Bewegendes Drama auf zwei Zeitebenen um ein jüdisches Mädchen, das seinen kleinen Bruder vor den Nazis versteckt, und eine Journalistin, die ihre Geschichte recherchiert. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto43/11430716/b150x150.jpg Sarahs Schlüssel

Filmdetails

Sarahs Schlüssel

Bewegendes Drama auf zwei Zeitebenen um ein jüdisches Mädchen, das seinen kleinen Bruder vor den Nazis versteckt, und eine Journalistin, die ihre Geschichte recherchiert.


Sarahs Schlüssel
Start: 15.12.2011

Originaltitel: Elle s'appelait Sarah

Drama

Frankreich 2010
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Kristin Scott Thomas
Mélusine Mayance
Niels Arestrup

Regie: Gilles Paquet-Brenner
Verleih: Camino (Filmagentinnen)

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Inhalt

Bevor die zehnjährige Sarah im Juli 1942 mit ihren Eltern in der Nacht von der französischen Polizei zur Deportation abgeholt und mit Tausenden anderen Juden ins Vélodrome interniert wird, schließt sie ihren kleinen Bruder hinter einer Tapetentür ein, um ihn zu retten. Sie nimmt den Schlüssel mit, ohne zu ahnen, welche Katastrophe naht. Eine Journalistin im Paris von heute recherchiert über die damalige Razzia und findet heraus, dass sie gerade mit ihrem Mann vor dem Umzug in die Wohnung der Opfer steht.


Kritik

Sarahs Schlüssel

Bewegende Hommage an die Kinder des "Vél d'Hiv" von Paris, den Opfern der Massenrazzia gegen Juden im Juli 1942.

Nach die "Kinder von Paris" ein weiterer französischer Film, der sich mit dem lange verdrängten Thema der " Säuberung" von Juden im Großraum Paris am 16. Juli 1942 beschäftigt - und den Überlebenden. Geschickt verwebt Gilles Paquet-Brenner ("Les jolies choses") die damaligen schrecklichen Ereignisse mit der Gegenwart.

Als die Polizei die zehnjährige Sarah und ihre aus Polen stammenden Eltern in der Progromnacht zur Deportation abholt, schließt das Mädchen ihren kleinen Bruder hinter der Tapetentür ein und nimmt den Schlüssel mit, nicht ahnend, was ihr und der Familie bevorsteht. 67 Jahre später recherchiert eine amerikanische Journalistin für einen Artikel über die Razzia und stößt auf das Schicksal derjenigen, die in der Wohnung lebten, in der sie mit ihrem Mann einziehen will und die zum Familienbesitz gehört.

Die Geschichte ist reine Fiktion, aber sehr wahrheitsgetreu erzählt und hält sich eng an in Deutschland über 85 000 Mal verkaufte literarische Vorlage von Tatiana de Rosnay. Vor allem die Bilder des berüchtigten Vélodrome, des Radrennstadions, in dem die Menschen tagelang unter entwürdigenden Bedingungen eingepfercht wurden, bedrücken. Das Drama folgt dem Schicksal der jüdischen Familie, vor allem dem von Sarah, der die Flucht aus einem Lager gelingt und die bei französischen Bauern Unterschlupf findet, und der akribischen Journalistin, die ihre Spuren is nach Brooklyn und zum Sohn nach Florenz verfolgt. Das Vor- und Zurückspringen zwischen den Szenen und dem unterschiedlichen Weg der Frauen erfordert sehr viel Aufmerksamkeit, verbindet die Protagonistinnen aber auf enge Weise und offenbart die individuellen Verflechtungen zwischen Vergangenheit und Heute, die noch nicht aufgearbeiteten Traumata der Franzosen. Trotz melodramatischer Mittel versinkt der Film nicht in Pathos, Künstlichkeit oder Rührseligkeit, was auch an der perfekten Performance liegt - eine zurückhaltende und sich langsam vorantastende Kristin Scott-Thomas und ein Mélusine Mayance als junge Überlebenskämpferin. mk.

Sarahs Schlüssel

Darsteller:  Kristin Scott Thomas   als Julia Armond
  Mélusine Mayance   als Sarah Starzynski
  Niels Arestrup   als Jules Dufaure
  Frédéric Pierrot   als Bertrand Tezac
  Michel Duchaussoy   als Édouard Tezac
  Dominique Frot   als Geneviève Dufaure
  Gisèle Casadesus   als Mamé
  Aidan Quinn   als William Rainsferd
  Natasha Mashkevich   als Frau Starzynski
  Arben Bajraktaraj   als Herr Starzynski
  Sarah Ber   als Rachel
  Karina Hin   als Zoe Tezac
  George Birt   als Richard Rainsferd
  Charlotte Poutrel   als Sarah, jung
 
Regie:  Gilles Paquet-Brenner  
Drehbuch:  Gilles Paquet-Brenner  
  Serge Joncour  
Produzent:  Stephane Marsil  
Ausf. Produzent:  Gaetan Rousseau  
Buchvorlage:  Tatiana De Rosnay  
Kamera:  Pascal Ridao  
Schnitt:  Hervé Schneid  
Musik:  Max Richter  
Produktionsdesign:  Françoise Dupertuis  
Ton:  Didier Codoul  
  Bruno Seznec  
  Alexandre Fleurant  
  Fabien Devillers  
Casting:  Gwendale Schmitz  

Star

Kristin Scott Thomas

Sie ist die Frau für dezente, gehobene Melodramen. Dort kann sie ihre wertvollen Gefühle verstecken und erst nach und nach zum...

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Niels Arestrup

Französischer Schauspieler, Regisseur und César-Preisträger. Gleichermaßen als Film- und Theaterschauspieler, sowie seit 1988 als Leiter...

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