Morde alle wichtigen Beteiligten wie Sidney Prescott (Neve Campbell) und Reporterin Gale Weathers (Courteney Cox) in das kleine Städtchen zurückkehren. Die jetzigen Studenten gehen beim Feiern sogar soweit, dass sie sich allesamt Ghostface-Masken überziehen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Unter einer der Masken steckt gar kein Student...
Wes Craven scheint von dieser Idee jedenfalls trotz der Probleme mit dem Drehbuch sehr überzeugt zu sein, denn er hat sich sogar schon für einen sechsten Film angeboten: "Wenn das Studio mich als Regisseur haben will, mache ich es!"
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