Sir Laurence Olivier
Joan Fontaine
George Sanders
Regie: Alfred Hitchcock
Verleih: unbekannt
Eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen trifft auf einer Reise an die Riviera auf den Adligen Maxim de Winter. Nach einer turbulenten Romanze und Heirat kehren beide auf den prachtvollen Landsitz Mandalay in England zurück. Hier muss sie feststellen, dass sie bei den Hausangestellten nicht unbedingt willkommen ist. De Winters Haushälterin Mrs. Danvers trägt ganz offensichtlich ein Geheimnis der verstorbenen ehemaligen Hausherrin Rebecca mit sich herum. Die frischgebackene Schlossherrin erfährt schließlich, dass ihr Mann als deren Mörder verdächtigt wird.

Mit seinen klassischen, in England produzierten Thrillern hatte sich Alfred Hitchcock einen Namen in Amerika gemacht. Seine erste Hollywood-Produktion "Rebecca" festigte seinen Ruf: Basierend auf dem Roman von Daphne du Maurier sollte der Film David O. Selznicks vorangegangener Produktion "Vom Winde verweht" nacheifern. In jedem Fall gewinnt der Psychothriller seine Größe durch die dichte Atmosphäre, hervorragende Darsteller und Hitchcocks behutsame Aufdeckung der Vergangenheit seiner Protagonistin.
| Darsteller: | Sir Laurence Olivier | als George F. Maxim de Winter | |
|---|---|---|---|
| Joan Fontaine | als die zweite Mrs. de Winter | ||
| George Sanders | als Jack Favell | ||
| Judith Anderson | als Mrs. Danvers | ||
| Gladys Cooper | als Beatrice Lacy | ||
| Nigel Bruce | als Maj. Giles Lacy | ||
| Sir C. Aubrey Smith | als Col. Julyan | ||
| Reginald Denny | als Frank Crawley | ||
| Melville Cooper | als Leichenbeschauer | ||
| Florence Bates | als Mrs. Edythe Van Hopper | ||
| Leonard Carey | als Ben | ||
| Leo G. Carroll | als Dr. Baker | ||
| Edward Fielding | als Frith | ||
| Lumsden Hare | als Tabbs | ||
| Forrester Harvey | als Chalcroft | ||
| Philip Winter | als Robert | ||
| Constance Collier | |||
| Regie: | Alfred Hitchcock | ||
| Drehbuch: | Robert E. Sherwood | ||
| Joan Harrison | |||
| Philip MacDonald | |||
| Michael Hogan | |||
| Produzent: | David O. Selznick | ||
| Buchvorlage: | Dame Daphne Du Maurier | ||
| Kamera: | George Barnes | ||
| Schnitt: | W. Donn Hayes | ||
| Musik: | Franz Waxman | ||
| Produktionsdesign: | Lyle Wheeler | ||
Nicht einmal die größten Hollywood-Kenner wissen wirklich alles über die Academy Awards. Zum 75. Jubiläum in der Nacht von Sonntag auf Montag haben wir die häufigsten Fragen zum wichtigsten Film-Event zusammengestellt. Wer diese Antworten kennt, darf sich mit gutem Gewissen Oscar-Experte nennen.
» Wer wurde am häufigsten für einen Oscar nominiert?
Walt Disney, 64 mal. Der Komponist John Williams hält mit 41 den Rekord unter den noch lebenden Künstlern.
» Welche/r Darsteller/in wurde am häufigsten nominiert?
Meryl Streep steht seit ihrer diesjährigen Nominierung für "The Hours" bei 13, davor hat sie sich den Rekord mit Katharine Hepburn (12) geteilt. Ms. Hepburn gewann allerdings 4 mal den Oscar als Beste Hauptdarstellerin und ist damit die unbestrittene Queen in dieser Kategorie.
» Wer hat die meisten Oscars gewonnen?
Walt Disney, 26, darunter ein Sonder-Oscar 1932 für die Schöpfung von Mickey Mouse und der Irving G. Thalberg Memorial Award.
» Woher hat der Oscar seinen Namen?
Wie die goldene Statuette zu ihrem Namen kam, ist nicht genau bekannt. Eine verbreitete Version: Margaret Herrick, die Archivarin und spätere Direktorin der Academy, sagte einmal, dass die Figur sie an ihren Onkel Oscar erinnere. Das kam angeblich einigen Reportern zu Ohren. Andere Insider meinen, dass der Onkel von Bette Davis für den Namen Pate stand.
Jedenfalls benutzte der Kolumnist Sidney Skolsky den Begriff "Oscar" 1934 in seiner Kolumne, als er über Katharine Hepburns Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin in "Morgenrot des Ruhmes" schrieb. Offiziell benutzt die Academy den Namen "Oscar" erst seit 1939.
» War der Oscar schon immer aus Gold?
Während des zweiten Weltkriegs wurden Statuetten aus Plastik vergeben. Sie wurden später gegen echte Goldjungen ausgetauscht.
» Wer sind die Mitglieder der Academy?
