50 Millionen Euro, die die Tippgemeinschaft eines Seebades an der Nordseeküste gewinnt, sorgen für Turbulenzen. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto03/09030289/b150x150.jpg Schade um das schöne Geld

Filmdetails

Schade um das schöne Geld

50 Millionen Euro, die die Tippgemeinschaft eines Seebades an der Nordseeküste gewinnt, sorgen für Turbulenzen.


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau


Kritik

Schade um das schöne Geld

Es gibt Filme, die erzählen mit wenigen großen Figuren eine große Geschichte; andere bieten viele Protagonisten auf diversen kleinen Handlungsebenen, die sich unmerklich zur großen Geschichte verdichten. "Schade um das schöne Geld", eine Provinzdramödie von Lars Becker ("Nachtschicht"), ist irgendwas dazwischen: Die Figuren sind ausnahmslos interessant genug, um Hauptfigur einer eigenen Geschichte zu sein. Aber Becker (Buch und Regie) gestaltet die Handlung als Abfolge vieler übersichtlicher Episoden, die nach einem roten Faden suchen. Deshalb dauert es fast eine Stunde und damit - ähnlich wie zuletzt in Beckers Drama "Die Weisheit der Wolken" - viel zu lange, bis er endlich zur Sache kommt.

Dabei ist die Geschichte in ihrem Kern eigentlich übersichtlich: Mehrere Einwohner eines friesischen Dorfes bilden eine Lottogemeinschaft. Als die Gruppe tatsächlich den Jackpot knackt und 25 Millionen Euro gewinnt, beginnt prompt ein großes Hauen und Stechen, weil keiner dem anderen seinen Anteil gönnt; erst recht nicht jene, die nichts vom großen Kuchen abbekommen. Der Reiz der Handlung liegt allerdings weniger im Sozialneid: Der Film lebt in erster Linie vom kunterbunten Personal. Zur Tipptruppe beispielsweise gehören nicht nur der örtliche Bürgermeister (Armin Rohde), der größte Arbeitgeber (Uwe Ochsenknecht) und der Besitzer des Lottoladens (Gustav Peter Wöhler), sondern auch die Arbeiterinnen aus der Fischfabrik (Heike Makatsch, Cosma Shiva Hagen) und ein Bademeister (Marc Hosemann).

Schon allein die vortreffliche Besetzung (ergänzt um Ingo Naujoks und Catrin Striebeck) verdeutlicht die Bedeutung der einzelnen Figuren. Die prominenten Schauspieler überhöhen die Rollen allerdings automatisch; prompt wirken ihre kleinen Geschichten viel zu nichtig für diesen darstellerischen Aufwand. Abgesehen davon kann ohnehin keiner Christian Ulmen das Wasser reichen. Er spielt den heimlichen Helden des Films, den braven Busfahrer Bruno Karras, der dank seines großen Herzens drauf und dran wäre, Busfahrer des Jahres zu werden, wenn er nicht dauernd zu spät käme, weil er ständig außerplanmäßig hilfreich anhält. Bruno liebt die vom Bademeister geschwängerte Mirabel (Makatsch), die kurzfristig aus der Tippgemeinschaft ausgestiegen ist. Da sich ihre Freundin Gloria (Hagen) an den Vater ihres Kindes rangeschmissen hat, bringt sie die beiden dank Brunos Wandlungsfähigkeit ziemlich clever um einen erklecklichen Teil ihres Gewinns.

Aber das ist schon das Finale der Geschichte. Bis dahin braucht Becker viel zu lange, um die Figuren allzu umständlich einzuführen. Trotzdem bekommen sie kaum Tiefe; alle bleiben einigermaßen eindimensional, weshalb auch die überraschenden Handlungswendungen eher überschaubar sind. Die verblüffendsten Momente gehören daher dem unverwechselbaren Martin Brambach in zwei Gastauftritten als Bankangestellter, der sich gar nicht mehr einkriegt, als der Bademeister an seinem Schalter auftaucht. tpg.

Schade um das schöne Geld

Darsteller:  Heike Makatsch   als Mirabel Blinker
  Uwe Ochsenknecht   als Klaas Jonkers
  Armin Rohde   als Walter Zotebier
  Christian Ulmen   als Bruno Karras
  Cosma Shiva Hagen   als Gloria Hasselt
  Ingo Naujoks   als Piet Blinker
  Milton Welsh   als Jimmy Blinker
  Catrin Striebeck   als Adele Jonkers
  Marc Hosemann   als Menno Düül
  Gustav Peter Wöhler   als Arie Tammen
  Marisa Leonie Bach   als Sekretärin
 
Regie:  Lars Becker  
Drehbuch:  Lars Becker  
Produzent:  Reinhold Elschot  
Koproduzent:  Daniel Blum  
Kamera:  Hannes Hubach  
Schnitt:  Oliver Gieth  
Musik:  Frank Wulff  
  Stefan Wulff  
  Hinrich Dageför  
Kostüme:  Fana Becker  
Ton:  Olav Gross  
Casting:  Heta Mantscheff  

Star

Heike Makatsch

Die ehemalige VIVA- und Bravo-TV-Moderatorin meisterte in Rekordzeit den Weg von der naiven Fröhlichkeitsfee zur Charakterdarstellerin mit...

Star

Uwe Ochsenknecht

Zeitweilig einer der populärsten deutschen Schauspieler in Film und Fernsehen, gelang Uwe Ochsenknecht der Durchbruch in Doris Dörries...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.