Drama http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz10/z0010770/b150x150.jpg Probezeit

Filmdetails

Probezeit


Probezeit
Start: 27.04.1995

Originaltitel: Second Best

Drama

Großbritannien/USA 1994
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12 Jahre

William Hurt
Chris Cleary Miles
Keith Allen

Regie: Chris Menges
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Der zehnjährige James wächst mutterlos auf, während sein Vater eine langjährige Gefängnisstrafe verbüßt. Der alleinstehende Graham - selbst ohne Mutter und mit einem kranken Vater - erhält die Erlaubnis, James zu adoptieren. Der Junge macht kein Hehl daraus, daß Graham nie seinen Vater ersetzen können wird. Dennoch gibt der liebevolle Graham den Versuch nicht auf, James' Vertrauen zu gewinnen.


Kritik

Ein Doppeltreffer aus dem Hause Warner: Gottes vergessene Kinder haben bei dem erfolgreichen Major ein Heim gefunden. Zwei Monate nach "Unsere Welt war eine schöne Lüge" wird "Probezeit" am 27. April in die deutschen Kinos kommen. Beides überzeugende Familiendramen mit problematischen Vater-Kind-Konstellationen. Wie schon in seinen anderen Inszenierungen, "Zwei Welten" und "Criss Cross - Überleben in Key West", erzählt der renommierte Ex-Kameramann Chris Menges auch in "Probezeit" von einem Kind, das sich an der Schwelle zur Pubertät in einer konfliktreichen Familiensituation zurechtfinden muß. Einen Großteil seines Lebens hat der zehnjährige James (Chris Cleary Miles) in einem Waisenhaus verbracht. Immer wieder kreisen die Gedanken des rebellischen Jungen um seinen inhaftierten Vater, der ihn aufrichtig liebt, ihn aber seit Jahren nicht gesehen hat. Die letzte Begegnung der beiden setzt Menges an den imposanten Anfang des Films, der den Zuschauer clever auf eine falsche Fährte lenkt. Eine vermeintliche Entführung entpuppt sich als Training, mit dem ein von der Polizei gejagter Vater seinen Sohn auf ein Leben im Wald, auf eine Flucht aus dem drohenden Waisenhaus vorbereitet. Außergewöhnlich wie diese Ouvertüre sind auch die folgenden Akte dieses beeindruckenden Dramas. Ein scheuer, introvertierter Postbeamter (William Hurt), der nie eine Beziehung zu einer Frau aufnehmen konnte, will dem Jungen in seinem Dorf in Wales ein neues Zuhause bieten, ihm die Zuneigung zeigen, die er selbst so vermißt hat. Sehr ruhig beobachtet Menges, wie die beiden in mancher Hinsicht verwandten Seelen lernen, sich einander zu öffnen. Es ist eine spannende Entdeckungsreise - einfühlsam, ehrlich, aber ohne Bergmaneske Verzweiflung. Psychologisch einer der überzeugendsten Filme der letzten Jahre, auch wenn die erstaunlichen Seelenkenntnisse eines dörflichen Postbeamten in die Sektion Kinoillusion gehören. Wie in den anderen Inszenierungen des Regisseurs leisten alle Darsteller Beachtliches, vor allem Newcomer Chris Miles, der wie ein Profi Wärme aus Zorn wachsen läßt. Und daß auch intime Dramen mit großen Bildern aufwarten können, beweist dieser von Ashley Rowe erstaunlich fotografierte Film in nahezu jeder Einstellung. Eine Probezeit wird ihm trotz dieser Vorzüge wie in den USA auch in den deutschen Kinos sicher nicht eingeräumt werden. Es liegt nun am Verleih, das vorhandene interessierte Publikum auf dieses große kleine Schmuckstück aufmerksam zu machen. kob.

Probezeit

Darsteller:  William Hurt  
  Chris Cleary Miles  
  Keith Allen  
  Prunella Scales  
  Jane Horrocks  
  Alan Cumming  
  John Hurt  
 
Regie:  Chris Menges  
Drehbuch:  David Cook  
Produzent:  Sarah Radclyffe  
Ausf. Produzent:  Arnon Milchan  
Buchvorlage:  David Cook  
Kamera:  Ashley Rowe  
Musik:  Simon Boswell  

Star

William Hurt

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