Rosa Roth muss gegen einen alten Freund ermitteln... http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto43/08430464/b150x150.jpg Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Filmdetails

Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Rosa Roth muss gegen einen alten Freund ermitteln...


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Inhalt

Nach vielen Jahren trifft Rosa Roth eine alte Liebe wieder. Der Kollege arbeitet heute bei der Sitte. Kurz drauf wird er Opfer eines Komplotts: Ein Strichjunge ist erschossen worden, Zeugen wollen ihn am Tatort gesehen haben. Parallel sucht die Kommissarin nach dem Kopf einer besonders widerwärtigen Organisation, die Kinder aus Osteuropa verschleppt und in Berlin zum Missbrauch freigibt. Doch Rosa kommt nicht weiter; bis sie entdeckt, dass beide Fälle zusammen gehören.


Kritik

Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Auf der Sonnenseite des Lebens tummelt sich Rosa Roth nur selten. Das Berlin, in dem sie ermittelt, hat nichts zu tun mit der strahlenden Metropole aus anderen Fernsehfilmen. Schon die Jubiläums-Trilogie "Der Tag wird kommen" gehörte zum Düstersten, was das ZDF bislang als Samstagskrimi gezeigt hat. Im jüngsten Film setzt das Team rund um Hauptdarstellerin Iris Berben, dem Produzenten Oliver Berben (ihrem Sohn) und Regisseur Carlo Rola diese Linie fort.

"Der Fall des Jochen B." ist ein Krimi von der Kehrseite der Wohlstandsgesellschaft und erzählt von widerlichen Verbrechen an osteuropäischen Jungs, die keine Angehörigen haben: Gangster verschleppen sie nach Berlin, wo sie systematisch missbraucht werden; mit den Filmaufnahmen der Vergewaltigungen wird dann auch noch Handel getrieben. Haben die Kinder ihre Schuldigkeit getan, werden wie weggeworfen wie kaputtes Spielzeug.

Aber das ist nur die eine Seite dieser finsteren Geschichte. Die andere erzählt vom Schicksal der Titelfigur, eines Ermittlers aus der Abteilung "Sitte". Einst Rosa Roths große Liebe, hat sich Jochen Barach (Ole Puppe) mittlerweile in einen Strichjungen verliebt. Als der junge Mann erschossen wird, steht Barach plötzlich als Mörder da. Es gibt belastende Zeugenaussagen, angeblich soll er außerdem korrupt gewesen sein, und dann wird auch noch die Tatwaffe in seinem Auto gefunden. Rosa Roth, seit "Der Tag wird kommen" fast völlig auf sich allein gestellt, glaubt nicht an die Schuld ihres früheren Geliebten, kann ihn aber auch nicht entlasten; bis sie entdeckt, dass beide Fälle zusammengehören.

Das Drehbuch zu diesem Film stammt von Eckhard Theophil ("Männerpension"), der sich selbst eine Weile auf der anderen Seite des Gesetzes rumgetrieben hat. Er hat dem Film das Motto "Die Hölle, das sind die anderen" vorangestellt, Sartres Erkenntnis aus dem zutiefst pessimistischen Stück "Geschlossene Gesellschaft". Auch in Theophils Geschichte entkommt niemand seinem Schicksal, weder der skrupellose Drahtzieher des organisierten Missbrauchs (Peter Kurth) noch Rosa Roths Kollege, dem im Gefängnis übel mitgespielt wird. Der finstere Krimi, von Kameramann Frank Küpper betont freudlos gestaltet, hat nur einen kleinen Fehler: Iris Berben ist fast zwanzig Jahre älter als Ole Puppe (Jahrgang 1969). Selbst wenn Rosa Roth anders als ihre Darstellerin noch nicht Ende fünfzig sein sollte: Es fällt ein wenig schwer zu glauben, dass die Kommissarin und ihr Kollege, der zwei fast erwachsene Söhne hat, vor langer Zeit ein Paar waren. tpg.

Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Darsteller:  Iris Berben   als Rosa Roth
  Carmen-Maja Antoni   als Karin von Lomanski
  Gunter Schoß   als Günter Zorn
  Ole Puppe   als Jochen Barach
  Peter Kurth   als Henning von der Osten
  Lars Rudolph   als Hansi Wagner
  Inga Busch   als Tina Barach
  Thomas Arnold   als Stefan Rieke
  Max Goppelt   als Wernie
  Elke Winkens   als Paula de Vries
  Robert Schupp   als Nico Möller
  Sergej Moya   als Sascha Bremer
  Jockel Tschiersch   als Charly Kubik
  Joseph Bundschuh   als Simon Barach
  Martin Kiefer   als Robert Barach
  Max Hegewald   als Benny
 
Regie:  Carlo Rola  
Drehbuch:  Eckhard Theophil  
Produzent:  Oliver Berben  
Kamera:  Frank Küpper  
Musik:  Nikolaus Glowna  
  Georg Kleinebreil  

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Iris Berben

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