Reguläres Mitglied in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences kann nur werden, wer in seinem Metier höchste Vollendung und Kunstfertigkeit erlangt hat. Derzeit sind 14 Bereiche repräsentiert: Animation, Ausstattung, Darsteller, Dokumentation, Drehbuchautoren, Kamera, Management, Musik, Öffentlichkeitsarbeit, Optische Effekte, Produktion, Regie, Schnitt und Ton. Momentan hat die Academy über 5700 Mitglieder, die berechtigt sind an der Wahl der Oscar-Gewinner teilzunehmen.
"Mr. 100 Prozent": Ton-Experte Mark Berger sorgte auch in "Der Englische Patient" für den richtigen Klang
» Wie kommt eine Oscar-Nominierung zustande?
Preise werden alljährlich für herausragende Leistungen in etwa 25 Kategorien vergeben. In jeder Kategorie werden bis zu 5 Nominierungen ausgesprochen. Um die Nominierungen zu ermitteln, wird eine Abstimmung durchgeführt.
Daran dürfen in jeder Kategorie nur die Mitglieder der Academy teilnehmen, die selbst in dem fraglichen Bereich tätig sind oder waren. Nur Regisseure können also per Wahl die Nominierungen für die Beste Regie bestimmen.
Die Nominierungen für den Besten nicht-englischsprachigen Film bzw. Kurzfilm werden von Komitees ermittelt, in denen Mitglieder aus allen Bereichen der Academy sitzen. Die Nominierungen für den Besten Film werden von allen Mitgliedern der Academy bestimmt.
» Wie werden die Gewinner ermittelt?
Die Academy verschickt Stimmzettel an die über 5700 wahlberechtigten Mitglieder. Im Gegensatz zu den Nominierungen dürfen in den meisten Kategorien alle Mitglieder über den Gewinner abstimmen und nicht nur diejenigen, die selbst in der jeweiligen Kategorie tätig sind oder waren.
Die Stimmzettel müssen an einem bestimmten Stichtag (dieses Jahr der 18. März, 17 Uhr Ortszeit Los Angeles) wieder in der Academy eintreffen. Die etwa 500 Mitglieder, die nicht in den USA leben, werden eine Woche früher angeschrieben, damit sie genauso viel Zeit für die Abstimmung haben.
Aus den rechtzeitig eingegangenen Stimmzetteln werden die Gewinner ausgezählt, die im Rahmen der Oscar-Nacht (diesmal die Nacht vom 23. auf den 24. März) bekannt gegeben werden.
» Gibt es jemand, der bei jeder Nominierung auch tatsächlich einen Oscar gewonnen hat?
Mehrere Dutzend Filmschaffende. Den Rekord (4 mal) hält der Tonzauberer Mark Berger mit Oscars für "Apocalypse Now" (1979), "Der Stoff, aus dem die Helden sind" (1983), "Amadeus" (1984) und "Der englische Patient" (1996).
» Ist jemals eine Frau für einen Oscar für die Beste Regie nominiert worden?
Zwei: Jane Campion 1993 für "Das Piano" und Lina Wertmüller 1976 für "Sieben Schönheiten".
"Nirgendwo in Afrika": Für zwei von elf deutschen Nominierungen als Bester nicht-englischsprachiger Film zeichnet Caroline Link verantwortlich
» Wie oft wurde Alfred Hitchcock nominiert? Hat er je einen Oscar gewonnen?
Hitchcock wurde 5 mal als Regisseur nominiert: Für "Rebecca" (1940), "Das Rettungsboot" (1944), "Ich kämpfe um dich" (1945), "Das Fenster zum Hof" (1954) und "Psycho" (1960). Gewonnen hat er nie, aber er wurde 1967 mit dem Irving G. Thalberg Award ausgezeichnet.
» Welches Land hat am häufigsten den Oscar für einen nicht-englischsprachigen Film gewonnen?
Italien, 10 mal. Den Rekord für die meisten Nominierungen hält Frankreich mit 32. Caroline Links aktuell nominierter Film "Nirgendwo in Afrika" ist insgesamt der 11. deutsche Beitrag, der in dieser Kategorie berücksichtigt wurde - gewonnen hat bisher nur Volker Schlöndorff 1979 mit seiner Günter Grass-Verfilmung "Die Blechtrommel".
» Wer war der jüngste Oscar-Gewinner?
Shirley Temple erhielt im Alter von 6 Jahren und 310 Tagen einen Nachwuchs-Sonderpreis. Die jüngste Gewinnerin im Rahmen der normalen Konkurrenz war Tatum O'Neal, die 1974 mit 10 Jahren und 148 Tagen den Oscar als Beste Nebendarstellerin in "Paper Moon" gewann.
» Welche Filme haben Oscars in den wichtigen Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste/r Hauptdarsteller/in und Bestes Drehbuch gewonnen?
Das haben nur drei Filme geschafft: "It Happened One Night" (1934), "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975) und "Das Schweigen der Lämmer" (1991).
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