Ein Schwadron amerikanischer Soldaten im irakischen Samarra, die dort an einem unsicheren Kontrollpunkt stationiert sind. Sie erleben den Krieg völlig anders als die Medien, die vor Ort sind, um von dem Konflikt zu berichten, und die Einheimischen, die unter den amerikanischen Besatzern ebenso zu leiden haben wie unter den jederzeit zur Gewalt bereiten Aufständischen. Für alle beteiligten Gruppen kommt es zu einem finalen, schrecklichen Ereignis.

Nach einer wahren Begebenheit in dem umkämpften irakischen Ort Samarra inszenierte Brian De Palma diesen elektrisierenden Blick auf den Irakkrieg, der im krassen Gegensatz zu seinem Ausstattungsthriller "Die schwarze Dahlie" vom Vorjahr steht, wie dieser aber auch De Palma pur bietet: Mit stets alternierendem Blickwinkel und unterschiedlichen Stilen ist "Redacted" ein fiebriger Thriller von der Front, in dessen Mittelpunkt das Sehen und die Wahrnehmung stehen.
| Darsteller: | Kel O'Neill | als Gabe Blix | |
|---|---|---|---|
| Ty Jones | als Jim Sweet | ||
| Daniel Sherman | als Specialist B.B. Rush | ||
| Izzy Diaz | als Angel Salazar | ||
| Rob Devaney | als McCoy | ||
| Patrick Carroll | als Reno Flake | ||
| Mike Figueroa | als Sgt. Vazques | ||
| Paul O'Brien | als Barton's Vater | ||
| Regie: | Brian De Palma | ||
| Drehbuch: | Brian De Palma | ||
| Produzent: | Mark Cuban | ||
| Jason Kliot | |||
| Simone Urdl | |||
| Joana Vicente | |||
| Todd Wagner | |||
| Jennifer Weiss | |||
| Kamera: | Jonathon Cliff | ||
| Schnitt: | Bill Pankow | ||
| Produktionsdesign: | Phillip Barker | ||
| Ton: | John J. Thomson | ||
| Casting: | Billy Hopkins | ||
Bissig, spitzbübisch und hintergründig - so spottet sich Jon Stewart in seiner "Daily Show" in den USA durchs politische Tagesgeschehen.
Doch genau das, was Stewart einen millionenstarke Fangemeinde einbrachte, ließ der Comedian bei seiner recht bieder ausgefallenen Premiere als Oscar-Moderator 2006 weitgehend vermissen. Dass er nun erneut ran darf, ist wohl nur mit den noch bedeutend schlechteren Kritiken zu erklären, die seine Nachfolgerin Ellen DeGeneres für ihre entspannte bis langweilige Moderation in diesem Jahr bekam.
Und wer weiß: Wenn Stewart Anfangsnervosität und Respekt vor dem Moloch Filmgeschäft ablegt, zeigt er diesmal ja vielleicht sogar vor der versammelten Hollywood-Prominenz seine gewohnte Scharfzüngigkeit.
Einen Vorgeschmack, wer dann die heißesten Kandidaten auf die Goldstatuetten sein könnten, gab es kürzlich in Venedig. Das dortige Filmfestival hat sich inzwischen als Auftakt zur so genannten "Award Season" etabliert, der Zeit der großen US-Preisverleihungen, die in der Oscar-Show am 24.2.2008 ihren Höhepunkt findet.
So werden einige der Preisträger vom Lido schon jetzt hoch auf Oscars gewettet - allen voran der Festival-Gewinner "Gefahr und Begierde" von Ang Lee, Darsteller Brad Pitt für seinen ungewöhnlichen Westen "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" sowie die mutige Huldigung an Bob Dylan "I'm Not There". Und da Hollywood politisch links steht, wird Kritik am Irak-Krieg wie in Brian De Palmas "Redacted" oder "In the Valley of Elah" von Paul Haggis ebenfalls Hochkonjunktur haben. Wer bis Februar in den deutschen Kinos noch mögliche Oscar-Kandidaten sehen will, der sollte sich zudem schon mal folgende Filme vormerken:
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.