Mit Prominenz gespickte Komödie über pensionierte Topagenten, die ihren Spaß dabei haben, dass Killer ihren lästigen Ruhestand stören. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto35/10350477/b150x150.jpg R.E.D. - Älter. härter. besser.

Filmdetails

R.E.D. - Älter. härter. besser.

Mit Prominenz gespickte Komödie über pensionierte Topagenten, die ihren Spaß dabei haben, dass Killer ihren lästigen Ruhestand stören.


R.E.D. - Älter. härter. besser.
Start: 28.10.2010

Originaltitel: RED

Action / Komödie

USA 2010
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Bruce Willis
Morgan Freeman
John Malkovich

Regie: Robert Schwentke
Verleih: Concorde

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Action
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Inhalt

Frank, Joe, Marvin und Victoria waren einmal ein Team, das im Auftrag der C.I.A. lästige Probleme erledigte, meist mit fataler Konsequenz. Als Pensionisten langweilen sich die Exagenten zu Tode, bis Frank von einem Killerkommando Besuch bekommt und damit in alte Gewohnheiten zurückfallen muss. Seine Exkollegen werden es ihm gleichtun, weil auch sie auf einer Abschussliste stehen und nun reagieren müssen. Warum jemand sie töten will, wissen sie nicht, wohl aber, dass sie schon lange nicht mehr so viel Spaß hatten.


Kritik

R.E.D. - Älter. härter. besser.

Robert Schwentkes prominent besetzte Komödie zeigt augenzwinkernd ungewöhnliche Actionhelden, die die Sicherheit der Rente fürchten.

Den Status als älteste Actionrentner, mit insgesamt 232 Jahren immer noch von Martin Brests dreiköpfiger "Rentnergang" (1979) besetzt, kann "R.E.D." zwar nicht für sich beanspruchen, doch härter hat man Pensionisten im Kino noch nicht gesehen. Der Bodycount, den Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich und Helen Mirren im Kampf gegen mysteriöse Killer für sich verbuchen können, ist so beachtlich wie die Story fantastisch, die sich in einem völlig realitätsfreien Raum entwickelt. Kein aufgeschreckter Nachbar ist somit in Sicht, als vermummte Gestalten das Haus von Frank Moses mit Kugeln durchsieben und diese nächtliche Störung bitter büßen müssen. Der Ex-Vollstrecker der C.I.A., der sich als Rentner zu Tode gelangweilt hat, geht sofort auf Actiontour, schnappt sich als Präventivmaßnahme die charmante Callcenter-Dame Sarah, die er nun auch in Gefahr wähnt. Sarah, die Frank nur von Telefonaten kennt, ist anfangs nicht begeistert, dass er sie zum Schutz aus ihrem Leben reißen will und - schlimmer noch - keine Haare mehr hat. Doch als Abenteurerin in Wartestellung gibt sie ihren Widerstand bald auf und genießt die Expedition ins Risiko, auf der Frank ehemalige Teammitglieder aus dem Ruhestand holt, die ebenfalls auf der Abschussliste stehen. Ein zurückliegender Einsatz, dessen Spuren von der C.I.A. verwischt werden sollen, wird vom Drehbuch des Brüderpaars Jon und Eric Hoeber als McGuffin platziert, der die Fronten etabliert. Wichtiger als die Motive sind dem Film aber die Konfrontationen, die mit Shootouts, Verfolgungsjagden, knackiger Handarbeit, Explosionen und schließlich auch einem Attentat alles aufbieten, was im Genre Standard ist. Ein absurder Ton mit vielen Überzeichnungen ist dabei auffällig und auch beabsichtigt, durchdringt den Film mit Situationskomik und entfernt ihn damit von der Comicvorlage von Warren Ellis, die nur auf Härte setzte. Lacher durch alle Zuschauerreihen sind damit zwar nicht immer garantiert, doch Helen Mirren mit Maschinengewehr und John Malkovich als paranoider Ex-Agent zwischen Kleinkind und Killer sind Attraktionen mit Überraschungsmomenten, während der Hauptheld im Bruce-Willis-Modus Vertrautes für die Fankurve bietet. Ernst nimmt sich "R.E.D." nie, seine formale Gestaltung aber schon, zählt doch diese Actionkomödie von Robert Schwentke ("Die Frau des Zeitreisenden") nicht nur zu den bestbesetzten, sondern, dank Florian Ballhaus, auch zu den bestfotografierten Genrefilmen dieses Jahres. kob.

R.E.D. - Älter. härter. besser.

Darsteller:  Bruce Willis   als Frank Moses
  Morgan Freeman   als Joe Matheson
  John Malkovich   als Marvin Boggs
  Helen Mirren   als Victoria
  Karl Urban   als William Cooper
  Mary-Louise Parker   als Sarah Ross
  Richard Dreyfuss   als Alexander Dunning
  Julian McMahon   als Vice President Stanton
  Brian Cox   als Ivan
  Rebecca Pidgeon   als Cynthia Wilkes
  Ernest Borgnine   als Henry
  James Remar   als Gabriel Singer
 
Regie:  Robert Schwentke  
Drehbuch:  Erich Hoeber  
  Jon Hoeber  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  
  Mark Vahradian  
Koproduzent:  David Ready  
Ausf. Produzent:  Gregory Noveck  
  Jake Myers  
Buchvorlage:  Warren Ellis  
Kamera:  Florian Ballhaus  
Schnitt:  Thom Noble  
Musik:  Christophe Beck  
Produktionsdesign:  Alec Hammond  
Kostüme:  Susan Lyall  
Casting:  Deborah Aquila  
  Tricia Wood  

Bruce Willis nimmt Bank aus

Tief in die Tasche muss ein russisches Geldinstitut greifen, das sich die Werbedienste von Bruce Willis für mindestens ein Jahr gesichert hat.

Großansicht Verleiht einer russischen Bank Seriosität: Bruce Willis (Foto: Kurt Krieger)

Verleiht einer russischen Bank Seriosität: Bruce Willis (Foto: Kurt Krieger)

Russische Banken genießen nicht gerade den besten internationalen Ruf. Dessen ist sich auch die Moskowiter Trust Bank bewusst. Ein dezenter Hauch von Korruption und russischer Mafia umweht die diversen Geldinstitute im ehemaligen Zarenreich.

Da kann ein wenig "Vertrauen" nicht schaden, dachten sich wohl die Bankmanager und streckten ihre Fühler nach Bruce Willis aus, um ihrem Image-Ziel näher zu kommen.

Lange betteln brauchten die russischen Geschäftsleute den Schauspieler bestimmt nicht. Sie haben eher dementsprechend weit ihren Tresorraum geöffnet.

Bruce Willis wirbt für mehr Vertrauen

Für ein stattliches Honorar wirbt Willis nun für mindestens ein Jahr für die Trust Bank. Er übernimmt somit die repräsentative Aufgabe vom russischen Gewichtheber Vladimir Turchinsky, der letztes Jahr im Alter von 46 Jahren verstarb. In einer Mitteilung begründeten die Trust-Lenker ihre Willis-Werbe-Wahl damit, weil der Star aus "R.E.D. - Älter. härter. besser." die Firmenwerte "Vertrauen und Würde" bestens widerspiegele.

Bruce Willis wird in einer Posterkampagne quer übers ganze Land eingesetzt. Die Plakate mit Willis' Konterfei tragen den Slogan "Trust ist genauso wie ich, eine sichere Bank." Ob die Kunden das dem Geldinstitut und dem Hollywoodstar abnehmen?

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