Chicago in der Prohibitionsära. Der irische Mobster und Clan-Patriarch Rooney (Paul Newman) herrscht mit eiserner Hand über das organisierte Verbrechen in seinem Revier. Gefühle erlaubt er sich nur für seinen Sohn Connor (Daniel Craig) und Adoptivsohn Michael (Tom Hanks), beide längst Väter eigener Kinder. Als Michaels kleiner Sohn versehentlich Zeuge eines Mordes wird, gerät die Ordnung aus den Fugen und eine blutige Tragödie nimmt ihren unvermeidlichen Lauf.
Sam Mendes, Regisseur des Meisterwerkes "American Beauty", zelebriert in düsterem Licht- und Schattenspiel eine griechische Tragödie in Gangsterkreisen, und eine erlesene Starbesetzung stand Schlange, um seinen Figuren Leben zu verleihen.
Ein Mann mit vielen Gesichtern: Im neuen Meisterwerk von Sam Mendes ("American Beauty") brilliert Hollywoods "Nice Guy" Tom Hanks als Killer mit Familiensinn.
Kein Zweifel: schon bevor auch nur eine Szene von "Road to Perdition" fertig war, konnte man schon von einem der wichtigsten Filme des Jahres sprechen. Nicht nur, weil Superstar Tom Hanks hier gegen seine Erfolgsrolle als guter American Hero besetzt ist. Ebenso spannend war die Frage, ob Sam Mendes, gefeierter Regisseur des fünfmaligen Oscar-Gewinners "American Beauty", den Erfolgsdruck bei seinem zweiten Film verkraften würde. Wie sich jeder überzeugen kann, hat er das mühelos geschafft.
Amerika im Jahr 1931. Trotz der schwierigen Zeit der großen Depression leben Michael Sullivan (Hanks), seine Frau Annie (Jennifer Jason Leigh) und seine Söhne Peter und Michael jr. im Wohlstand. Sein großzügiger Arbeitgeber und Ziehvater ist der Gangsterboss John Rooney (Hollywood-Legende Paul Newman). Doch Sullivan gelingt es, die Einzelheiten seines Jobs geheim zu halten: Er ist ein Profi-Killer. Bis kindliche Neugier eine katastrophale Kettenreaktion in Gang setzt.
Bei einem seiner nächtlichen Arbeitseinsätze versteckt sich Michael jr. (Tyler Hoechlin) in seinem Wagen und wird Zeuge, wie Rooneys Sohn Connor (Daniel Craig) einen Mann kaltblütig hinrichtet. Zunächst scheint es, als ob der Clan sich auf das Schweige-Versprechen des Kindes verlassen wolle.
Aber Connor verfolgt eigene machtpolitische Pläne, denen Annie und Peter zum Opfer fallen. Sullivan und Michael jr. überleben nur zufällig. Fortan befinden sich Vater und Sohn auf der Flucht - nicht nur vor dem Clan, sondern auch vor dem angeheuerten Fotografen und Auftragskiller Maguire (Jude Law).
"Road to Perdition" ist ein Mafia-Gangsterfilm im Stil von "Good Fellas" und "Der Pate". Aber mehr noch als diese großen Vorbilder ist er, wie "American Beauty", ein großartiges, sensibles Familiendrama - mit zwei Beziehungsgeflechten. Den Abhängigkeiten im Clan, der für Hanks erst zur Heimat und dann zur tödlichen Bedrohung wird. Der Vater-Sohn-Beziehung, die in den Tagen der Flucht so intensiv wird wie niemals zuvor. Wenn Hanks nicht schon zwei hätte - als Killer mit Familiensinn hätte er wohl einmal mehr gute Aussichten auf den Oscar.
| Darsteller: | Tom Hanks | als Michael Sullivan | |
|---|---|---|---|
| Paul Newman | als John Rooney | ||
| Jude Law | als Maguire | ||
| Jennifer Jason Leigh | als Annie Sullivan | ||
| Stanley Tucci | als Frank Nitti | ||
| Daniel Craig | als Connor Rooney | ||
| Tyler Hoechlin | als Michael Sullivan Jr. | ||
| Liam Aiken | als Peter Sullivan | ||
| Dylan Baker | als Alexander Rance | ||
| Ciarán Hinds | als Finn McGovern | ||
| Kevin Chamberlin | als Frank | ||
| Regie: | Sam Mendes | ||
| Drehbuch: | David Self | ||
| Produzent: | Richard D. Zanuck | ||
| Dean Zanuck | |||
| Sam Mendes | |||
| Ausf. Produzent: | Joan Bradshaw | ||
| Walter F. Parkes | |||
| Kamera: | Conrad Hall | ||
| Schnitt: | Jill Bilcock | ||
| Musik: | Thomas Newman | ||
| Produktionsdesign: | Dennis Gassner | ||
| Richard L. Johnson | |||
| Kostüme: | Albert Wolsky | ||
| Ton: | John Patrick Pritchett | ||
| Casting: | Debra Zane | ||
Die Zeiten, in denen David Duchovny als Agent Mulder hinter übersinnlichen Phänomenen her war, sind wohl endgültig vorbei. Den Leinwand-Star zieht es nämlich auf den Regie-Stuhl.
David Duchovny inszeniert den Thriller "House of D." Der Film handelt von einem Mann, der über seine Vergangenheit nachdenkt und feststellt, dass er noch einige offene Rechnungen zu begleichen hat.
Mit dem Projekt erfüllt sich der Star aus "Akte X" einen Kindheitstraum. Schon seit einigen Jahren wartet er auf seine Chance, sich auch als Regisseur einen Namen machen zu können. Nur die Angebote fehlten.
Duchovny wird sich aber nicht auf die Arbeit hinter der Kamera beschränken. Auch als Schauspieler ist er in "House of D." zu sehen. Die Hauptrolle übernimmt allerdings ein anderer Top-Mime: Oscarpreisträger Robin Williams. Tyler Hoechlin ("Road To Perdition") und Tea Leoni ("Flirting with Disaster") sind ebenfalls mit von der Partie.
Wann Duchovny seine erste Kino-Inszenierung in Angriff nehmen kann, steht noch nicht fest.
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